Dorfbühne Waidhaus begeistert auf der ganzen Linie

Dorfbühne Waidhaus begeistert auf der ganzen Linie
„Zwoa san no übrig.“ Was wohl dahintersteckt? Jedenfalls so viel, dass es in dem Lustspiel um männlichen Freiheitsdrang geht. Dazu kommen weiblicher Organisationsgeist sowie Dorfgerüchte, Freundschaft und die Frage, wie weit man gehen muss, um endlich einmal seine Ruhe zu haben. Das und vieles mehr hat Josef Kleber, der Vorsitzende des Theatervereins Dorfbühne Waidhaus, in das von ihm verfasste Lustspiel gepackt.
Pointenreiches Spiel überzeugt – Bürgermeister lobt Ensemble
Die Premiere am Freitag, 30. Oktober, im Kultursaal war gespickt mit Pointen, die das Zwerchfell des Publikums ganz schön strapazierten und immer wieder zu Szenenapplaus animierten. Auch Bürgermeister Markus Bauriedl war hingerissen von den schauspielerischen Leistungen der Akteure und sprach von einer grandiosen Vorstellung.
Darum geht es in der Komödie
Zum Inhalt: Eigentlich möchte Michl (Josef Kleber) nur seine Ruhe haben. Doch damit ist es schlagartig vorbei, als beim alten Stadel ein verrostetes Kistl mit einer geheimnisvollen Satzung auftaucht. Von „Freiheit“, „Mitgliedern“ und „Verpflichtungen“ ist darin die Rede. Für die stets bestens organisierte Monika (Céline Sauer) steht schnell fest: „Das könnte eine historische Sensation sein.“ Und wenn vielleicht sogar das Fernsehen kommt, muss sich das Dorf natürlich von seiner besten Seite zeigen.
Gerüchte und rätselhafte Ausflüge der Männer
Während Anni (Michaela Bösl) neugierig versucht, Licht ins Dunkel zu bringen, sorgt Tochter Vroni (Anna Steiner) mit den neuesten Nachrichten aus dem Dorf für immer neue Gerüchte. Doch dann wird die Sache wirklich merkwürdig: Von den Männern macht sich einer nach dem anderen aus dem Staub: mit Bier, Angelruten, Campingstühlen und zweifelhaften Ausreden.
Verdächtige Spuren und ein geheimnisvolles Wort
Besonders Kathi (Magdalena Zintl) bekommt die Folgen zu spüren; denn der ebenfalls verschwundene Wirt Boschi hat ihr kurzerhand den „Stoabruch“ überlassen. Dany (Nadine Neuwirth), selbsternannte Ermittlerin mit kriminalistischem Ehrgeiz, entdeckt bald ein verdächtiges Muster. Immer wieder fällt dabei ein geheimnisvolles Wort: „Seepferdchen“.
Geheimnisse, Ausreden und ein mobiles Nagelstudio
Nur Gustl (Josef Zitzmann) scheint mehr zu wissen, als er zugibt. Seine Schwester Rosi (Michaela Dirscherl) kennt ihn allerdings gut genug, um jede seiner Ausreden zu durchschauen. Und dann ist da noch Hong Long Lasches (Annamaria Günter) mit ihrem mobilen Nagelstudio: freundlich, aufmerksam und immer genau dort, wo es etwas Interessantes zu hören gibt. Ob sie wirklich nur wegen schöner Fingernägel im Dorf unterwegs ist?
Auflösung mit Überraschungen
Je näher die Wahrheit rückt, desto deutlicher wird: Hinter dem angeblich historischen Fund steckt eine ganz andere Geschichte. Und plötzlich müssen sich Michl und Gustl der Erkenntnis stellen: „Zwoa san no übrig.“
Applaus für Ensemble und Team
Beifall in Hülle und Fülle gibt es am Ende nicht nur für die Akteure, sondern auch für das gesamte Team. Zu Josef Kleber als Ideengeber und Regisseur kommen Nicole Hoch und Silvia Kleber (Maske), Hardy Wamser (Technik), Markus Scheinkönig (Bühnenbau und Bühnenbild) und Christine Wellert (Inserate).
30 Jahre Dorfbühne Waidhaus: Würdigung des Engagements
Bei den Laudationes kommt auch Kleber nicht zu kurz, als er für sein herausragendes Engagement Blumen erhält. Er selbst hebt zum 30-jährigen Bestehen der Dorfbühne die Leistungen aller Beteiligten hervor.
Weitere Vorstellungen im November
Beifall gibt es auch für das Theater-Ensemble des Musikvereins Waidhaus, das Team am Buffet um Mariele Balk, Christine Wellert und Rudolf Balk sowie alle Sponsoren. Die Besucher der weiteren Vorstellungen können sich also auf einen unterhaltsamen Theaterabend freuen. Diese sind am 6. und 7. November um 19.30 Uhr, am 8. November um 17 Uhr sowie am 13., 14., 20. und 21. November um 19.30 Uhr.
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