Endlich Jugendlich: Mofa- und Mopedfreunde feiern ihr Jubiläum mit großem Straßenfest
Endlich Jugendlich: Mofa- und Mopedfreunde feiern ihr Jubiläum mit großem Straßenfest
„Die glorreichen Sieben!“
Mit 16 Jahren gilt man in Deutschland bekanntlich als Jugendlicher – mit neuen Rechten, ersten Freiheiten und auch wachsender Verantwortung. Ganz ähnlich scheint es auch dem Verein zu gehen, der sich in den vergangenen Jahren prächtig entwickelt hat. Aus den einst „glorreichen Sieben“ ist mittlerweile eine starke Gemeinschaft Mofa- und Mopedfreunde Waldthurn mit rund 35 Mitgliedern geworden.
Die Gründungsmitglieder Andreas Holfelner, Alexander Pflaum, Sebastian Schenk, Markus Löw, Simon Bauer, Florian Bäumler und Daniel Bergmann sind heute zwar mehr als doppelt so alt wie ihr Verein, doch ihre Leidenschaft ist unverändert geblieben. Zwar besitzen sie längst auch die Fahrerlaubnis für Autos – genutzt werden diese jedoch eher widerwillig. Lieber schwingen sie sich auf ihre treuen Gefährten von damals.
Gründung im Keller
Gegründet wurde der Verein im Jahr 2010 im Keller von Florian Bäumler. „Erstmals bei der Christbaumversteigerung der Feuerwehr Waldthurn haben wir als Mofa- und Mopedfreunde Waldthurn den Baum ersteigert“, erinnert sich Bäumler an die Anfangszeit.
Zum 16-jährigen Jubiläum durfte natürlich auch eine kleine Ausfahrt nicht fehlen. In Richtung Fahrenberg knatterte die Gruppe los – mit Maschinen wie einer Zündapp GTS 50, Zündapp KS 50, einer Honda DAX (Baujahr 1973) oder einer Hercules Prima 5 (Baujahr 1992). Wie kleine Kletterziegen kämpften sich die Zweiräder die Steigungen Richtung Oberbernrieth hinauf.
Viele motorisierte Gäste – Bürgermeister mit „störrischer Kreidler“
Auch Gäste, wie die „Roller Gang Pleystoi“, reihten sich ins Festgeschehen ein, welches wegen der Hitze erst in den Abendstanden auf Hochtouren lief. Selbst Bürgermeister Georg Bocka hätte sich gerne stilecht auf seiner Kreidler Florett vom Irlhof auf den Weg nach Waldthurn gemacht. Doch seine Maschine zeigte sich störrisch und sprang nicht an – so blieb ihm nur die Anreise mit dem Auto.
Beim anschließenden Straßenfest wurde dann ausgelassen gefeiert. Zwischen Benzingesprächen, Musik und geselligem Beisammensein zeigte sich einmal mehr der starke Zusammenhalt der Truppe. Auch ein weißer Vespa-Roller reihte sich in die Ausstellung ein und sorgte für zusätzliche nostalgische Momente.
Erlös an Kinderkrebshilfe
Auch diesmal stand der gute Zweck im Mittelpunkt. Der gesamte Erlös sowie zusätzliche Spenden kommen der Kinderkrebshilfe Oberpfalz Nord e. V. zugute. „Es ist uns ein großes Anliegen, mit unserem Hobby auch etwas Gutes zu bewirken“, betonten die Verantwortlichen. So wurde das 16-jährige Jubiläum nicht nur ein Fest für Motorenliebhaber sondern auch ein Fest für Menschen mit Verantwortung.








