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ARV Oberpfalz
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Mit viel Herzblut für den Fahrenberg

Fahrenberg. An der Talstation des Ski- und Snowboardzentrums Fahrenberg herrscht derzeit reges Treiben. Statt Skiern und Snowboards sind Pinsel, Steine, Werkzeug und Holz im Einsatz. Der Förderverein „Natur Nah Erleben am Fahrenberg e. V.“ will das Gebäude rechtzeitig für die kommende Wintersaison auf Vordermann bringen. Unterstützung kommt von der einheimischen Holzbaufirma Riedl aus Lennesrieth. Foto: Franz Völkl

Mit viel Herzblut für den Fahrenberg

Skizze – Entwurf der Lift- Talstation nach der Renovierung. Im Hintergrund die Hütte der Hüttenfreunde Bernrieth. Skizze: Alexander Riedl – Holzbau Riedl
Renovierung Lift- Talstation Fahrenberg 2026. Foto: Franz Völkl
Im Bild von Links: Irmi Sollfrank, Silke Forster, Valentin Forster, Manfred Güntner, Beate Hofmann, Tobias Forster und Vincent Hofmann. Foto: Thomas Hofmann
Renovierung Lift- Talstation Fahrenberg 2026. Foto: Franz Völkl
„Natur Nah Erleben am Fahrenberg“ – Vorsitzender Thomas Hofmann. Foto: Franz Völkl
Renovierung Lift- Talstation Fahrenberg 2026. Foto: Franz Völkl
Natur Nah Erleben – Betriebsleiter Andy Gmeiner. Foto: Thomas Hofmann
Renovierung Lift- Talstation Fahrenberg 2026. Foto: Franz Völkl
Renovierung Lift- Talstation Fahrenberg 2026. Foto: Franz Völkl
Renovierung Lift- Talstation Fahrenberg 2026. Foto: Franz Völkl
Renovierung Lift- Talstation Fahrenberg 2026. Foto: Franz Völkl
Tobias Forster (links) und Andy Gmeiner. Foto: Thomas Hofmann

„Natur Nah Erleben am Fahrenberg e. V.“ packt an – Talstation wird saniert, Zukunftspläne werden geprüft

Bretter für die neue Fassadenverkleidung wurden bereits zugeschnitten und gestrichen. Als Nächstes soll das Gerüst aufgestellt werden, anschließend beginnt die Fassadenmontage. Firmenchef Alexander Riedl brachte einen Entwurf für die neue Fassade ein und unterstützt das Projekt mit Fachwissen und Material. „Die Vereinsmitglieder mit kompetenten Handwerkern und Betriebsleiter Andy Gmeiner an der Spitze wollen möglichst viele Arbeiten in Eigenleistung erledigen“, erklärt NaturNahErleben – Vorsitzender Thomas Hofmann aus Vohenstrauß. Neben der Fassade werden auch Türen, Fenster und Fensterbretter erneuert. In diesem Jahr konzentriert sich die Sanierung auf den bestehenden Gebäudeteil an der Kassen- und Toilettenseite. Einige Bereiche bleiben im unteren Nordbereich mit Einblick von der Straße von Bernrieth nach Pleystein vorerst offen. Die Teilsanierung soll möglichst bis November abgeschlossen sein und im nächsten Jahr neu koordiniert und mit neuen Planungen ergänzt werden.

58 Jahre Skilift- und Talstationsgeschichte

Der Fahrenberg blickt auf eine lange Wintersporttradition zurück. Am 18. Dezember 1968 berichtete die Tageszeitung „Der neue Tag“ über die Eröffnung des damals längsten Skilifts der Oberpfalz. Der Hang überwindet etwa 150 Höhenmeter und bietet bei ausreichender Schneelage eine mehr als einen Kilometer lange Abfahrt – die längste in der Oberpfalz. Seit dieser Zeit – seit 58 Jahren – besteht auch die Talstation, die nun etwas in die Jahre gekommen ist.
Dort befindet sich die große Antriebsumlenkrolle für das Liftseil. Hier können sich die Skifahrer in den Schlepplift einbügeln. Neben dem Kassenbereich und den sanitären Anlagen beherbergt die Talstation eine Werkstatt, einen Aufenthaltsraum für die Bergwacht und eine kleine Küchenzeile. Direkt oberhalb befindet sich die Skihütte der Hüttenfreunde Bernrieth.

Neuer Betreiber mit großen Plänen

Zum 1. Juli 2025 übernahm der Förderverein NaturNahErleben am Fahrenberg den Betrieb und die Liftanlage vom Turnverein Vohenstrauß. Der Verein wurde am 23. Januar 2024 gegründet und zählt inzwischen 492 Mitglieder – eine enorme Zahl für diese kurze Zeit, was auch das große Interesse der Bevölkerung aus der gesamten Region am Fahrenberghang zeigt. Der Jahresbeitrag beträgt 20 Euro. Mit der Übernahme kamen zahlreiche Aufgaben auf die Ehrenamtlichen zu. Gebäude und technische Anlagen müssen erhalten und schrittweise modernisiert werden.

Ganzjährig als Freizeit- und Erholungsgebiet

Langfristig soll der Fahrenberg nicht nur im Winter, sondern möglichst ganzjährig als Freizeit- und Erholungsgebiet genutzt werden. Eine mögliche Sommerattraktion könnten Ideen hinsichtlich einer Bike – Abfahrtsstrecke oder Mountain Carts sein. Man hat sich bereits mit dem Vorhaben beschäftigt und entsprechende Mountain Carts zu begeisternden Probefahrten organisiert. Eine Machbarkeitsstudie soll klären, ob und unter welchen Bedingungen eine solche Nutzung möglich ist. Dabei werden auch die Belange des Naturschutzes, die Wirtschaftlichkeit und die erforderlichen Vereinbarungen mit den Bayerischen Staatsforsten und den beteiligten Kommunen berücksichtigt und noch besprochen. Durch die geplante ganzjährige Nutzung wird der Fahrenberg zu einem lebendigen Begegnungs- und Erlebnisort mit dauerhafter Wirkung. Der Skilift Fahrenberg ist tief in der Region verwurzelt. Er ist Teil der regionalen Identität und Kulturgeschichte.

Der Winter bleibt das große Ziel

Unabhängig von den Plänen für eine Sommernutzung muss der Fahrenberg für den Winter gerüstet bleiben. Dazu gehört auch die Frage, wie die vorhandene und gegebenenfalls ergänzte technische Ausstattung untergebracht werden kann.
Die Pistenraupe befindet sich derzeit dankenswerterweise in den „Sommerferien“ bei Wolfgang Gmeiner in Oberbernrieth.
Vorerst aber steht die Sanierung der Talstation im Mittelpunkt. Wenn die neue Fassade angebracht ist, soll das Gebäude wieder einen ordentlichen und einladenden Eindruck vermitteln. Die Verantwortlichen hoffen, die Teilsanierung bis November weitgehend abschließen zu können.
Wann die Skisaison beginnt, hängt vom Wetter ab. Bei ausreichend niedrigen Temperaturen und einer passenden Schneelage könnte es rund um Weihnachten losgehen. Erfahrungsgemäß dürfte sich der Saisonstart allerdings eher in Richtung Januar 2027 bewegen. Einen verbindlichen Termin gibt es noch nicht.
Bis dahin bleibt am Fahrenberg noch einiges zu tun. Eines aber ist schon jetzt deutlich, der Förderverein NaturNahErleben am Fahrenberg will die traditionsreiche Wintersportanlage nicht nur erhalten, sondern Schritt für Schritt für die Zukunft fit machen. Dass dabei einheimische Betriebe mit anpacken und Vereinsmitglieder selbst Hand anlegen, passt zur Geschichte dieses besonderen Ortes.

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