Närrischer Gaudiwurm zieht zum 31. Mal durch Bechtsrieth

Närrischer Gaudiwurm zieht zum 31. Mal durch Bechtsrieth
Bunt, laut und bestens gelaunt zeigte sich der Faschingsdienstag in Bechtsrieth: Bereits zum 31. Mal zog der Gaudiwurm durch die engen Straßen des Ortes und wieder säumten Hunderte Zuschauer, beginnend in der Weidener Straße, „Zum Hang“ und der Höllerstraße.
SPD-Ortsverein organisiert sicheren Umzug in Bechtsrieth
Organisiert wurde das närrische Spektakel erneut vom SPD-Ortsverein. An der Spitze stand Alfred Wulfänger, der gemeinsam mit Vorstandschaft und Ausschuss wochenlang plante und tüftelte. Nach den terroristischen Vorfällen in Deutschland durfte der Zug – anders als früher zwischen Trebsau und dem Feuerwehrhaus – wieder ausschließlich innerhalb Bechtsrieths stattfinden. Feuerwehr und Polizei sicherten die Strecke zuverlässig ab. „Wir wollten wieder einen Umzug auf die Beine stellen, der vor allem den Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubert“, sagte Alfred Wulfänger. Und das gelang.
Angeführt wurde der Zug vom SPD-Wagen unter dem Motto „Hexen, Zauberer und Kobolde“. Besonders die jüngsten Narren standen im Mittelpunkt: Kinder warfen eifrig Bonbons, verpackte Erdnussflips und Krapfen ins Publikum, während die Erwachsenen mit Getränken versorgt wurden. Auch der TV Bechtsrieth reihte sich mit einem geschmückten Anhänger ein. Sportsymbole zierten die Außenwände. Aktive und Kinder verteilten Süßigkeiten im Akkord. Die Line-Dancer aus Irchenrieth sorgten als Fußgruppe im silbernen Outfit für rhythmische Akzente und viel Applaus.
Kolpingjugend setzt Zeichen für das Handwerk
Seit Jahren fester Bestandteil ist die Kolpingjugend aus Schirmitz. Ihr Motto heuer: „Ohne Meister, ohne Hände steht das Handwerk bald am Ende.“ Mit kreativen Kostümen setzten sie ein Zeichen für die Bedeutung des Handwerks und warfen nebenbei großzügig Naschwerk in die Menge.
Eine Gruppe aus Trebsau setzte auf summende Lebensfreude: Zehn Frauen verkleideten sich als gelbe Bienen und rollten mit einem kleinen, randvoll beladenen Wagen durch die Straßen. „Bee cool, Bee(r), Bee happy“ stand auf ihrem Gefährt, und die Botschaft kam an.
Feuerwehr Bechtsrieth sorgt für Abschluss und Bewirtung
Den Abschluss bildete der Wagen der Feuerwehr Bechtsrieth, gefolgt vom närrischen Fußvolk aus den umliegenden Gemeinden. Vor dem Feuerwehrhaus übernahm die Feuerwehr auch kulinarisch das Kommando. Grillgut und Fischbrötchen stärkten die Besucher. Später lockten Kaffee und hausgemachter Kuchen im Versammlungsraum. In der ausgeräumten Halle wurde gelacht und diskutiert, vermutlich auch darüber, wer die meisten Bonbons ergattert hatte.
Am frühen Abend löste sich der Fuhrpark langsam auf. Zurück blieben ein paar Konfettispuren und einige Bonbons im Schneewall. Ein Zuschauer brachte es schmunzelnd auf den Punkt: „Wenn’s überall so friedlich und fröhlich zuginge wie heute in Bechtsrieth, dann bräuchten wir das ganze Jahr Fasching.“








