Großer Andrang bei Fastenfisch des Fischereivereins in Eslarn

Großer Andrang bei Fastenfisch des Fischereivereins in Eslarn
Karfreitag gilt in der katholischen Kirche als strenger Fastentag und wird traditionell fleischlos begangen. Stattdessen kommt Fisch auf den Tisch – ein Brauch, der Trauer und Besinnung auf den Tod Jesu Christi symbolisiert. Während Fleisch früher als Festtagsessen galt, wurde Fisch als einfache, alltägliche und damit erlaubte Fastenspeise angesehen. Klassiker wie Kabeljau, Lachs, Forelle, Seelachs oder Hering stehen dabei bis heute hoch im Kurs.
Fastenspeise am Atzmannsee
Auch in Eslarn wurde diese Tradition lebendig gehalten: Der Fischereiverein lud am Karfreitag zur Fastenspeise ein und bot den Bürgerinnen und Bürgern für den häuslichen Mittagstisch gegrillte sowie geräucherte Forellen und Makrelen an. Am Fischerhäusl an der Freizeitanlage „Atzmannsee“ nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher das Angebot, um bewusst auf Fleisch zu verzichten und sich gleichzeitig einen kochfreien Feiertag zu gönnen.
Regionaler Fisch und Nachhaltigkeit
Besonderes Augenmerk legt der Verein dabei auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Die angebotenen Fische stammen ausschließlich aus regionalen Betrieben. Dadurch werden lange Transportwege vermieden, was nicht nur die Umwelt schont, sondern auch die Frische und Qualität der Produkte sicherstellt. Der bewusste Umgang mit natürlichen Ressourcen und die Unterstützung heimischer Erzeuger stehen im Mittelpunkt der Vereinsphilosophie.
Das große Interesse zeigte sich auch in der regen Nachfrage: Viele Frauen und Männer hatten im Vorfeld bestellt und nahmen geduldig Wartezeiten in Kauf, um ihre Fastenspeise entgegenzunehmen. So verbindet der Fischereiverein Eslarn auf gelungene Weise gelebte Tradition mit einem zeitgemäßen, nachhaltigen Ansatz.


