Feuerwehr startet neue Ära in Kirchenlaibach

Feuerwehr startet neue Ära in Kirchenlaibach
Baubeginn des Dorftreffs, 150-jähriges Feuerwehrjubiläum 2028, Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Speichersdorfer und Zeulenreuther Wehr, neues Einsatzabschnittsleiterfahrzeug – den Brandschützern stehen große Aufgaben ins Haus. In der Jahreshauptversammlung sprach Bürgermeister Christian Porsch zum Jahreswechsel 2025/2026 vom Beginn einer „neuen Ära“. Er informierte, dass zum neuen Dorfgemeinschaftshaus zwischenzeitlich der Förderbescheid und die Baugenehmigung vorliegen. Das Baufeld sei frei.
Dorfgemeinschaftshaus und neue Ausrüstung
Die Ausschreibung für Rohbauarbeiten ist erfolgt. Am 2. Februar werden im Gemeinderat die Bauarbeiten vergeben. Weitere Gewerke werden folgen. An die Kameraden ging die Bitte, sich mit Eigenleistungen einzubringen.
Mit dem neuen Einsatzabschnittsleiterfahrzeug (EALF Mehrzweckfahrzeug 11/1) sei die Wehr bei Hilfsleistungskontingenten in anderen Regionen gefordert. Im Januar wird der neue hydraulische Rettungssatz ausgeliefert, der den bisherigen Rettungssatz ersetzt. 200.000 Euro hat die Gemeinde in 2025 in die Kirchenlaibacher Wehr investiert und 2.300 Euro an freiwilligen Leistungen gezahlt. Dank galt der Wehr für die Verköstigung beim Familienfest am Rathausplatz mit dem Grillwagen.
Vorbereitung auf das 150-jährige Jubiläum 2028
Groß gefeiert wird das 150-jährige Feuerwehrjubiläum im Jahr 2028, so zweiter Vorsitzender Michael Hartmann. In der Jahreshauptversammlung wurden für den Festausschuss die personellen Weichen gestellt. Stattliche zwölf Bewerber stellten sich zur Wahl. Die Mitglieder schickten Sebastian Gräbner, Max Götz, Nick Müller, Celine Spiersch und Julian Schirmer in das Gremium, das vom engeren Vorstand unterstützt wird. Wie Hartmann in diesem Zusammenhang ankündigte, soll aufgrund geänderter gesellschaftlicher Rahmenbedingungen die Amtszeit der Vorstandschaft von sechs auf drei Jahre verkürzt werden. Die Beratung und Beschlussfassung mit Änderung der Satzung erfolgt in der Jahreshauptversammlung am 6. Januar 2027.
Vereinsleben: Aktionen und Termine
Auch sonst ist der 146 Mitglieder zählende Feuerwehrverein gut aufgestellt. Mit Erfolg und großer Resonanz wurden ein vereinsinterner Preisschafkopf, das Maibaumaufstellen, die Vatertagswanderung, das Johannisfeuer und das Dorffest organisiert. Neben der Baumpflanzchallenge wurden der Volkstrauertag und der Weihnachtsmarkt am Dorfplatz mitgestaltet. Mit starken Abordnungen war man bei der Christbaumversteigerung in Plössen, beim Heringsessen in Speichersdorf und beim Florianstag, bei der Fronleichnamsprozession sowie bei Festen, berichtete Vereinsvorstand Jürgen Kaufmann.
Einsätze und Ausbildung der Aktiven
Kommandant Christian Hummer berichtete von 32 Brandeinsätzen, technischen Hilfeleistungen und Sicherheitswachen der 43 Aktiven; darunter 13 Atemschutzgeräteträger. In 75 Übungen mit 1.388 Stunden wurde die Einsatzbereitschaft trainiert. Zwölf Aktive legten die Leistungsprüfung Wasser ab.
Jugend- und Kinderfeuerwehr im Fokus
41 Übungen und Aktionen, darunter Ramadama-Aktionen, ein erlebnisreiches Zeltlager in Waischenfeld mit Besuch der Malteser-Station, Teufelshöhle und Kajakfahren, die Mitgestaltung des Tag des Kindes der Falken mit zwei Stationen und Johannisfeuer, absolvierte die Jugendwehr um Jugendwart Max Götz und Stellvertreter Wolfgang Schirmer. Jugendsprecher sind Jonas Etterer und Luca Kunnert. Drei Jugendliche wechseln in den aktiven Dienst. Neben Wissenstest und Jugendflamme eins trat man beim Jugendleistungsmarsch und der Olympiade an und belegte Platz 19. Ab 2026 werden gemeinsam einmal im Monat Übungen mit der Jugendfeuerwehr Speichersdorf abgehalten, kündigte zweiter Kommandant Martin Heier an. Vermehrt sollen auch Wettbewerbe gemeinsam bestritten werden. In 19 Übungen wurden 13 Kinder, so Nick Müller, mit Spiel und Spaß an die Aufgaben der Feuerwehr herangeführt. Highlight war der Besuch der Feuerwache Bayreuth.
Finanzen und Förderung
Dank der guten Resonanz bei den Veranstaltungen sowie Zuwendungen der Gemeinde und Spenden konnte ein Überschuss erwirtschaftet werden, so Kassier Konrad Walter. Mit 5.000 Euro beteiligte sich die Wehr an der Anschaffung des neuen Mehrzweckfahrzeugs.
Wertschätzung durch Kreisbrandmeister
„Hut ab“, so Kreisbrandmeister Jürgen Küffner für das investierte Engagement in der Kinder- und Jugendfeuerwehrarbeit. Im Atemschutz klappt die Zusammenarbeit mit Zeulenreuth und Plössen hervorragend. Die Zusammenarbeit mit Speichersdorf wächst ebenfalls. Die Einsatznachbereitung und Stärkemeldung wertete er als vorbildlich. Aktuell wurden Hilfsleistungskontingente für verschiedene Großschadenslagen vorgeplant, so der Unterkreischef. Dadurch können sich auch die Feuerwehren besser auf solche Einsätze vorbereiten. Kirchenlaibach sei hier mit dem EALF fest eingeplant. Unter anderem im Waldbrandmodul sei Kirchenlaibach mit dem EALF eine feste Komponente. Hier ist für 2026 eine Großübung geplant. Den Jugendleistungsmarsch kündigte Küffner für den 4. Juli 2026 in Weidenberg an.




