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Flurneuordnung stärkt Artenvielfalt in Röckenricht

Röckenricht. Die Flurneuordnung stärkt Artenvielfalt und Landwirtschaft: neue Wege, eine Obstbaumreihe und naturnahe Weide mit Totholz, Steinen und Gehölzen. Mähgutübertragung und Infotafel vernetzen Lebensräume und Wissen.

Röckenricht. Die Flurneuordnung stärkt Artenvielfalt und Landwirtschaft: neue Wege, eine Obstbaumreihe und naturnahe Weide mit Totholz, Steinen und Gehölzen. Mähgutübertragung und Infotafel vernetzen Lebensräume und Wissen.
Die Beteiligten freuen sich über die neue Informationstafel zur Beweidung. Foto: Marianne Badura, ALE Oberpfalz

Flurneuordnung stärkt Artenvielfalt in Röckenricht

Im Flurneuordnungsverfahren Röckenricht in der Gemeinde Neukirchen b. Sulzbach-Rosenberg werden Wege für die Landwirtschaft gebaut und Projekte für die Artenvielfalt umgesetzt. Dazu gehört auch das Pflanzen einer Obstbaumreihe an der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Lockenricht und Röckenricht. Diese wurde entlang einer extensiv genutzten Weidefläche für Ziegen und Pferde realisiert. Die Flächen sind besonders artenreich. Es gibt viele Tagfalter, Heuschrecken und Wildbienen, die dort reichlich Nahrung finden.

Artenvielfalt durch Flurneuordnung in Röckenricht

Bewirtschafterin Bärbel Rüb kam es beim Anlegen der Weidefläche in Absprache mit dem Landschaftspflegeverband Amberg-Sulzbach sehr auf Strukturen aus Totholz, großen Feldsteinen und einzelnen Gehölzen an, da Ziegen sehr neugierige Tiere sind, die Abwechslung suchen. Die Strukturen bieten zusätzlich wertvollen Lebensraum für viele Vogelarten und Reptilien. Zusammen mit der Obstbaumreihe ergibt sich eine wertvolle ökologische Verbindungslinie zur weiter unten gelegenen Waldfläche. All dies wird auf einer neuen Infotafel näher erläutert. Aus ökologischer Sicht ist es wichtig, mit Rainen, Hecken und Baumreihen in der Feldflur Verbindungen zwischen ökologisch wertvollen Strukturen zu schaffen, um so den Biotopverbund zu verbessern. Naturnahe Weideflächen mit ihrer Insektenvielfalt bieten zudem wertvolle Nahrungsflächen für Fledermäuse, die es im Naturraum des Oberpfälzer Jura mit seinen zahlreichen Höhlen noch gibt.

Mähgutübertragung stärkt heimische Flora und Fauna

Im vergangenen Jahr wurde im Verfahrensgebiet auch eine sogenannte Mähgutübertragung durchgeführt: Dabei ist Mähgut von einer nahegelegenen artenreichen Wiese auf den Waldsaum entlang des neu gebauten Weges ausgebracht worden. Auf diese Weise werden Samen möglichst vieler heimischer Kräuter und Gräser auf die neue Fläche gebracht und schnell wertvolle Lebensräume für die heimische Flora und Fauna entwickelt. Landwirt Reinhard Pickelmann und Reinhard Frank, Fachwirt beim Verband für Ländliche Entwicklung, führten die Arbeiten gemeinsam und mit sehr viel Engagement durch.

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