Spatenstich für neue Förderstätte in Sulzbach-Rosenberg

Spatenstich für neue Förderstätte in Sulzbach-Rosenberg
Mit dem symbolischen Spatenstich hat in der Eisenhämmerstraße 30a offiziell der Bau einer neuen Förderstätte begonnen. Bis Ende kommenden Jahres entsteht dort ein modernes, barrierefreies Gebäude für 24 Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf – Menschen, die aktuell nicht, bisher nicht oder nicht mehr in einer Werkstatt tätig sein können.
Moderne Förderstätte für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf
Die neue Einrichtung der Jura-Werkstätten Amberg-Sulzbach soll weit mehr sein als ein funktionaler Betreuungsort. Geplant ist ein Raum für Förderung, Begegnung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben – mit Angeboten, die individuelle Fähigkeiten stärken und den Alltag strukturieren.
Architektonisch setzt das Projekt auf Nachhaltigkeit und Nutzerorientierung. Der Neubau wird überwiegend in Holzbauweise errichtet und soll eine freundliche, natürliche Atmosphäre schaffen. Begrünte Dachflächen, eine Photovoltaikanlage zur Stromgewinnung sowie eine Hackschnitzelheizung gehören zum Energiekonzept. Zugleich wurde besonderer Wert auf Barrierefreiheit gelegt: Das gesamte Gebäude wird ohne Hürden zugänglich sein. Auch Details wie unterschiedlich angeordnete Fensterhöhen wurden bewusst so geplant, dass alle Nutzerinnen und Nutzer gleichermaßen am Alltag und ihrer Umgebung teilhaben können.
Nachhaltige Bauweise und Barrierefreiheit im Fokus
„Die Förderstätte ist ein Herzensprojekt für uns. Das spiegelt sich auch in unserem Planer-Team wider. Wir wollten ein Gebäude schaffen, das optimal auf die Bedürfnisse der späteren Nutzerinnen und Nutzer abgestimmt ist“, sagte Architekt und Geschäftsführer der PURE Gruppe, Mario Mirbach.
Zum Spatenstich waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft gekommen. Ihre breite Unterstützung machte deutlich, welche Bedeutung dem Projekt für die Region und für Menschen mit Behinderung beigemessen wird.
Politische Unterstützung und Förderung
Thomas Thumann, Stellvertreter des Bezirkstagspräsidenten der Oberpfalz, betonte die gesellschaftliche Relevanz des Vorhabens. Der Bezirk Oberpfalz unterstützt den Bau mit 670 000 €. „Hier entsteht eine tolle Möglichkeit für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf, ihr Leben sinnvoll zu gestalten.“
Die Bundestagsabgeordnete Susanne Hierl (CSU) hob die Verantwortung einer solidarischen Gesellschaft hervor: „Es ist toll, wenn man sieht, wie ein solch neues Gebäude entsteht und sieht, wie Sie sich kümmern, dass die Menschen, die in Ihren Einrichtungen sind, gut betreut werden. Denn der Wert einer Gesellschaft zeigt sich daran, wie man mit den Schwächsten in einer Gesellschaft umgeht.“
Menschenwürde im Mittelpunkt
Auch der Bundestagsabgeordnete David Mandrella (SPD) stellte den gesellschaftlichen Auftrag in den Mittelpunkt und verwies auf Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Gerade in Zeiten, in denen die Sprache roher wird und Fördermittel nicht selbstverständlich sind, ist es wichtig, an diesem Wert festzuhalten und solche Projekte zu unterstützen.“
Der Landtagsabgeordnete Dr. Harald Schwartz (CSU) würdigte den Mut der Projektverantwortlichen: „Sie wagen Neues und möchten etwas erreichen. Dafür sind wir Ihnen dankbar.“
Weitere Stimmen aus Landtag und Kommune
Bernhard Heinisch (Freie Wähler), Mitglied des Bayerischen Landtags, dankte für die Zusammenarbeit und wünschte dem Bauprojekt einen erfolgreichen Verlauf.
Auch kommunale Vertreter unterstrichen die Bedeutung des Neubaus. Bürgermeister Stefan Frank sprach von einer wichtigen Stärkung des Standorts Sulzbach-Rosenberg: „Mit diesem Projekt schaffen wir ein weiteres Angebot für Menschen mit Behinderung – einen Ort, an dem sie würdig unterkommen, Teil der Gesellschaft sind und sich einbringen können.“
Regionale Unterstützung und persönliche Worte
Stefan Braun, stellvertretender Landrat des Landkreises Amberg-Sulzbach, bezeichnete die Förderstätte als „wichtiges Projekt für die Region und unsere Mitbürger mit Handicap“ und dankte Förderstellen und Planungsverantwortlichen.
Persönlich wurde es in den Worten von Tuncer Ayten, 3. Bürgermeister der Stadt Amberg: „24 Familien werden Sie mit diesem Projekt ein Lächeln auf die Lippen zaubern – Familien, die durch dieses Angebot Unterstützung und Entlastung erfahren.“
Ausblick
Mit dem Baustart beginnt nun die Umsetzung eines Projekts, das bauliche Qualität mit sozialem Anspruch verbinden will – und das Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf künftig neue Möglichkeiten für Teilhabe, Förderung und Gemeinschaft eröffnen soll.
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