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OTH Amberg-Weiden
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Musikalische Kirchenführung zum 700. Jubiläum in Eslarn

Eslarn. Zum 700-jährigen Bestehen der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ erlebten Besucherinnen und Besucher eine besondere Führung, in der Geschichte, Glaube und Musik verschmolzen. Es führten Inge Kleber und Nicola Hummer.

Eslarn. Zum 700-jährigen Bestehen der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ erlebten Besucherinnen und Besucher eine besondere Führung, in der Geschichte, Glaube und Musik verschmolzen. Es führten Inge Kleber und Nicola Hummer.
Durch die Kirchengeschichte führte Pfarrgemeinderätin Inge Kleber. Foto: Karl Ziegler

Musikalische Kirchenführung zum 700. Jubiläum in Eslarn

Anlässlich des 700-jährigen Bestehens der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ fand eine besondere musikalische Kirchenführung statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste nutzten die Gelegenheit, die Geschichte und die kunsthistorischen Besonderheiten des Gotteshauses auf eine besondere Weise kennenzulernen. Erstmals wurde die Kirche im Jahr 1326 urkundlich erwähnt. Im Laufe ihrer Geschichte wurde sie durch Kriege und Brände mehrfach beschädigt und baufällig, jedoch immer wieder aufgebaut und erhalten.

Orgel und Querflöte begleiten historische Einblicke

Die musikalische Umrahmung der Führung lag in den bewährten Händen von Organistin Martina Brenner und Magdalena Eckert an der Querflöte. Von der Empore aus setzten die beiden Musikerinnen mit anspruchsvollen und passend ausgewählten Werken besondere Akzente und verliehen den Ausführungen eine eindrucksvolle Atmosphäre. Durch die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten der Kirche führten Pfarrgemeinderätin Inge Kleber und Kirchenpflegerin Nicola Hummer. Kleber erläuterte die geschichtlichen und religiösen Hintergründe, während Hummer die Ausführungen anhand einer großen Bildtafel anschaulich ergänzte. Ebenfalls anwesend waren auch Pfarrer Udo Klösel und Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega.

Inge Kleber bietet in Eslarn regelmäßig Kirchenführungen an und engagiert sich ebenso wie Kirchenpflegerin Nicola Hummer mit großem Einsatz für die örtliche Pfarrei. Eine besondere Bereicherung war die Verbindung von Wort und Musik: Ausgewählte Stücke griffen die Erläuterungen auf und vertieften deren Wirkung. So wurde die Beschreibung der Madonna von Joseph Haydns „La Reine de France“ und „Die Anmut“ begleitet. Zum sehenswerten Akanthusaltar erklang Edvard Griegs „Morgenstimmung“. So entstand ein harmonisches Zusammenspiel von Kunst, Geschichte und Musik.

Kirchenpflegerin Nicola Hummer ergänzte die geschichtlichen Ausführungen anhand einer großen Bildtafel. Foto: Karl Ziegler

Kostbarkeiten der Pfarrkirche: Altäre, Kanzel und Zunftstangen

Zu den besonderen Kostbarkeiten der Kirche zählen neben dem Akanthusaltar auch die Seitenaltäre, die Rokoko-Kanzel und die 14 historischen Zunftstangen. Besonders beeindruckend ist die Mondsichelmadonna, ein klassisches spätgotisches Marienbildnis. Die Darstellung zeigt Maria auf einer Mondsichel stehend, mit dem Jesuskind im Arm. Die großformatige Bildtafel ermöglichte es den Besucherinnen und Besuchern, die einzelnen Besonderheiten und historischen Zusammenhänge auch visuell mit Texten nachzuvollziehen.

Den würdigen musikalischen Abschluss bildete Ludwig van Beethovens „An die Freude“. Beethovens Vertonung des Textes aus Friedrich Schillers Gedicht in seiner neunten Sinfonie wurde zu einem weltbekannten Symbol für Frieden, Einheit und Völkerverständigung und ist heute die offizielle Europahymne. Die musikalische Kirchenführung machte damit eindrucksvoll deutlich, wie lebendig Geschichte und kirchliches Kulturerbe vermittelt werden können. Durch die Verbindung von sachkundigen Erläuterungen, eindrucksvollen Kunstwerken und sorgfältig ausgewählter Musik wurde das 700-jährige Bestehen der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ auf besondere und würdige Weise erlebbar.

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