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Hilde Zebisch erhält Bundesverdienstkreuz für Engagement in Weiden

Weiden. Finanz- und Heimatminister Albert Füracker überreichte in Nürnberg Hilde Zebisch das Bundesverdienstkreuz am Bande. Gewürdigt wird ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Wirken, besonders bei der AWO Weiden und in der Kommunalpolitik.

Weiden. Finanz- und Heimatminister Albert Füracker überreichte in Nürnberg Hilde Zebisch das Bundesverdienstkreuz am Bande. Gewürdigt wird ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Wirken, besonders bei der AWO Weiden und in der Kommunalpolitik.
Foto: StMFH/Christian Blaschka

Hilde Zebisch erhält Bundesverdienstkreuz für Engagement in Weiden

Finanz- und Heimatminister Albert Füracker überreichte Hilde Zebisch aus Weiden am Wochenende in Nürnberg das Bundesverdienstkreuz am Bande. Damit würdigte der Minister ein Lebenswerk, das sich über Jahrzehnte hinweg durch außergewöhnliches ehrenamtliches, gesellschaftliches und kommunalpolitisches Engagement auszeichnete.

Bundesverdienstkreuz in Nürnberg überreicht

„Mit der Übergabe des Verdienstkreuzes am Bande ehren wir heute außerordentliche Persönlichkeiten und ihr beeindruckendes Lebenswerk“, sagte Füracker. Die Ausgezeichneten zeigten, wie man sich auf verschiedenste Art für seine Mitmenschen einsetzen könne. Dieses Engagement habe auch Hilde Zebisch in besonderer Weise verkörpert.

Ihr beruflicher Weg begann im November 1964 im Betriebsratsbüro der damaligen Detag, wo sie als Sekretärin arbeitete. Bereits 1966 wählten sie die Beschäftigten zur Jugendvertreterin, anschließend gehörte sie 14 Jahre lang bis 1981 dem Betriebsrat an. In dieser Zeit lernte sie die Sorgen und Nöte arbeitender Menschen aus nächster Nähe kennen. Diese Erfahrungen prägten ihren weiteren Lebensweg und führten sie zur Arbeiterwohlfahrt (AWO), der sie sich mit ganzer Kraft verschrieb. Zebisch wirkte zudem im Gesamtbetriebsrat mit.

AWO als Lebensaufgabe

Nach dem plötzlichen Tod ihres Ehemannes, des früheren Bundestagsabgeordneten Franz Zebisch, im Februar 1988 übernahm sie noch mehr Verantwortung im Ehrenamt. 1989 wählte die AWO sie zur Schatzmeisterin, 1995 zur Vorsitzenden. Dieses Amt führte sie 30 Jahre lang bis zur jüngsten Übergabe in jüngere Hände aus. Parallel dazu stand sie dem Orts- und Kreisverband Weiden der AWO vor und arbeitete als Geschäftsführerin – sämtlich ehrenamtlich und ohne Aufwandsentschädigung.

Unter ihrer Verantwortung entwickelte sich die AWO Weiden zu einem festen Pfeiler des sozialen Lebens in der Stadt. Das Angebot reichte von Kinderkrippe, Hort, Ferienbetreuung und Familienfesten über Seniorenclubs, Gymnastik, Rollstuhlfahrdienst und häusliche Pflege bis hin zur Kleiderkammer und Weihnachtspaketaktionen für Bedürftige. Zebisch koordinierte diese vielfältigen Aufgaben gemeinsam mit der Vorstandschaft und lebte das soziale Engagement mit großer persönlicher Hingabe.

Kommunalpolitisches Engagement in Weiden

Auch kommunalpolitisch prägte sie die Stadt Weiden über viele Jahre. Als Hilde Kraus gehörte sie von 1972 bis 1978 dem Stadtrat an. Nach ihrer Heirat mit Franz Zebisch schied sie zunächst aus, kehrte jedoch von 1990 bis 2002 als Hilde Zebisch in das Gremium zurück. Ihre Schwerpunkte lagen im Jugend- und Sozialhilfeausschuss sowie im Personal- und Klinikumsausschuss. Dort setzte sie sich konsequent für soziale Belange und faire Rahmenbedingungen ein.

WITRON – Schnuppertage
WITRON – Schnuppertage

Darüber hinaus engagierte sich Zebisch auf Bezirks- und Landesebene der AWO. Ab 1996 arbeitete sie als ehrenamtliche Beirätin im Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz, von 2004 bis 2016 als stellvertretende Bezirksvorsitzende. 2009 zeichnete der AWO-Landesverband sie mit der Hans-Weinberger-Ehrenurkunde und Ehrenspange aus. Viele weitere Ehrungen lehnte sie ab. „Mir war die Sache immer wichtiger als Auszeichnungen“, sagte Zebisch.

Nah an den Menschen – Engagement bis heute

Bis heute bleibt sie den Menschen nah, besucht regelmäßig die Seniorenheime Franz Zebisch und Hans Bauer sowie Veranstaltungen in den Kindertagesstätten. Der Leitspruch der AWO „Mensch sein heißt helfen“ begleitete sie ihr Leben lang – und prägt ihr Handeln bis heute.