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Gemeinsam gegen Rassismus, Hass und Gewalt

Tirschenreuth. Kooperationen schweißen Partnerschaften für Demokratieförderung zusammen. Wie sich die Teams engagieren und welche Auswirkungen das hat.  Uli Grötsch, Bundestagsabgeordneter der SPD, hat sich im Landratsamt Tirschenreuth über die Arbeit […]

Tirschenreuth. Kooperationen schweißen Partnerschaften für Demokratieförderung zusammen. Wie sich die Teams engagieren und welche Auswirkungen das hat.  Uli Grötsch, Bundestagsabgeordneter der SPD, hat sich im Landratsamt Tirschenreuth über die Arbeit […]
Informationsrunde (von links) mit Dr. Jennifer Scheffler von der Koordinierungs- und Fachstelle für Demokratie leben, MdB Uli Grötsch und Landrat Roland Grillmeier. Bild: Tirschenreuth/Stefan Malzer.

Gemeinsam gegen Rassismus, Hass und Gewalt

Tirschenreuth. Kooperationen schweißen Partnerschaften für Demokratieförderung zusammen. Wie sich die Teams engagieren und welche Auswirkungen das hat. 

Uli Grötsch Landrat Roland Grillmeier Tirschenreuth
Informationsrunde (von links) mit Dr. Jennifer Scheffler von der Koordinierungs- und Fachstelle für Demokratie leben, MdB Uli Grötsch und Landrat Roland Grillmeier. Bild: Tirschenreuth/Stefan Malzer.

Uli Grötsch, Bundestagsabgeordneter der SPD, hat sich im Landratsamt Tirschenreuth über die Arbeit der lokalen „Partnerschaft für Demokratie“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ informiert. Bei dem Gespräch haben neben Landrat Roland Grillmeier unter anderem Pressesprecher Walter Brucker und die Vertreter der Koordinierungs- und Fachstelle Dr. Jennifer Scheffler und Stefan Denzler teilgenommen. Sie haben vergangene und aktuelle Projekte vorgestellt und aktuelle Herausforderungen und Pläne für die Zukunft thematisiert.

Gemeinsam gegen Rassismus, Hass und Gewalt

Die Partnerschaft für Demokratie besteht im Landkreis seit 2015 und bringt die Kreisverwaltung mit unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren der Zivilgesellschaft an einen Tisch. Mit Hilfe zweier Fördertöpfe, in denen zusammen rund 45.000 Euro pro Jahr zur Verfügung stehen, werden Projekte von Vereinen und Schulen gefördert, die sich für Demokratie, Vielfalt und gegen Extremismus engagieren.

Landrat Grillmeier betont die Bedeutung des Programms „Demokratie leben!“ sowie allgemein des Themas Demokratieförderung für den Landkreis. So seien in den vergangenen Jahren schon viele wichtige Projekte umgesetzt worden, wie Kreisjugendring, Netzwerk Inklusion und Netzwerk „Aktiv gegen Rechtsextremismus“ für Demokratie und Toleranz als Beispiele.

Laut MdB Uli Grötsch sind für das Haushaltsjahr 2021 zusätzliche Mittel in Höhe von 35 Millionen Euro für das Bundesprogramm eingeplant. „Jeder zusätzliche Euro ist in diesem Programm gut angelegt“, ist sich der SPD-Abgeordnete sicher. Diese Mittelerhöhung unterstreiche die große Bedeutung, die die Bundesregierung dem zivilgesellschaftlichen Engagement für Demokratie und gegen extremistische Tendenzen, Rassismus, Hass und Gewalt beimesse.

Inklusion und Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Fokus

„Was wir jedoch dringend brauchen, ist auch eine dauerhafte Förderung der lokalen Partnerschaften für Demokratie wie hier im Landkreis Tirschenreuth. Wir haben als SPD-Bundestagsfraktion schon vor Jahren ein fertiges Demokratiefördergesetz vorgelegt, das genau das regelt. Ich nehme in Berlin erfreulicherweise zur Kenntnis, dass der Widerstand unseres Koalitionspartners langsam bröckelt.”

WITRON – Nachmittag der Ausbildung
WITRON – Nachmittag der Ausbildung

Durch Kooperation des Landkreises mit den Landkreisen Wunsiedel im Fichtelgebirge und Hof sowie der Stadt Hof ergeben sich im Bezug auf das Projekt „Demokratie leben in der Mitte Europas“  positive Effekte, wie Dr. Scheffler sagt. Das Evangelische Bildungszentrum in Bad Alexandersbad koordiniert die fachliche Beratung der lokalen Partnerschaften in allen vier Gebieten. Im Landkreis Tirschenreuth liegen Schwerpunkte der Arbeit von „Demokratie leben!“ unter anderen bei den Themen Inklusion und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Tschechien, wie Stefan Denzler berichtet.

Wachsam durch die Corona-Krise

Neben organisatorischen Fragen hat das Team auch aktuelle Herausforderungen für die Demokratie besprochen. Im Zuge der Corona-Krise müsse man besonders wachsam sein für Entwicklungen, die das demokratische Zusammenleben gefährden, so die einhellige Meinung.

„Menschen radikalisieren sich zunehmend durch Desinformation in den sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Telegram. Deswegen müssen wir verstärkt ran an das Thema Medienkompetenz. Das Programm ‘Demokratie leben’ hat hier eine ganz wichtige präventive Funktion, damit die Social Media-Nutzer in der Lage sind, gezielte Falschinformationen als solche zu erkennen“, erklärt Grötsch. In diesem Zusammenhang verwies Landrat Grillmeier auch die einzigartige Einrichtung des Jugendmedienzentrums T1.

Für die Zukunft haben sich die Verantwortlichen vorgenommen, das Programm „Demokratie leben!“ und seine Fördermöglichkeiten noch besser im Landkreis bekannt zu machen und den Kreis der Projektpartner/innen weiter zu vergrößern.