Genusspunkte
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Max Frischs Andorra gastiert im Stadttheater Amberg

Amberg.
Am 13. Januar 2026 gastiert Max Frischs Andorra um 19.30 Uhr im Stadttheater.
Um 18.45 Uhr gibt es eine Einführung; die Parabel zeigt Ausgrenzung, Alltagsrassismus und die Mechanismen der Schuldabwehr.

Amberg.
Am 13. Januar 2026 gastiert Max Frischs Andorra um 19.30 Uhr im Stadttheater.
Um 18.45 Uhr gibt es eine Einführung; die Parabel zeigt Ausgrenzung, Alltagsrassismus und die Mechanismen der Schuldabwehr.
Foto: Martin Büttner

Max Frischs Andorra gastiert im Stadttheater Amberg

Andorra – Schauspiel in zwölf Bildern von Max Frisch. Am Dienstag, den 13. Januar 2026, gastiert „Andorra“ – Schauspiel in zwölf Bildern von Max Frisch um 19.30 Uhr in einer Inszenierung der Burghofbühne Dinslaken. Bereits um 18.45 Uhr findet eine kurze Werkeinführung statt.

Handlung: Ausgrenzung und Vorurteile in Andorra

Eigentlich hat keiner der Bewohner von Andorra etwas gegen Andri, den Pflegesohn des Lehrers. Er sei nur einfach anders, weil er ja „Jud“ ist. Deswegen habe er ein gutes Händchen fürs Geld und Feigheit liege ihm im Blut. So sei das bei den Juden. Und Andri beginnt, es zu glauben. Er versteht, dass für ihn andere Regeln gelten und alles immer ein bisschen schwieriger ist.

Verbotene Liebe und eine späte Wahrheit

Andri liebt Barblin, die Tochter des Lehrers, und möchte sie heiraten. Doch der Lehrer verbietet es ihm. Nach all den Jahren der Lüge muss nun endlich die Wahrheit ans Licht: Der Lehrer ist Andris leiblicher Vater, die beiden Liebenden sind demnach Halbgeschwister, und Andri ist keineswegs Jude.

Bedrohung von außen und die Suche nach Schuld

Über Nacht wird Andorra von den „Schwarzen“ angegriffen. Sie verkünden: Alle, die keine Juden sind, haben nichts zu befürchten. Eine Judenschau soll ans Licht bringen, wer einer ist. Und natürlich finden sie ihren Juden…

Zeitlose Parabel über Mechanismen der Ausgrenzung

Max Frischs Parabel über Alltagsrassismus, Ausgrenzung und Antisemitismus zeigt eindrücklich, wie sich eine Gesellschaft in Angst verliert und die Ausgrenzung des vermeintlich Fremden immer mehr zunimmt. Ein zeitloses Stück, das uns vor Augen führt, wie menschenverachtende Mechanismen funktionieren, in denen aber alle Beteiligten der festen Überzeugung sind: „Ich bin nicht schuld, dass es so gekommen ist.“

Karten für diese Veranstaltung erhalten Sie in der Tourist-Information Amberg, telefonisch unter 09621/10-1233, per E-Mail unter ticket@amberg.de sowie im Webshop des Stadttheaters (http://webshop.amberg.de).

OTH Amberg-Weiden
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