Geologische Schätze des Stiftlands per Busexkursion ab Vohenstrauß

Geologische Schätze des Stiftlands per Busexkursion ab Vohenstrauß
Die IKom Stiftland und das Naturparkland Oberpfälzer Wald bieten zwei kostenfreie Busexkursionen zu geologischen Schätzen der Regionen an. Diese finden im Rahmen des Bundesprogramms Aller.Land statt.
Busexkursion „Lebensraum Goldene Straße“: Termin und Eckdaten
Busexkursion: Lebensraum Goldene Straße – unterwegs zu geologischen Schätzen des Stiftlands. Samstag, 31. Oktober 2026, 9 Uhr – 17 Uhr.
Das Projekt „Lebensraum Goldene Straße“ ist Teil des Programms „Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.“ Das Programm wird gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) sowie die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Programmpartner ist das Bundesministerium des Innern (BMI). Aller.Land ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus).
Kostenfreie Teilnahme und Ablauf
Im Rahmen dieses Projekts bietet Ihnen der Landkreis Tirschenreuth in Kooperation mit dem Zweckverband IKom Stiftland diese kostenfreie Busexkursion ins Stiftland an: Es war seinerzeit ein beschwerlicher Weg auf der Goldenen Straße von Nürnberg nach Prag, ungeachtet der Schätze, über die die Reisenden hinwegliefen. Auch heute sind die geologische Bandbreite und die Bedeutung der Besonderheiten unserer Gegend vielen unbekannt. Bei der Exkursion wird Sie Klosterlandschaftsführer Michael Rückl mit seiner Expertise zu geologischen Schätzen des Stiftlands führen:
Geologische Stationen im Überblick
Kleine Urkontinente, aktive Bruchzonen, ruhende Vulkane, edle Rohstoffe. Die Jahrmillionen formten unsere Heimat. Die Burg Liebenstein wurde auf klassischen Granitfelsen der Region errichtet. Die historische Keimzelle des Stiftlandes steht sinnbildlich für deren Geologie, Geschichte und kulturelle Entwicklung. Die Kaolingrube Schmelitz zeigt das Ergebnis der Zersetzung feldspatreicher Gesteine zum wichtigen Rohstoff für die Porzellanindustrie. An der Sägmühle haben Zisterzienser-Mönche mit einem künstlich geschaffenen Waldnaabdurchbruch durch Gneise und Granite ihre ausgefeilte Wasserbaukunst bewiesen. Unter der Burg in Falkenberg entstand der Begriff der „Wollsack-Verwitterung“.
Der Teichelberg zeugt mit verschiedenen Gesteinslagen von mehreren Ausbrüchen, die eine dicke, weitläufige Basaltdecke formten. Der Konnsbühl bei Konnersreuth ist eine 20 Mio. Jahre alte Härtlingskuppe mit Ausformungen von Basaltsäulen. Der Železná hůrka zeugt knapp hinter der Grenze bei Bad Neualbenreuth mit tuffähnlichem Gestein von Vulkanausbrüchen mit Lava im Egergraben (Personalausweis!).
Vom Kostenberg aus kann man deutlich die Naab-Wondreb-Senke erkennen, durch die die europäische Hauptwasserscheide verläuft. In Sichtweite Richtung Mähring stoßen die Mikrokontinentalschollen von Saxothuringia und Moldanubikum aneinander – zu Zeiten des Urkontinents Pangäa im Bereich des Südpols gelegen. In der Bruchzone finden sich Vererzungen mit Uran. Das jüngst festgestellte Bärnauer Maar zeichnet sich im Gelände ab und verweist auf die heiße Vergangenheit.
Treffpunkt und Anmeldung
Die ganztägige Exkursion ist kostenfrei. Es wird eine Mittagspause mit Mittagessen entlang der Tour geben. Die Kosten für das Mittagessen sind von den Teilnehmern selbst zu begleichen.
- Treffpunkt: Stadthalle Vohenstrauß, Neuwirtshauser Weg 11, 92648 Vohenstrauß.
- Anmeldung bis einen Tag vor dem Termin (während der Geschäftszeiten von Montag bis Freitag) beim Zweckverband IKom Stiftland, Telefonnummer: 09635/924-3603, info@ikomstiftland.de, www.ikomstiftland.de
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