OTH Amberg-Weiden
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Pleystein verweigert Bauantrag

Pleystein. Mit einem Patt von sieben zu sieben Stimmen hat der Stadtrat das gemeindliche Einvernehmen zum Bauantrag von Stefan Voit für die Errichtung einer Lagerhalle mit Nebengebäude auf zwei aneinander angrenzenden Grundstücken zwischen dem Bienenweg und der Leistritzstraße abgelehnt.

Pleystein verweigert Bauantrag

Zur Errichtung der Hallen (links) in der jetzigen Ausführung hat der Stadtrat Pleystein mit 12:1 Stimmen das Einvernehmen erteilt. Gegen das Vorhaben von Stefan Voit (rechts) auf der freien Fläche hat die FWG/SPD-Fraktion das Einvernehmen verweigert. Aufgrund der Pattsituation gilt das Einvernehmens von Seiten der Stadt Pleystein als verweigert. Foto: Walter Beyerlein

Rücksicht auf angrenzende Gebäude

Bürgermeister Rainer Rewitzer stellte anhand des Lagerplanes zu sehen auf der Leinwand, das Bauvorhaben im Detail vor. Stefan Voit, als Bauwerber von der Entscheidung über das notwendige gemeindliche Einvernehmen ausgeschlossen, stellte mit einem Modell sein Projekt vor, für das alle Angrenzen per Unterschrift die Zustimmung gegeben hatten. Er stellte als positiv heraus, dass er sein Vorhaben so geplant habe, dass die Giebelseite zum Bienenweg so gestaltet werde, dass sie sich der vorhandenen Bebauung anpasse, bei der Höhe des Gebäudes werde berücksichtigt, dass die angrenzende Bebauung nicht unter dem Schattenwurf leide.

Uli Weig (FWG/SPD) kam nach weitausholenden Erläuterungen zur Feststellung, dass im Bereich des Bienenweges durch Festlegung der Baugrenzen einer Wohnbebauung der Vorrang gegeben werden soll. Frühere Entscheidungen des Stadtrates zu anderen Bauvorhaben seien richtig gewesen. Bürgermeister Rainer Rewitzer erklärte, dass der Bebauungsplan „Stiegelwiesen“ im Jahr 1982 beschlossen wurde, andere Bebauungspläne aus dieser Zeit bereits oftmals nachgebessert wurden, damit sie dem Stand der Zeit angepasst wurden.

Keinerlei Nachteile für Nachbarn

Stefan Voit wies darauf hin, dass bei einem anderen angrenzenden Vorhaben über die Baugrenzen gebaut wurde und das vom Landratsamt Neustadt/WN als zulässig bewertet wurde. Beim gesamten Bauvorhaben seien die Dachformen so gewählt worden, dass keine Nachteile für Nachbarn entstehen. Ausdrücklich hob der Bauwerber hervor, dass er von den möglichen Baugrenzen laut Bebauungsplan weit entfernt sei.

Seine Gebäude würden den Charakter eines Wohnhauses haben, ein Unterschied zu bestehenden Gebäuden würde nicht erkennbar sein. Josef Windirsch (CSU) verwies auf die jetzt vorhandenen Baugebiete „Herrenpoint“ und „Am Forsthaus“ und sieht deshalb keine Notwendigkeit, das geplante Vorhaben abzulehnen.

Meinung der Stadträte

Thomas Gallitzendörfer (CSU) erkennt in der Planung eine deutliche Rücksichtnahme auf die Nachbarschaft, auch wenn eine Baugrenze überschritten werde. Christoph Müllhofer (CSU) machte deutlich, dass trotz angeblicher dreizehn Bauinteressenten bei den beiden Baugrundstücken „Herrenpoint“ noch kein Spatenstich erfolgt sei.

Diese Anmerkung nutzte Josef Windirsch (CSU) zur Frage an Uli Weig (FWG/SPD) weshalb seine Fraktion gegen die Ausweisung der beiden Baugrundstücke am „Herrenpoint“ gewesen sei. Andrea Lang (CSU) verwies vorsorglich darauf, dass das Landratsamt Neustadt/WN das gemeindliche Einvernehmen im Falle einer Ablehnung durch den Stadtrat ersetzen könne.

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