Festliche Wimpelübergabe beim OWV-Jubiläum in Floß

Festliche Wimpelübergabe beim OWV-Jubiläum in Floß
Der Festtag des Oberpfälzer Waldvereins, Zweigverein Floß und Umgebung, aus Anlass seines 100-jährigen Gründungsjubiläums, hatte mit der Wimpelwanderung von der Flosser Mehrzweckhalle durch den 1.078-jährigen Markt seine besondere Note.
Wimpelwanderung durch den 1.078-jährigen Markt Floß
Ortsvorsitzender Markus Staschewski hatte sich mit seinem Arbeitsteam zur Vorbereitung des Festes etwas Besonderes einfallen lassen. Die sonst übliche Wanderung durch Wald und Flur erstreckte sich in Floß auf das Marktgebiet mit markanten Kulturgütern.
Über das Wohnbaugebiet „Am hohen Baum“ führte die Wanderstrecke in die Flossenbürger Straße zum Judenfriedhof. Dort gab es durch den Wanderführer eine kurze Erzählung über die Friedhofsanlage, die heute noch über 400 Grabstellen aufweist. Der Weg führte in die Schönbrunner Straße zur kleinen und großen, früheren Eisenbahnlinie der Strecke Floß–Flossenbürg, über den Ortsweg Am Schlossgarten zum Rathausplatz.
Festliche und feierliche Wimpelübergabe
Die Überraschung für alle Heimatfreunde und Wanderteilnehmer war perfekt. Es präsentierten sich die historische Flosser Landwehr und Leutnant Manfred Bäuml, die auch mit einem Einzel- und Ehrensalut aufwarteten. Prächtige Blasmusik bot die Flossenbürger Blaskapelle unter Leitung von Franz Völkl, die den feierlichen Akt der Wimpelübergabe musikalisch begleitete. Der Wimpel des Hauptvereins kam aus Vohenstrauß. Eine Delegation des OWV Vohenstrauß hatte die ehrenvolle Aufgabe, den Wimpel an die Flosser Mannschaft zu übergeben. Welch eine Ehre für die Flosser. Bürgermeister Robert Lindner war dafür auserwählt, den Wimpel für die Flosser in Empfang zu nehmen.
Besuch von Synagoge und Porzellansammlung
Der historische Teil der Wanderung führte mit der Blaskapelle weiter zum Luitpoldplatz und zum Herzstück des Marktes, der Marktplatzanlage. Von der Unteren Bachgasse, dem kleinen Venedig, ging es über die Steintreppe zum Judenberg und zur Synagoge. Wieder gab es eine angenehme Überraschung: Der OWV-Jubelverein wartete neben der Besichtigung der Synagoge mit der Porzellan-Privatsammlung mit Stücken aus der früheren Porzellanfabrik Plankenhammer der Eheleute Norbert und Karin Stahl auf. Der Wanderführer gab einen kleinen geschichtlichen Abriss der früheren, über 342-jährigen jüdischen Geschichte. Die OWV-Frauen mit Renate Staschewski hatten für die Wanderer eine angenehme Theke mit allerlei Getränken aufgewartet. Die Wanderer hatten Interesse an Synagoge und Porzellansammlung, die besichtigt wurden. Der Heimweg zur Mehrzweckhalle erfolgte über das prächtige Kleinod des Nikolausberges und die über 300-jährige St.-Nikolaus-Kirche.
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