Heimatgefühl ist entscheidend: OWV Floß feiert 100 Jahre

Heimatgefühl ist entscheidend: OWV Floß feiert 100 Jahre
In der nunmehr 100-jährigen Geschichte des Oberpfälzer Waldvereins, Zweigverein Floß und Umgebung, wird der 10. Oktober 2026 einen markanten Platz einnehmen. Nicht wie sonst üblich, wurde tagelang groß gefeiert. Es war nach Abschluss der 95. Jahreshauptversammlung des Hauptvereins Weiden eine überaus eindrucksvolle Festversammlung, die durch den Festvortrag von OWV-Ortsvorsitzendem Markus Staschewski ihren absoluten Höhepunkt hatte. Dabei ist gerne festzuhalten, dass der vorgesehene Festvortrag von Petra Vorsatz leider ausfallen musste. Staschewski sprang spontan ein und befasste sich mit dem Symbol des OWV und auch der Vereinszeitschrift, der Arnika.
Jubiläumsabend mit Wimpelwanderung
Einen festlichen Auftakt für den Flosser Waldverein gab es ab 16 Uhr mit der Wimpelwanderung, angeführt vom Vorsitzenden Markus Staschewski, die zu einem eindrucksvollen Erlebnis wurde – wir berichten darüber.
Musik und Willkommensgrüße im Forum Floß
Schmissig und flott stimmten im Fred-Lehner-Saal des Forums Floß (Mehrzweckhalle) die Wirtshausmusikanten aus Flossenbürg unter Leitung von Herbert Kraus ein. Ortsvorsitzendem Markus Staschewski war es vorbehalten, den Ehrengästen, Gästen und Besuchern ein herzliches Willkommen zuzurufen. Der Flosser Heimatfreund Gerhard Kühner glänzte mit seinem Heimatgedicht „Willkommensgruß vom Waldverein“. Stellvertretender Hauptvorsitzender Alois Lukas überbrachte die Grüße des Weidener Hauptvereins. Unter ihnen befanden sich Bezirkstagspräsident Franz Löffler, MdL Dr. Oettinger, MdL Nico Bäumler, stellvertretende Landrätin Andrea Lang und Bürgermeister Robert Lindner. Seine aufgeschlossenen Dankesworte galten dem Jubelverein aus Floß, der zum festen Stamm des Hauptvereins gehört.
Lustig und fröhlich ging es mit dem Sketch von Brigitte Beer und Gerhard Kühner, zwei großartigen Laienschauspielern, und dem Stück „Leberkäs“ weiter.
Chronik des Jubelvereins und Heimatgefühl
Die Festversammlung hatte mit dem Vortrag von OWV-Vorsitzendem Markus Staschewski einer ihrer Höhepunkte. Der Redner ging zunächst auf die Chronik des Jubelvereins ein, als dem Hauptverein Weiden durch Oberlehrer Leonhard Bär per Postkarte berichtet wurde, dass der Zweigverein Floß am 1. Januar 1926 in Wirksamkeit getreten ist. Der OWV Floß hat 100 Jahre auf dem Buckel und ist Teil der schönen Landschaft des Oberpfälzer Waldes für Wanderer und Urlauber. Er erschließt auch Ortschaften, Einöden und Weiler. Das Entscheidende dabei ist das „Heimatgefühl“.
Das Thema seines Vortrages war dem Symbol des OWV und auch der Vereinszeitschrift, der „Arnika“, gewidmet. Staschewski sprach von einer Leitart und einem Indikator für intakte Natur, einer Lebensspenderin. Die Arnika ist für den Oberpfälzer Waldverein deshalb ein Symbol, weil sie charakteristische Heilpflanze der regionalen Bergwiese ist. Sie verkörpert ideal den Naturschutz, die Heimatpflege und die Verbundenheit zur regionalen Flora und ist somit Repräsentantin unserer Heimatnatur. Sie hat die Charaktereigenschaften der Genügsamkeit, Widerstandskraft und ihr Aussehen kann man auch als ein bisschen „zerzaust“ beschreiben.
OWV bleibt unverzichtbar
Abschließend hielt der Referent fest: „Unser OWV ist kein altertümlicher Owehh-Verein, der keine Funktion, keine Zukunft mehr in unserer Gesellschaft hat. Als Heimat-, Natur- und Wanderverein sind wir unverzichtbar hier in der nördlichen Oberpfalz. Die OWV-Zweigvereine haben Zukunft“, bekräftigte der Referent unter dem Beifall der Zuhörer.
Unterhaltsam die musikalischen Vorträge der Wirtshausmusikanten, denen die Flosserin Karin Staschewski mit ihrem Gedicht „Oberpfälzer Land“ folgte.
Grußworte aus Politik und Institutionen
Eine Festversammlung nicht ohne Grußworte: Sie sprachen Bürgermeister Robert Lindner, Oberbürgermeister Dr. Benjamin Zeitler, stellvertretende Landrätin Andrea Lang, Andreas Weinberger vom Forstbetrieb Flossenbürg, Albert Bergmann für die Sparkasse Nordoberpfalz und Bezirkstagspräsident Franz Löffler. Alle Redner stellten die gelebte Heimatverbundenheit, die Menschenbegleitung und die Natur- und Landschaftspflege heraus. Die OWV-Zweigvereine haben eine mächtige Aufgabe im Dienste der Heimat. Ihre großartigen Leistungen für das kulturelle und gesellschaftliche Leben im Markt sind nicht mehr wegzudenken.
Wieder zeigten sich Brigitte Beer und Gerhard Kühner von ihrer schönsten Seite mit ihrem Sketch „Jungfrau im Walde“. Noch bevor es zur Ehrung verdienter, langjähriger und treuer Mitglieder kam, unterhielten die Wirtshausmusikanten den Festabend im familiären Kreis der Heimatfreunde.
Ehrungen langjähriger Mitglieder
Die Auszeichnungen und Ehrungen nahmen Michael Koller, Margit Meßer und Alois Lukas vor.
Mit einer besonderen Überraschung wartete OWV-Vorsitzender Markus Staschewski auf. Die Vorstellung des 40 Kilometer langen Wanderwegprojekts entlang der Grenzen des Flosser Landes unter dem Thema „Freundschaftsweg“ führte zu einem Spiegelbild unserer schönen oberpfälzischen Heimat, des Flosser Amtes und des Neustädter Landkreises. Bildmaterial vom Flosser Reinhold Seiz, das Gäste und Besucher in den Bann der Verzückung setzte. Motive, die man bisher so nicht kannte und die Zuschauer zum Erstaunen brachten. Allein dieser Filmstreifen war schon den Besuch der Festversammlung wert.
Ausklang des Festabends
Die Schlussworte sprach Michael Koller, der einen großartigen, heimatverbundenen Festabend, der noch lange in Erinnerung bleiben wird, abschloss.
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