Feierlaune bei Kirchweih und zehnjährigem Kirwaleit-Jubiläum in Etzenricht
Feierlaune bei Kirchweih und zehnjährigem Kirwaleit-Jubiläum in Etzenricht

Lob für die friedfertigen und prächtig gelaunten Gäste, die eigene Infrastruktur auf dem Terrain am Sportplatz, die Helfer im Service und die Musikgruppen umfasste die Bilanz der mehrtägigen Kirchweihfeier. SV-Vorsitzender Alexander Greitzke war glücklich nach den reibungslosen und sehr gut frequentierten Festtagen. Sein Statement vorweg: „Für die Organisatoren und veranstaltenden Vereine und die Gäste war die Fete einmal mehr ein wahrer Volltreffer. Auch ein Verdienst der drei engagierten Partybands und aller freiwilligen Helfer. Wir sahen ein volles Haus in den besonderen Räumlichkeiten bei unserem Sportverein.“
„Das macht unsere Kirwa aus: nicht nur ein Zelt auf der Wiese, sondern das Zelt kombiniert mit dem vorhandenen Saal, dem Sportheim, der Terrasse als Podium und unserer bewährten Schankhütte. So haben wir den notwendigen Raum. Zusammen ist das ein perfekter Eventbereich. Dazu kam das runde Jubiläum der Kirwaleit, das Zehnjährige war in dieser Auflage ein zusätzlicher Anreiz für das Publikum.“
Und, was für Greitzke noch wichtiger war: „Alles ist bei sämtlichen Terminen friedlich über die Bühne gegangen. Auch ein Verdienst der Security, die ohne Auffälligkeiten ihren Dienst verrichtet hat. Gleiches gilt für den Part der Freiwilligen Feuerwehr. Dank an Alan Rusch.“ Die vielen angereisten Gäste und die heimischen Kirwaburschen und Moidla hatten somit ungestört viel Spaß und konnten eine außergewöhnlich gute Stimmung genießen.
Programm, Musik und Schafkopf ziehen Besucher an
Die diesjährige Ausgabe, für die Kirwaleit war es die zehnte, war vom Zuspruch, dem Umfang und der Qualität der einzelnen Beiträge einmal mehr überragend. Darüber waren sich die Beteiligten aus der örtlichen Vereinsgemeinschaft alle einig. Die Gastgeber – die seit zehn Jahren bestehenden Kirwaleit, der SV und dessen Förderverein – zogen für die auf zwei Wochen verlängerte Kirchweih-Fete auf dem SV-Gelände, was das Angebot und die musikalische Unterhaltung der Gäste anging, alle Register. An allen Terminen der zwei Wochenenden umfassenden Veranstaltungsreihe wurden attraktive Beiträge für die zahlreichen Gäste eingeplant.
Wie immer gehörte der Freitag den Schafkopfspielern. Bei 600 Euro an Geldpreisen und diversen Sachpreisen begrüßte der Förderverein um Andreas Schmid und Ingmar Förtsch fast 140 Teilnehmer. „Dei vo Gestern“ bescherten in der ersten Woche ein gefülltes Zelt der örtlichen Gemeinschaft und sorgten bei der als „Kirwa-Special“ betitelten ersten Etappe mit populären Party- und Covertiteln für eine tolle Stimmung bei dem vorwiegend jungen Publikum. Und die Fete setzte sich am zurückliegenden Samstag in ähnlicher Weise fort: Die mit fünf Musikern besetzte Formation „Grögötz Weißbir“ aus der Region garantierte zum wiederholten Mal und in gleicher Bierzelt-Atmosphäre den Fans aus allen Generationen Partymusik und Feierlaune. Laut grober Schätzungen der Organisatoren bewegte sich die Besucheranzahl im vierstelligen Bereich.
König Fußball und Kirwaleit-Tradition
Zuvor herrschte „König Fußball“. Die Bezirksligaelf des SVE landete einen 4:1-Erfolg gegen die SpVgg Vohenstrauß und die Etzenrichter Zweitvertretung unterlag dem SV Altenstadt/Vohenstrauß knapp mit 0:1. Anlass für eine gesteigerte Feierlaune der Gästemannschaft, die sich auch im Zelt von ihrer besten Seite präsentierte. Die Kreisklassen-Truppe aus Altenstadt zeigte sich nicht nur auf dem Spielfeld als extrem konditionsstark und belastbar, feierte im mitgebrachten und einheitlichen, feinen Kirwa-Gewand durch.
Ab Samstagmittag zog die aktive Gruppe der Kirwaleit der Tradition folgend durch das Dorf, stoppte zwischendurch zu einem Tänzchen und zu Kurzbesuchen bei ihren Fans.
Sonntag mit Tanz, Kindergärten und Oberkirwapaar
Ein volles Programmpaket bot der Sonntag. Zum Mittagstisch auf dem SV-Gelände, zubereitet vom Catering Witt aus Weiherhammer und organisiert von der Familie Danzer, hatten sich 240 Personen angemeldet. Ein Publikumsmagnet für die Eltern, Geschwister und Großeltern waren die tollen tänzerischen Einlagen der beiden Etzenrichter Kindergärten. Pünktlich am Sonntagnachmittag bescherte der vorherrschende „Altweibersommer“ ideale Rahmenbedingungen bei der „Kirwa-Olympiade“ und dem zeitnah stattfindenden Austanzen des Kirwabaums.
Zehn Paare, fast alle Mitwirkenden stammten aus dem Dorf, stellten die Kirwaleit für den Tanzboden. Die jungen Leute hatten seit einigen Wochen unter Regie von Sabine Ries mit Eifer und Kondition trainiert und die Schritte für den „Boarischen“, das „Trompetenecho“ und einen „Freestyle-Tanz“ zu „Lieschen, Lieschen“ einstudiert und perfektioniert. Musikalisch begleitet wurden die Paare wie immer von den „Hohlweglauerern“. Der hölzerne Tanzboden und der Baum für das Austanzen waren schonend für den Rasen an der Eckfahne auf dem Fußballplatz installiert.
Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Kirwaleit gab es im Anschluss noch ein Novum. Beim „Bonustanz“, einem „Boarischen“, wirkten zusätzlich mehr als ein Dutzend ehemalige Kirwapaare mit. Am Ende der tänzerischen Darbietungen, geschätzte 400 Zuschauer waren präsent, stellte sich nach dem üblichen und zielführenden Kreisen des Blumenstraußes das neue Oberkirwapaar vor. Lisa Heinze und Leonhard Beck beerben Janina Paul und Julian Schmalz in dieser Funktion bis zum nächsten Event in 2027.
Olympiade endet mit der Jungen Union als Siegerteam
In bewährter Weise übernahm Chefmoderator Maximilian „Mäx“ Rösch am frühen Nachmittag die Regie und führte die interessierte Fangemeinde und die teilnehmenden Teams durch die kurzweiligen, teils kniffligen und lustigen Wettbewerbe bei der „Kirwa-Olympiade“. Sechs kontrastreiche Spiele waren angesagt. Parcours und Stationen erforderten Geschicklichkeit, Wissen und Können. Dazu zählten ein Trinkspiel, das Schätzen von Werten und das finale Kräftemessen beim Maßkrugstemmen. Die Details waren zuvor top secret behandelt worden.
14 Teams hatten sich für den diesjährigen Wettbewerb gemeldet. Die mehr oder weniger fantasievollen Namen der Olympiateilnehmer: Breakpoint (TC Etzenricht), Schnapp macht das Krokodil (Kirwaverein Weiherhammer), Breakpoint (TC Etzenricht), 1. Mannschaft SVE, Mouchers (2. Mannschaft SVE), Mojito-Frühschopper (Kirwaleit Etzenricht), Kirwaclub Wernberg, Festdamen und Festburschen FFW Mantel, Cervezas (aus Spanien), Edeka Götz, Praise You FC, DENK.Blockade. Strahlende Sieger waren die Kandidaten der JU Etzenricht, gefolgt von der Wettkampfgruppe der örtlichen Feuerwehr und dem Team „GIG“ der Kirwaleit Weiherhammer.
Muskelkraft und Kondition waren beim Stemmen der Bierkrüge erforderlich, das wie im Vorjahr ins Zelt verlegt wurde. Als Gewinner wurde am Ende Moritz Bäumler vom Team „Mojito-Frühschopper“ ganz knapp vor Klaus Herrmann vom Team „1. Mannschaft SVE“ frenetisch gefeiert. Die diesjährige Besonderheit im Teilnehmerfeld: Sie war durch das Mitwirken der Mannschaft „Cervezas“ international besetzt. Die jungen Leute waren Besucher bei der Familie Kühner in der Ortschaft.
Beim traditionellen Umzug durch die Ortsstraßen am Samstag verstärkten Jugendliche aus der südtiroler Patengemeinde Algund die einheimische Formation. Das für die „Bierzelt-Musi“ engagierte Quartett, die jungen Burschen mit der Firmierung „D´Übler-Boum“ aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach, besitzen die Sensoren für den Geschmack der „Atzariada“-Fangemeinde. Sie hatten mehrmals schon für beste Stimmungslage beim Schwarz-Rot-Gold-Faschingsball in der Schulturnhalle gesorgt und waren der Anlass dafür, dass die Feier am Sonntagabend noch lange dauerte. Zum Finale gab es auch eine Einladung am Wochenende in die Nachbarschaft. Der Kirwaverein aus Weiherhammer war präsent und der Gegenbesuch ist fix im Terminkalender.
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