Jubiläumsausstellung bei der Krippenschau Pleystein
Jubiläumsausstellung bei der Krippenschau Pleystein
„Es war im Herbst 1970, als der damalige Bürgermeister und Rektor Paul Brucksch über das Volksbildungswerk einen zehntägigen Holzschnitzerkurs nach Pleystein bringen konnte“, erinnerte Gerhard Müller an die Gründung der Vereinigung. 2005 habe sie sich in „Interessengemeinschaft der Pleysteiner Holzschnitzer e.V.“ umbenannt. Eigentlich hätte sie, nach den Worten des Vorsitzenden, schon 2020 das 50-jährige Bestehen feiern können. Jedoch hatte Covid-19 dem Jubiläum einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Bei der Eröffnung der Jubiläumsausstellung erinnerte der Vorsitzende an die Anfänge des Vereins. „Das Angebot wurde mit Freude aufgenommen“, meinte er mit Blick auf den ersten Kurs mit dem Plößberger Bildhauer Reinhold Hösl. Das habe auch für die unter dem Gründungsvorsitzenden Hermann Schneider organisierten Schnitzer-Abende gegolten.
Diese gingen laut Gerhard Müller zunächst im jetzigen Jugendheim über die Bühne, danach von 1973 bis 1984 im Dachgeschoss des alten Feuerwehrhauses. „Seit 1985 bis heute ist der Werkraum der Zottbachtalschulen unser Domizil“, erinnerte der Vorsitzende. Dabei hob er auch die Unterstützung durch die Stadt und Schule hervor.
Anschließend unterstrich er die stete Weiterentwicklung der leidenschaftlichen Hobby-Schnitzer durch die vielen Kurse mit Fachleuten.
Experten
- Holzschnitzer Wendelin Sperl aus Luhe
- Bildhauer Adalbert Rösch aus Weiden
- Maskenschnitzer Hermann Reichecker aus Tirol
- Kirchenmaler Wolfgang Weber aus Amberg
„Kultur hört nicht an der Haustüre auf, sie wird gelebt“, fand Rainer Rewitzer. Pleysteins Bürgermeister sprach von einer „Krippenausstellung der Superlative, die ihresgleichen sucht“. Weiter war er sich sicher: „Das Werk wird weitergetragen.“
Auch für den Landrat Andreas Meier ist die Ausstellung „in der Tat etwas Besonderes“. So sprach er von einem „Stück echter und gelebter Kultur“. Dabei appellierte er an den Nachwuchs, diese weiterzuführen. „Schnitzer verkünden auch den Glauben“, hob Pfarrer Adam Karolczak hervor und wies auf die vielen Figuren in Kirchen hin.
Auch Dr. Tobias Appl erinnerte sich an seine von Krippen geprägte Weihnachtszeit als Kind und Jugendlicher. „Jede der ausgestellten Krippen hat eine Intention“, meinte er. Zusammenfassend sprach der Bezirksheimatpfleger der Oberpfalz von einem „freudigen Tag“. Außerdem stellte er wegen vieler schon Mitte November und noch vor Weihnachten endenden Ausstellungen fest: „Hier in Pleystein weiß man, wann Weihnachten ist“.
Viel Beifall erhielt auch die Pleysteiner Stadtkapelle unter der Leitung von Markus Schulz.
Interessengemeinschaft der Pleysteiner Holzschnitzer e.V.
- Vorsitzender: Gerhard Müller
- Jubiläumsausstellung: vom 25. bis 30. Dezember und 1. bis 7. Januar im Bachofnersaal in Pleystein
- Öffnungszeiten: 13 bis 18 Uhr
- täglich Schnitzvorführungen
- Eintrittspreise: Erwachsene drei Euro, Kinder und Jugendliche von acht bis 15 Jahren ein Euro














