Fortschritte bei Generalsanierung der Denkfabrik in Grafenwöhr

Fortschritte bei Generalsanierung der Denkfabrik in Grafenwöhr
Generalsanierung der Grafenwöhrer „Denkfabrik“ am Marktplatz macht Fortschritte. Hell, freundlich, großzügig, gediegen und nachhaltig: Enkeltauglich sollen die Verwaltungsgebäude der Stadt werden. Davon überzeugt sich der Bauausschuss des Stadtrates bei einem Ortstermin und beschließt weitere Detaileinrichtungen.
Baufortschritt nach Baustopp in Grafenwöhr
Endlich geht es gut voran. Nach einem langen Baustopp wegen langwieriger archäologischer Untersuchungen kann nun die Eschenbacher Baufirma Dunzer Tempo machen. Schutzhelme in Weiß und Gelb symbolisierten bei einem Ortstermin der Ratsmitglieder mit Bürgermeister Edgar Knobloch und der Bauverwaltung die rege Bautätigkeit im Gebäudekomplex. Es herrscht Hochbetrieb in der künftigen städtischen „Denkfabrik“.
Platz auch für Polizei und Stadtwerke
Die fortgeschrittenen Betonarbeiten vermitteln einen ersten Eindruck über die Innenstruktur des Großprojekts. Barrierefreiheit, ein großzügiges Foyer, Büroräume, das künftige Standesamt, ein großes Trauungszimmer mit geplanter Glasfassade mit direktem Ausgang in Richtung der Mariä-Himmelfahrt-Kirche, Stadtarchiv, flexible Arbeitsräume, dazu EDV- und Sozialräume und Registratur: Es wird viel Platz geben in der künftigen Verwaltungsresidenz. Eine Gesamtgeschossfläche von zirka 1.800 Quadratmetern ermöglicht neben der Rückkehr der Verwaltung auch die Nutzung von Räumen durch die Polizei und die Stadtwerke.
„Platz genug für die nächsten Generationen mit zeitgemäßer Ausstattung, die sich an künftigen Herausforderungen orientiert. Ein Projekt, das allerdings auch den Stadtsäckel schrumpfen lässt. Die Kostenschätzung liegt zwischen zehn und elf Millionen Euro. Hohe Städtebaufördermittel des Freistaates relativieren die gewaltige Investitionssumme.“ Mit der Fertigstellung rechnet Bürgermeister Edgar Knobloch bis Mitte 2027.
Hohe Hygienestandards im Sanitärbereich
In Fortsetzung des Ortstermins traf sich das Gremium zur Bauausschusssitzung im Sitzungssaal des Rathauses. Dabei ging es um Details zum Armatureneinbau in den sanitären Bereichen, die teilweise auch der öffentlichen Nutzung dienen. Aus hygienischen Gründen regte der Bürgermeister den Einbau infrarotgesteuerter, kontaktloser Wasser- und Seifenspender an. Anstelle von unhygienischen Händetrocknern sollen Spender für Einweghandtücher eingebaut werden. Jeweils in zeitgemäßer, hochwertiger und praktischer Ausführung, hieß es in der Sitzung.
Die berührungslosen Bedienungen enden vor den WCs. Für die WC-Spülungen sollen zweiteilige Drückerplatten verwendet werden. Diese Überlegungen decken sich bereits mit den Wünschen in der Ratssitzung am 19. Februar 2026 und mit den Vorstellungen der Verwaltung. Vor zu viel Technik warnte Ratsmitglied Thomas Schopf mit Blick auf Erfahrungen in staatlichen Gebäuden. „Ein hoher Technikeinsatz kostet Geld und ist reparaturanfällig.“ Einstimmigkeit herrschte beim Beschluss, die entsprechende Ausschreibung in Edelstahlausführung vorzunehmen.
Brückenprüfungen bis 2031 vergeben
Nach einer aufgehobenen Geheimhaltung eines Beschlusses aus dem nichtöffentlichen Teil der Bauausschusssitzung vom 1. Dezember 2025 berichtete Bürgermeister Edgar Knobloch über eine Auftragsvergabe für Brückenprüfungen in städtischer Zuständigkeit. Die Vergabe erfolgte in Höhe von 3.570 Euro an das Ingenieurbüro Trösch in Amberg. Die Prüfungen erstrecken sich über einen Zeitraum bis 2031.




