OTH Amberg-Weiden
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Faschingsnarren erobern Rathaus in Waidhaus

Waidhaus. Das Narrenvolk zieht vom Gasthaus Zum Eck zum Rathaus, erobert den Schlüssel und feiert. Es schallt „Heng heng, leck leck“. Das Faschingseigrom startet am Aschermittwoch um 18 Uhr Am Eck.

Waidhaus. Das Narrenvolk zieht vom Gasthaus Zum Eck zum Rathaus, erobert den Schlüssel und feiert. Es schallt „Heng heng, leck leck“. Das Faschingseigrom startet am Aschermittwoch um 18 Uhr Am Eck.
Foto: Josef Pilfusek

Faschingsnarren erobern Rathaus in Waidhaus

„Drei Tag‘ gemma nimma ham.“ Ob nach dem bekannten Stimmungslied drei Tage reichen, um ausgiebig den Endspurt der „fünften Jahreszeit“ zu feiern, sei mal dahingestellt. Immerhin sind es von Donnerstag, dem sogenannten „Naschn Pfinsta“, bis zum Faschingsdienstag immerhin sechs Tage.

Närrischer Auftakt in Waidhaus

Beim Zug des Narrenvolks vom Gasthaus „Zum Eck“, angeführt von Musikern des Vereinsorchesters des Waidhauser Musikvereins um Hermann Mack, erklang jedenfalls schon mal die Ankündigung, mindestens drei Tage durchzumachen. Der Waidhauser Schlachtruf durfte während der gesamten Aktion ebenfalls nicht fehlen. Und so erklang es immer wieder lautstark: „Heng heng, leck leck“, mit der Ergänzung: „Wer einmal leckt, der weiß, wie’s schmeckt; der leckt die ganze Bude weg.“

Markus Bauriedl und das Rathausteam hatten in der Zwischenzeit längst den Braten gerochen, was die lustige und bestens gelaunte Schar wollte: Geld aus dem kommunalen Säckel. „Deshalb sind die Jucker zum Rathaus gekommen, fast alle haben sich Zeit genommen“, kündigte Mack an, in der Hoffnung: „Wir wollen den Schlüssel des Marktes Waidhaus abholen und hoffen, in der Kasse sind genügend Kohlen.“ Der Grund: „Diese werden wir in den Gasthäusern verprassen; denn wir können das Feiern nicht lassen.“

Josef Pilfusek
Josef Pilfusek
Josef Pilfusek
Josef Pilfusek

Bürgermeister unterstützt närrisches Treiben

Der Bürgermeister war vorbereitet. „Mit Stolz übergeb‘ ich euch den Schlüssel zur Macht“, warf er das Handtuch und kündigte an: „Jetzt wird getanzt und gelacht.“ Trotz vieler Krisenherde wusste er: „Sicherheitskonzepte braucht’s und Regeln obendrein. Doch als Gemeinde sagen wir klar, der Fasching muss sein.“ Außerdem versicherte er: „Wir stehen hinter euch und unterstützen das Fest, weil närrischer Brauch sich nicht unterkriegen lässt.“

Trotz der angespannten Finanzlage gab es einen Obolus mit dem Appell: „Drum zieht hinaus von Haus zu Haus, tragt Lachen, Freude und Frohsinn hinaus!“ Und so wurde erst einmal kräftig gesungen, geschunkelt und das Tanzbein geschwungen. Der leichte Nieselregen konnte der lustigen Schar zu keiner Sekunde etwas anhaben. „Rucki-zucki“ ging es dann weiter zu den Banken, Geschäften und vor allem Gasthäusern.

Aschermittwoch: „Faschingseigrom“ startet um 18 Uhr

So intensiv das Ausgraben des Faschings über die Bühne gegangen ist, so eingehend erfolgt am Aschermittwoch das „Faschingseigrom“. Start des Spektakels ist um 18 Uhr wieder beim Gasthaus „Am Eck“.

WITRON – Schnuppertage
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