Kameradschaft ehrt langjährige Mitglieder in Weiden

Kameradschaft ehrt langjährige Mitglieder in Weiden
Bei der Monatsversammlung des 7er- und Kameradschaftsbundes in der Almhütt’n stand diesmal nicht nur die Kameradschaft, sondern vor allem die Würdigung langjähriger Treue und engagierter Mitarbeit im Mittelpunkt. Zahlreiche Mitglieder wurden im Rahmen eines Ehrenabends ausgezeichnet. Die Vorstandschaft hatte bewusst entschieden, die Ehrungen nicht bereits bei der Jahreshauptversammlung vorzunehmen, um den Geehrten mehr Aufmerksamkeit und einen würdigen Rahmen zu geben.
Begrüßung und Bedeutung des Vereinslebens
Vorsitzender Peter Ertl begrüßte neben den Mitgliedern besonders die Ehrenmitglieder, den Kreisvorsitzenden Josef Lang, den Bezirksvorsitzenden Horst Embacher sowie den Fraktionsbeirat Hans Forster. In seiner Ansprache betonte Ertl die Bedeutung des Vereinslebens und des langjährigen Zusammenhalts innerhalb der Kameradschaft.
Zahlreiche Auszeichnungen für Verdienste
Den festlichen Teil eröffnete die Verleihung zahlreicher Auszeichnungen. Franziska Ertl erhielt den Verdienstorden für Frauen in Gold mit Rubin für ihre langjährige aktive Mitarbeit. Mit dem Verdienstkreuz erster Klasse wurden Margareta Czichon und Dagmar Schletz ausgezeichnet. Das Ehrenkreuz bekam Karl Polland verliehen, während Reinhard Kreuzer die Ehrennadel für besondere Verdienste erhielt.
Urkunden für langjährige Mitgliedschaften
Auch langjährige Mitgliedschaften erhielten Urkunden. Bereits seit 40 Jahren gehören Elfriede und Manfred Fromm sowohl dem Bayerischen Soldatenbund als auch der 7er-Kameradschaft an. Seit 30 Jahren halten Brigitte Stadler, Alexander Kellner und Andreas Kett den Vereinen die Treue. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde Ingeborg Stetter geehrt. Seit zwei Jahrzehnten engagieren sich Helga Balk und Ingrid Griebenow bei den „7ern“. Zehn Jahre Mitglied sind Alfons Betzl, Edith Lang, Alexandra Lukas, Heinrich Scheidler, Alois Lukas junior und Johann Strobl. Alle Geehrten erhielten gerahmte Urkunden und den Dank der Vorstandschaft.
Informationsabend mit historischem Rückblick
Den Abend nutzte die Vorstandschaft zugleich als Informationsveranstaltung. Zweiter Vorsitzender Alfons Betzl erinnerte in einem historischen Rückblick an die Geschichte des Königlich Bayerischen 7. Infanterie-Regiments „Prinz Leopold“, auf das sich die heutige Kameradschaft in ihrem Namen bezieht. Das Regiment war einst ein traditionsreicher Verband der Bayerischen Armee mit Friedensstandort Bayreuth.
Regimentsgeschichte im Überblick
Betzl schilderte die Entstehung des Regiments im Jahr 1732 unter Kurfürst Karl Albrecht von Bayern. Damals wurde der Verband in Landshut aus Teilen anderer Infanterieregimenter aufgestellt. Zwischen 1790 und 1804 führte die Einheit die Bezeichnung 8. Füsilier-Regiment, ehe sie als 7. Infanterie-Regiment weitergeführt wurde. In seinem kurzweiligen Vortrag streifte Betzl zahlreiche Stationen der Militärgeschichte.
Er erinnerte an die Türkenkriege und die Belagerungen von Ratscha und Belgrad im Jahr 1738. Ebenso ging er auf die Einsätze im Siebenjährigen Krieg gegen Preußen ein. Auch die Zeit der Koalitionskriege, des Rheinbundes und der Befreiungskriege sprach er an. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde das Regiment schließlich im Jahr 1919 aufgelöst.
Ziele und Werte der Kameradschaft
Zum Abschluss seines Vortrags schlug Betzl den Bogen zur Gegenwart. Die Kameradschaft sei von ehemaligen Angehörigen des Königlich Bayerischen 7. Infanterie-Regiments gegründet worden und verstehe sich bis heute als parteipolitisch und religiös neutral. Ziel des Vereins sei es, die Kameradschaft zu pflegen, die Verbundenheit zur Heimat zu stärken und Mitglieder sowie deren Hinterbliebene in schwierigen Situationen mit Rat und Tat zu unterstützen.
Ausblick: Termine
Zum Ende des Ehrenabends gab Vorsitzender Peter Ertl noch zwei Termine bekannt. Am 6. Juni beteiligt sich eine Abordnung am Tag der Bundeswehr in Weiden. Zudem wird der Verein am 14. Juli beim Gartenfest des Heimatrings vertreten sein.
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