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Gemeinderatssitzung: Speinsharter Kindergarten wird bald Baustelle

Speinshart. Nun steht die Kindertagesstätte im Focus der Speinsharter Sanierungspläne. Die Gemeinde erreicht frohe Kunde.

Gemeinderatssitzung: Speinsharter Kindergarten wird bald Baustelle

Die Herausforderungen für die kleine Klostergemeinde reißen nicht ab. Mit der Modernisierung und der energetischen Sanierung der Kindertagesstätte beginnen die Speinsharter mit einem weiteren Großprojekt. Foto: Robert Dotzauer

Stets am Ball konnte Bürgermeister Albert Nickl die Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung über den Sachstand des Förderantrages zur Sanierung des Speinsharter Kinderhauses berichten. Informationen mit guten Nachrichten. Bei geschätzten Gesamtkosten von zirka 1,565 Millionen Euro darf die Klostergemeinde bei einer voraussichtlich förderfähigen Summe von 1,4 Millionen Euro mit einem Zuschuss in Höhe von 825.000 Euro rechnen. Die Mittel stammen aus dem Fördertopf des kommunalen Finanzausgleichs.

Unterbringung der Kinder

Zudem kalkuliert der Bürgermeister mit KfW-Fördermitteln des Bundes in Höhe von zirka 300.000 Euro speziell für die energetische Gebäudesanierung. Damit liege die voraussichtliche Förderhöhe im geschätzten Bereich. Zirka 400.000 Euro müsse die Gemeinde an Eigenmitteln stemmen, fasste der Sitzungsleiter zusammen. Albert Nickl geht von einem Beginn der Bauarbeiten im Sommer 2024 aus. Mit Problemen rechnet der Bürgermeister beim laufenden Kita-Betrieb.

Möglicherweise müsse die Kita vorübergehend teilweise oder gar vollständig in das Gemeindezentrum ausgelagert werden. Schlussfolgerung sei dann die nur noch teilweise Nutzung der Räumlichkeiten im Gemeindezentrum. Über die weiteren Überlegungen zur Unterbringung der Kinder während der heißen Bauphase versprach der Bürgermeister eine zeitnahe Unterrichtung. Nichts mehr im Wege steht einem Baubeginn zum Neubau der Kellerhausstraße.

Der Bürgermeister rechnet nach der Ausschreibung zum Monatswechsel mit einer Submission am 28. März 2024 und einer Auftragsvergabe in der Aprilsitzung des Gemeinderates. Zur Finanzierung kann die Gemeinde auf Fördermittel aus dem Topf des Amtes für Ländliche Entwicklung hoffen. Für die Grundstückseigentümer versprach der Bürgermeister in Kürze weitere Informationen im Rahmen einer Anliegerversammlung.

Betrag pro Einwohner

Gut zu sprechen sind die Speinsharter auch auf die Integrierte Ländliche Entwicklung im VierStädtedreieck (ILE). Der Bürgermeister informierte über die Genehmigung des Projekts „Spielplatz am Fuße des Barbaraberges“. Dabei handelt es sich um ein Investitionsvolumen von zirka 21.000 Euro, das aus dem Topf der ILE für Kleinprojekte mit 50 Prozent der Nettokosten, jedoch höchstens mit 9.000 Euro gefördert wird. In diesem Zusammenhang hofft der Gemeindechef auf freiwillige Arbeitsleistungen der Seitenthaler Einwohner. Näheres soll in einer Ortsversammlung besprochen werden.

Die ILE-Förderung ist für weitere Projekte in den Blick gefasst worden. Es fiel dem Gemeinderat leicht, dem ILEHaushalt 2024 zuzustimmen. Auf die Gemeinde entfällt eine Beteiligung von 4,5 Prozent. Nach Abzug der staatlichen Förderung für die Personalkosten errechnet sich bei 1141 Einwohnern ein Betrag von 8.855 Euro. Unter Berücksichtigung des Staatszuschusses wird der Gemeindesäckel mit 5.324 Euro belastet.

OTH Amberg-Weiden
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Jährlicher Förderbeitrag

Ungeduldig warten die Speinsharter auf die Inbetriebnahme der E-Ladesäulen, einem Projekt der Firma Qwello. Nachdem landkreisweit eine Vielzahl von Ladestationen derselben Firma in Betrieb gehen soll, kümmere sich nun der Landkreis um die zügige Fertigstellung, teilte der Bürgermeister mit. Informationen gab es zudem zum Breitbandprojekt der Gemeinde. Albert Nickl berichtete von einer „finalen Genehmigungsphase“ der Glasfaserplanung. Offen ließ der Sitzungsleiter die Frage nach dem Beginn der Verlegungsarbeiten. Ab Baubeginn rechnet Nickl mit einer Bauzeit von zirka zweieinhalb Jahren.

Freuen darf sich der BRK-Kreisverband. Die Ratsversammlung genehmigte eine Fördermitgliedschaft mit einem jährlichen Förderbeitrag von 50 Cent pro Einwohner. Hintergrund war ein Antrag des Rettungsverbandes an die Kommune, zur Finanzierung der vielfältigen Aufgaben mit einem hohen Defizitpotential in schwierigen Zeiten einen symbolischen Beitrag zu leisten.