Neuer inklusiver Wasserspielplatz in Amberg soll vor Ferienende öffnen

Neuer inklusiver Wasserspielplatz in Amberg soll vor Ferienende öffnen
Im Stadtgraben entsteht derzeit ein weiterer Attraktionspunkt für Kinder und Familien: Der neue inklusive Wasserspielplatz nimmt konkrete Gestalt an. Seit dem Baubeginn am 15. Juli 2026 laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Der Bachlauf ist bereits nahezu fertiggestellt.
Zeitplan und Eröffnung
Wenn die weiteren Arbeiten wie geplant voranschreiten, kann die neue Anlage noch vor dem Ende der Sommerferien feierlich eröffnet werden. Damit wird aus dem ehemaligen, sanierungsbedürftigen Stadtteich ein moderner und ganzjährig attraktiver Treffpunkt für Kinder und Familien.
Spielspaß zu jeder Jahreszeit
Der neue Wasserspielplatz richtet sich insbesondere an kleinere Kinder und lädt dazu ein, Wasser spielerisch zu entdecken und eigene Erfahrungen zu sammeln. Das Areal erzählt dabei seine ganz eigene Geschichte: Das Wasser wird scheinbar aus den Fundamenten eines alten Turms gehoben und fließt anschließend über einen Bachlauf in ein großes, flaches Becken.
Engstellen, Stauwehre und Wasserräder bieten zahlreiche Möglichkeiten zum Experimentieren und Spielen. Trittsteine ermöglichen es, den Bachlauf zu queren. Ergänzt wird dieser großzügige Wasserspielbereich aus farbigem TPV-Granulat durch Natursteinelemente, eine Rutsche, ein Karussell, ein Trampolin, eine Federwippe und Kletterhügel. Damit bietet die Anlage auch außerhalb der warmen Jahreszeit vielfältige Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten.
Barrierefreiheit und Inklusion konsequent mitgedacht
Ein besonderes Augenmerk wurde bei der Planung auf Barrierefreiheit und Inklusion gelegt. Dabei wurden insbesondere die Bedürfnisse von Menschen im Rollstuhl und von Menschen mit Seheinschränkungen von Beginn an berücksichtigt.
Rollstuhlgerechte Überfahrten ermöglichen es, den Bachlauf an mehreren Stellen zu queren und so alle Bereiche des Spielplatzes gut zu erreichen. Zwei der insgesamt drei Wasserpumpen können direkt mit dem Rollstuhl angefahren und genutzt werden. Eine eigens angelegte Furt ermöglicht es zudem allen Besucherinnen und Besuchern, unmittelbar ans Wasser zu gelangen.
Auch das sogenannte Zwei-Sinne-Prinzip wurde bei der Gestaltung konsequent umgesetzt. Unterschiedliche Farben und Materialien sowie ein integriertes Leitsystem machen die Spielangebote sowohl über das Sehen als auch über das Tasten leicht auffindbar.
In die Konzeption floss die langjährige Erfahrung von Dipl.-Ing. Ulrich Paulig vom Planungsbüro P2 Spielräume aus Berlin ein. Paulig ist auch Mitglied im Normenausschuss für inklusive Spielräume. Gemeinsam mit der Proludic GmbH aus Göppingen entwickelte er das Konzept, das anschließend in Zusammenarbeit mit dem städtischen Sachgebiet Grünplanung und Landespflege weiter konkretisiert und für die örtlichen Gegebenheiten verfeinert wurde.
Nachhaltige Materialien im historischen Umfeld
Neben Spiel, Bewegung und Inklusion spielt auch der nachhaltige Umgang mit Ressourcen eine wichtige Rolle. So werden für die Gestaltung Granit-Natursteine verwendet, die ursprünglich aus der Amberger Altstadt stammen. Die Steine erhalten damit eine neue Verwendung und fügen sich zugleich besonders harmonisch in das historische Umfeld des Stadtgrabens ein.
Für die Fallschutzflächen kommt ein besonders UV-stabiles TPV-Granulat der Firma Rosehill Sports & Play zum Einsatz. Der synthetische Bodenbelag ist in seiner Beschaffenheit mit den bekannten Tartan-Belägen von Sportplätzen vergleichbar. Er behält auch bei intensiver Sonneneinstrahlung langfristig seine dämpfenden Eigenschaften und seine Farbwirkung.
Die bauliche Umsetzung des neuen Wasserspielplatzes erfolgt durch die Firmen Gartengestaltung Lobinger und PAG Flooring Systems GmbH.
„Mit dem neuen Wasserspielplatz erhält der Stadtgraben eine weitere attraktive Aufenthalts- und Spielfläche, die Kindern vielfältige Möglichkeiten zum Spielen, Entdecken und Experimentieren bietet und zugleich den Anspruch an eine inklusive Gestaltung konsequent umsetzt“, betont Oberbürgermeister Michael Fritz.
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