Neustart für Floßer Jagdgenossenschaft mit Wolfgang Krapf

Neustart für Floßer Jagdgenossenschaft mit Wolfgang Krapf
In Floß kommt es zu einer bedeutsamen Veränderung in der Jagdgenossenschaft. Nach über einem halben Jahrhundert beendet Hans Max seine Tätigkeit als Jagdpächter. Das lokale Revier, das er zusammen mit Thomas Max verwaltete, geht nun in die Hände von Wolfgang Krapf über. Dieser Schritt markierte den Beginn eines neuen Pachtverhältnisses, das seit dem 1. April 2024 in Kraft ist.
Die Übergabe in guten Händen
Die Mitgliederversammlung im Gasthaus „Weißes Rössl“ war eine Gelegenheit für Krapf, seinen ersten umfassenden Bericht vorzulegen. Er sprach von einem “sehr offenen und guten Vertrauensverhältnis” zwischen ihm, den Jagdgenossen und dem Jagdvorstand. Diese Harmonie kommt beiden Seiten zugute. Der neue Jagdpächter betonte, dass der Abschussplan erfüllt und somit die vereinbarten vertraglichen Ziele erreicht wurden.
Wildschäden und Probleme mit dem Biber
Obwohl kleinere Wildschäden auftraten, konnten diese in Absprache zwischen den Grundeigentümern und dem Jagdpächter effektiv geregelt werden. Besondere Herausforderungen stellen Wildschweine dar, und “der Biber sei ein Problem”, so Krapf. Ein weiterer wichtiger Punkt war die Bereitschaft der Schlachtgemeinschaft Floß, Wildbret im örtlichen Schlachthaus zu verarbeiten, was eine erhebliche Erleichterung darstellt.
Infrastruktur und Zukunftspläne
Jagdvorsteher Walter Pröls erklärte die realisierten Maßnahmen zur Instandhaltung der öffentlichen Feld- und Waldwege zum „Floßer Forst“. Dank eines Zuschusses von 2.200 Euro durch den Markt wurden Investitionen getätigt, deren Früchte bereits sichtbar sind. Es wird nun ein forstliches Gutachten erwartet, welches Auskunft über Waldverjüngung und Wildverbiss gibt und voraussichtlich zu einer Anpassung des Abschusses von Rehwild führen wird.
Besonderheiten der finanziellen Regelungen
Interessant ist auch die Entscheidung der Jagdgenossenschaft hinsichtlich des Jagdpachts. Während man sich dazu entschied, den Jagdpacht 2024 erneut als Rücklage für den Wegeunterhalt zu verwenden, erhalten die Jagdgenossen der Ortsteile Kalmreuth und Niedernfloß eine Auszahlung von 3,50 Euro je Hektar. Zusätzlich wird der Jagdpacht für das Jahr 2022 mit 2,50 Euro pro Hektar nachbezahlt.
Zum Abschluss der Veranstaltung lud der neue Jagdpächter Wolfgang Krapf zu einem Wildessen ein, um die Übergabe und den fortwährenden Zusammenhalt zu feiern. Sein Vorgänger Hans Max unterstützt Krapf weiterhin, was die solide Basis der Jagdgenossenschaft Floß und ihre positive Zukunftsausrichtung unterstreicht.




