OTH Amberg-Weiden
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Diskussion über Dachformen und Wandhöhen

Pleystein. Der Stadtrat stimmte sich mit dem Landratsamt Neustadt über einen Bebauungsplan für ein neues Baugebiet ab.

Diskussion über Dachformen und Wandhöhen

Die große grüne Fläche (Bildmitte) wird das neue Baugebiet „Am Forsthaus“. Foto: Walter Beyerlein

„Das ist der erste große Aufschlag“ – so leitete Bürgermeister Rainer Rewitzer den Tagesordnungspunkt „Aufstellung des Bebauungsplanes ‚Am Forsthaus‘“ ein.

Dazu erklärte der Geschäftsleiter Günter Gschwindler, dass sich der Bauausschuss in mehreren Sitzungen mit diesem Thema befasst habe. Dabei habe man sich darauf geeinigt, dass die beiden Mehrfamilienhäuser (MFH) entlang der Forststraße in ihrer Höhe und Dachneigung der dort vorhandenen Bebauung angepasst werden sollen.

Richtlinien des Landratsamtes

Zugleich sei man mit der Bauaufsichtsbehörde beim Landratsamt Neustadt an der Waldnaab im Austausch gestanden. Daraus hätten sich hinsichtlich der überbaubaren Fläche auf Grundstücken Vorgaben ergeben. Diese bezögen sich besonders auf MFH. So seien mehrere Dachformen bei Einfamilienhäusern möglich – bei Mehrfamilienhäusern jedoch nur eine, erklärte der Geschäftsleiter.

Günter Gschwindler machte aber auch deutlich, dass seitens des Landratsamtes keine Bereitschaft bestehe, bei Einreichung von Bauanträgen die Auflagen zu lockern. Man würde keinem möglichen Antrag auf Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes zustimmen.

Ausdrücklich verwies der Geschäftsleiter auf den noch zu erstellenden Umweltbericht, der im Bebauungsplan seinen Niederschlag finden werde. Genauso werde mit den gesetzlichen Vorgaben verfahren.

Anschließend zeigte Bürgermeister Rainer Rewitzer auf der Leinwand das Grundstück Flurnummer 473 Gemarkung Pleystein. Für dieses hätte man sich wegen der notwendigen Ausgleichsfläche entschieden. Jedoch solle es nicht im vollen Umfang für diesen Zweck dienen.

Zoigltermine
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Debatte bei der Stadtratssitzung

Obwohl sich der Bauausschuss in mehreren Sitzungen mit diesem Bebauungsplan befasst hat, ergab sich erneut Diskussionsbedarf. Fast eine Stunde lang wurde über Dachformen und Bauweise der Häuser debattiert.

Letztlich einigte sich das Gremium einstimmig, die Anregungen aus der Aussprache in den Bebauungsplan einzuarbeiten. Einstimmig erteilte der Stadtrat das gemeindliche Einvernehmen zum Bauantrag für einen Anbau an ein bestehendes Wohnhaus. Dieses liegt in Fasanenstraße und hat die Hausnummer acht.

Ebenfalls einstimmig beschloss der Stadtrat die Beauftragung der Verwaltung. Sie soll die Unterlagen für einen Förderantrag zur Einreichung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ausarbeiten. Damit könnte die Erstellung der Machbarkeitsstudie für den Ausbau des Nahwärmenetzes gefördert werden.