Frühschoppen der Kirwa belebt den Marktplatz in Floß

Frühschoppen der Kirwa belebt den Marktplatz in Floß
Den Beweis dafür hat der gestrige Sonntag von zehn bis zwölf Uhr in der Marktplatzanlage angetreten. Wenn sich auch so vieles gegenüber früherer Zeit bei der Flosser Kirchweih geändert hat, der Frühschoppen am Sonntag in der Marktplatzanlage ist bis heute nicht untergegangen. Und das ist gut so.
Frühschoppen als lebendige Tradition in Floß
Entscheidend dafür war die Bereitschaft des Ländlichen Burschenvereins Floß und Umgebung, als diesjähriger Veranstalter des riesigen Events im Festzelt ein 100-Liter-Fass Freibier zur Verfügung zu stellen. Zum anderen ist es der Markt, der an dieser Tradition festhält und für den musikalischen Teil durch ein kleines Blasmusikkonzert der Flossenbürger Blaskapelle unter Franz Völkl sorgt. Alles spielt zusammen, denn das Auftreten und der Ehrensalut durch die Flosser Landwehr dürfen natürlich nicht fehlen. Erstmals übernahm der neue erste Kommandant Willi Hirsch das Kommando.
Erinnerungen an frühere Zeiten im Markt
Nur die ältere Generation kann sich noch an den großen Festplatz mitten im Herzen des Marktes erinnern, wo das zweistöckige Karussell Rössler mit Kettenkarussell und Schiffschaukel, dazu noch der vollgestopfte Festplatz mit vielen auswärtigen Fieranten, Anziehungspunkte bildeten, die das Zentrum des Marktes belebten. Die Gast- und Wirtshäuser im Markt und im Flosser Land hatten zur Einkehr eingeladen und waren drei Tage voll besetzt, Küche und Keller boten das Beste. Von den Tanzsälen im Bräuhäusl, im Kellerhäusl und in der Bahnhofsgaststätte gar nicht zu reden. Das alles hat sich vor mehr als 40 Jahren am Kirwa-Sonntag abgespielt, ist aber heute Vergangenheit.
Heute beschränkt sich das Kirchweihfest am Sonntagvormittag in der Marktplatzanlage auf ein Minimum. Trotzdem: Es findet statt.
Gottesdienste, Anzapfen und Musik
Nach den Festgottesdiensten in den Kirchen der beiden Konfessionen, der St. Johannes-Baptista-Kirche (evangelisch) und der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer (katholisch), gab es in der Marktplatzanlage ein Stelldichein. Obligatorisch gehört das Anzapfen des Bierfasses zum Auftakt der gut zwei Stunden durch Bürgermeister Robert Lindner dazu. Es reichte ein Hammerschlag. Das ist reibungslos geschehen und dem Fest wurde ein froher und schöner Verlauf gewünscht. Musikalische Klänge verschönerten den Vormittag.
Mit der Flossenbürger Blaskapelle unter der Leitung von Franz Völkl hat der Markt eine Stammkapelle beauftragt, die es versteht, die festlichen Stunden zu verschönern. Dabei stehen Geselligkeit und Unterhaltung ganz oben an. Eigentlich ein richtiger Familientag, den man nicht missen möchte.
Historische Landwehr beeindruckt
Das Highlight ist zweifellos der Auftritt der historischen Gruppe der Flosser Landwehr. Begleitet von den Marketenderinnen marschierten die Aktiven erstmals unter dem stellvertretenden Kommandanten Manfred Bäuml vom Flosser Brauhaus über die Freiherr-Lichtenstern-Straße zum Marktplatz. Dort gab es zunächst eine Meldung des Kommandanten Willi Hirsch an den obersten Dienstherrn, den Bürgermeister. Das Kommando übernahm der Kommandant. Es folgte der Ehrensalut. Zuerst gab es Einzelschüsse, dann den mächtig donnernden Gesamtsalut. Ein prächtiges Erlebnis und Hallo. Alles ging hervorragend und ohne Probleme über die Bühne. Die Landwehrler hatten sich eine frische Maß verdient. Die Kirwa-Gäste waren über die vielen Fieranten erfreut, und die Kinder hatten ihren Spaß mit dem Karussell und der Schiffschaukel. Ein Vormittag, der bei der Kirwa nicht untergehen darf.
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