Feierliche Karwoche und Ostertage 2026 in Tännesberg
Feierliche Karwoche und Ostertage 2026 in Tännesberg
Zu den Feierlichkeiten der Kar- und Ostertage fanden viele Gläubige den Weg in die Kirche. Vom Einzug der künftigen Kommunionkinder mit ihren selbst gebastelten Palmbuschen am Palmsonntag bis zum Abschluß am Ostermontag mit einem feierlichen Gottesdienst in der Wallfahrtskirche St. Jodok, war das Kirchenschiff immer sehr gut besetzt.
Palmsonntag
Nach der Segnung der selbst gebundenen Palmbuschen durch Pfarrer Joseph, die symbolisch anstelle richtiger Palmzweige verwendet werden, mit denen Jesus beim Einzug in Jerusalem zugejubelt wurde, zogen die künftigen Kommunionkinder mit ihrer Verwandten feierliche vom Pfarrheim Tännesberg über den Marktplatz zur Pfarrkirche St. Michael, um den Gottesdienst zur Eröffnung der Karwoche zu feiern. Die musikalische Umrahmung gestaltete der Kirchenchor Tännesberg mit der „Haydn-Messe“ und Zwischengesängen. Vor dem Kirchengebäude boten Mitglieder des Frauenbundes symbolträchtigen Osterschmuck für zu Hause an.
Gründonnerstag
Beim Gottesdienst wird an das Letzte Abendmahl Jesu mit seinen Aposteln erinnert und zugleich seine Passion eingeleitet. „Mit dem Gründonnerstag gehen wir ein auf die wichtigsten Tage in unserem Glauben. Jesus lädt uns ein, die Tage mit ihm zu gehen“, so Dekan Alexander Hösl. Nach dem Gloria schwiegen sowohl die Glocken als auch die Kirchenorgel. Die musikalische Umrahmung gestaltete der Kirchenchor unter der Leitung von Rudi Schneider mit Auszügen aus der „Turmkäser-Messe von Fridolin Limabacher. Die anschließende Betstunde mit der „Ölbergandacht“ gestaltete die Marianischen Männerkongregation.
Karfreitag
Beim traditionellen Kreuzweg an Karfreitag versammelten sich bei sonnigen aber kühlen morgendlichen Temperaturen weit über hundert Gläubige, um die Stationen den Schloßberg hinaufzubeten. Gut besucht war der Wortgottesdienst um 15 Uhr, zur überlieferten Todesstunde Jesu, mit den biblischen Lesungen und großen Fürbitten, die den alten und eigentlichen Kern der Feier vom Leiden und Sterben Christi bilden. Höhepunkt der Wortfeier war die Verkündigung des Leidensevangeliums Christi (Passion) nach dem Evangelisten Johannes. „Die Klage des sterbenden Erlösers an sein Volk“ trug gesanglich Solist Alexander Ebnet, begleitet vom Kirchenchor, vor.
Osternacht
Die Feier der hochheiligen Osternacht, die den Durchgang durch den Tod zum Leben sakramental nachvollzieht, ist der Höhepunkt der drei österlichen Tage vom Leiden, vom Tod und von der Auferstehung des Herrn. Nach Segnung des Osterfeuers außerhalb der Kirche, Bereitung und Entzündung der Osterkerze und Einzug mit der Osterkerze unter dem dreimaligen Ruf „Lumen Christi“ in die dunkle Kirche, wurde allen Gläubigen das Licht der Osterkerze gereicht. Beim Gloria läuteten alle Glocken und die Orgel erklang wieder. Dabei wurden die Altarkerzen entzündet. Nach der Taufwasserweihe erneuerten die Gläubigen ihr Taufversprechen und wurden mit dem soeben geweihten Taufwasser besprengt. Die anschließende feierliche Eucharistiefeier wurde vom Kirchenchor mit der Fortsetzung der „Turmbläser-Messe“ umrahmt. Zwölf Ministrantinnen und Ministranten leisteten ihren Dienst zur würdigen Gestaltung der von Pfarrer Joseph in Kozelebration mit Diakon Janusz Szubartowicz zelebrierten Liturgie.
Ostermontag
Bei einem individuellen Marsch zur Wallfahrtskirche „St. Jodok“ wurde an die zwei Jünger erinnert , denen auf dem Weg nach Emaus der Erlöser erschienen ist. Dort angekommen, laden die Jünger den Mann in die Herberge ein. Er bricht am Tisch das Brot, und in diesem Moment erkennen sie Jesus, der aber vor ihren Augen verschwindet. Sie kehren sofort um, erreichen noch in der Nacht wieder Jerusalem und erzählen den dort noch versammelten Jüngern von ihrem Erlebnis. Der feierliche Gottesdienst wurde vom Kirchenchor Tännesberg mit der „Vater-Unser-Messe“ von Lorenz Maierhofer musikalisch umrahmt.









