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Martin Stangl weckt mit neuem Buch Weidener Heimatgefühle

Weiden. Eine Liebeserklärung an seine Heimatstadt, verpackt in mehr als 200 historische Postkarten: Martin Stangl hat mit „Weidener Heimatgefühle“ ein Buch voller Erinnerungen und Überraschungen geschaffen. Bei der Vorstellung im NOC gab es viel Lob, herzliche Worte und jede Menge Humor.

Weiden. Eine Liebeserklärung an seine Heimatstadt, verpackt in mehr als 200 historische Postkarten: Martin Stangl hat mit „Weidener Heimatgefühle“ ein Buch voller Erinnerungen und Überraschungen geschaffen. Bei der Vorstellung im NOC gab es viel Lob, herzliche Worte und jede Menge Humor.
Buchpräsentation von Martins Stangls "Weidener Heimatgefühle" bei Thalia im NOC. Von links OB Benjamin Zeitler, Autor Martin Stangl, Verlagsleiter Josef Roidl, Buchhändlerin Alexandra Stangl. Foto: Christine Ascherl

Martin Stangl weckt mit neuem Buch Weidener Heimatgefühle

Nicht alle Tage darf eine Buchhändlerin ihren eigenen Mann als Autor begrüßen. Für Alexandra Stangl gab es am Donnerstag bei Thalia im NOC genau diesen besonderen Moment: Ihr Mann Martin Stangl stellte vor rund 50 Ehrengästen sein neues Buch „Weidener Heimatgefühle – Bekanntes und Überraschendes in alten Postkarten-Ansichten“ vor.

Darin nimmt der 65-Jährige die Leser mit auf eine Zeitreise durch mehr als 100 Jahre Weidener Stadtgeschichte. Stangl hat über 1000 historische Ansichtskarten aus Privatsammlungen und dem Stadtarchiv gesichtet und mehr als 200 Motive für sein Buch ausgewählt. Sie zeigen längst verschwundene Gebäude, alte Straßenzüge, Gaststätten, Brauereien und das gesellschaftliche Leben in Weiden. Auf 144 Seiten macht Stangl so den Wandel seiner Heimatstadt sichtbar und fördert dabei manche überraschende Geschichte zutage.

Ein Botschafter Weidens

Für OB Benjamin Zeitler bietet Stangls Buch nicht nur einen Blick auf Weiden, wie es einmal war. Die historischen Postkarten trugen einst Grüße und Bilder der Stadt in alle Welt. „Diese Botschaften gingen von Weiden in die Welt und zeigten: Schaut’s her, wie schön es ist in Weiden!“ Das könne man heute genauso tun – wenn auch vermutlich per WhatsApp.

Unter den Gästen waren am Donnerstag Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher, Bürgermeister Jürgen Meyer sowie die Alt-Bürgermeister Kurt Seggewiß und Jens Meyer. Auch daran zeige sich das große Interesse an dem Buch, so Zeitler. Stangl sei mit seinem Werk ein „Botschafter Weidens“. Der Oberbürgermeister dankte dem Autor für sein Engagement und seine Arbeit.

„Ihm sitzt der Schalk im Nacken“

Verlagsleiter Josef Roidl (Battenberg-Bayerland-Verlag) erinnerte an die bisherigen Werke des Weidener Autors. Stangls Schwerpunkt ist die Oberpfalz, sein Leitgedanke: „Nicht vergessen, sondern bewahren“. Sein „Oberpfälzer Wörterbuch“ versammelt mehr als 4000 Mundartbegriffe. Gemeinsam mit Erika Eichenseer veröffentlichte er zuletzt die Rezeptsammlung „Schuxn, Schoitln, Schlosserboum“.

Die Zusammenarbeit mit dem Autor bezeichnete Roidl als „sehr humorvolle Angelegenheit“: „Ihm sitzt der Schalk im Nacken.“ Dass die Chemie stimmt, bestätigten auch die stellvertretende Verlagsleiterin Manuela Bonfissuto und Grafikerin Margit Schmidt, die das Postkarten-Buch gestalterisch umgesetzt hat. Stangl hatte für beide Blumen dabei und meinte augenzwinkernd: „Ich bin viel zu schade für nur eine Frau.“

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Stadtgeschichte zum Nachlesen

Die Laudatio hielt die ehemalige Kulturamtsleiterin und Stadtarchivarin Petra Vorsatz. Sie wusste aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, aus einer schier unüberwindbaren Menge an Material die richtige Auswahl zu treffen. „Schweren Herzens verabschiedet man sich von vielen Motiven.“

„So ein Buch ist nicht nur eine Kunst, sondern es macht auch viel Arbeit“, meinte Petra Vorsatz. Selbst hinter einem einzigen, kurzen Erklärsatz könne großer Aufwand stecken. „Und ich weiß, wie akribisch er vorgeht.“ Besonders angetan war sie von der Struktur des Buchs mit Kapiteln über Gotteshäuser und Gasthäuser, Schulen, Industrie, Eisenbahn und Militär. Auch einige Kuriositäten gibt es zu entdecken. Auf diese Weise sei das Postkarten-Buch zugleich zur „Stadtgeschichte zum Nachlesen“ geworden.

Du hast damit jedem Weidener ein Stück Herzensfreude geschenkt.

Petra Vorsatz über Martin Stangls Buch „Weidener Heimatgefühle“

Stangl selbst dankte allen Unterstützern. Grundlage des Buchs war die Postkartensammlung von Horst Müller aus Bayreuth, Sohn des früheren Zahnarztes, der aus gesundheitlichen Gründen nicht kommen konnte. Sein Dank galt auch Dr. Sebastian Schott, Leiter des Stadtarchivs Weiden, und dessen Team für die Unterstützung.

Enkel Oskar war es, der dem Opa bei seiner Rede ein Glas Wasser reichte. Ein großes Dankeschön galt schließlich Ehefrau Alexandra Stangl und der Familie für ihre Geduld. Oft sei er so tief in die historischen Postkarten versunken, erinnerte sich Stangl, dass er alle Rufe überhört habe. Ein Sauerteigbrot wurde zum „schwarzen Ziegel“.

Am Ende hat sich die Arbeit gelohnt. Sein Herz hänge an seiner Heimatstadt Weiden und ihrer Stadtgesellschaft, so Stangl: „Dieses Buch ist mein Dankeschön an Weiden.“

„Weidener Heimatgefühle“

„Weidener Heimatgefühle“, Martin Stangl. Foto: Christine Ascherl

Autor: Martin Stangl
Titel: „Weidener Heimatgefühle – Bekanntes und Überraschendes in alten Postkarten-Ansichten“
Inhalt: Eine Zeitreise durch mehr als 100 Jahre Weidener Stadtgeschichte mit über 200 historischen Ansichtskarten.
Verlag: Buch- und Kunstverlag Oberpfalz/Battenberg Bayerland Verlag
Umfang: 144 Seiten, Hardcover
Preis: 24,90 Euro
ISBN: 978-3-95587-123-9

Buchpräsentation von Martins Stangls „Weidener Heimatgefühle“ bei Thalia im NOC. Von links OB Benjamin Zeitler, Autor Martin Stangl, Verlagsleiter Josef Roidl, Buchhändlerin Alexandra Stangl. Foto: Christine Ascherl
Buchpräsentation von Martins Stangls „Weidener Heimatgefühle“ bei Thalia im NOC. Foto: Christine Ascherl
Buchpräsentation von Martins Stangls „Weidener Heimatgefühle“ bei Thalia im NOC. Foto: Christine Ascherl
Buchhändlerin Alexandra Stangl mit Autor (und Ehemann) Martin Stangl bei der Buchpräsentation von „Weidener Heimatgefühle“. Foto: Christine Ascherl
Autor Martin Stangl mit stellvertretender Verlagsleiterin Manuela Bonfissuto und Grafikerin Margit Schmidt vom Battenberg Bayerland Verlag. Foto: Christine Ascherl
Buchpräsentation von Martins Stangls „Weidener Heimatgefühle“ bei Thalia im NOC. Foto: Christine Ascherl
Buchpräsentation von Martins Stangls „Weidener Heimatgefühle“ bei Thalia im NOC. Foto: Christine Ascherl