Reservisten bewiesen in Weiden Einsatzbereitschaft – alle Rekruten bestanden Abschlussüberprüfung

Reservisten bewiesen in Weiden Einsatzbereitschaft – alle Rekruten bestanden Abschlussüberprüfung
Drei Tage lang bestimmten Ausbildung, Wachaufträge und anspruchsvolle Übungseinlagen das Geschehen am Standort Weiden. Die traditionsreiche „Ostmark-Patrouille“ bildete in diesem Jahr erstmals den Rahmen für die Rekrutenbesichtigung der Ausbildung „Ungediente für die Reserve“. Die angehenden Reservisten mussten dabei unter möglichst realitätsnahen Bedingungen zeigen, was sie in ihrer Ausbildung gelernt hatten. Am Ende bestanden alle Teilnehmer die Abschlussüberprüfung.
Ostmark-Patrouille als Rahmen für Rekrutenbesichtigung
Die Ostmark-Patrouille führt Oberstleutnant d. R. Thomas Baldauf seit vielen Jahren. Der erfahrene Infanterist setzte dabei erneut auf eine mehrtägige freilaufende Übung, die den Teilnehmern unterschiedliche Aufgaben aus dem Bereich des Wachens und Sicherns abverlangte. Im diesjährigen Szenario übernahmen die Reservisten Aufgaben im Heimatschutz. Sie überwachten und sicherten den Standort Weiden und besonders geschützte militärische Bereiche.
Rekruten meisterten ihre erste Bewährungsprobe
Für die Teilnehmer der Ausbildung „Ungediente für die Reserve“ bedeutete die Patrouille zugleich die entscheidende Abschlussprüfung. Nach mehreren Ausbildungsabschnitten mussten sie nun beweisen, dass sie ihre Kenntnisse auch unter praktischen Bedingungen anwenden konnten. Prüfer des Streitkräfteamtes begleiteten die Rekrutenbesichtigung. Die Verantwortlichen hatten die Ostmark-Patrouille bewusst als Rahmen gewählt. Das Übungsszenario bot den Teilnehmern nicht nur realistische Bedingungen, sondern brachte sie zugleich mit erfahrenen Reservisten zusammen. Mitte September begann die Einschleusung der Rekruten.
Nach den organisatorischen Vorbereitungen teilten die Verantwortlichen die Teilnehmer in Gruppen ein und integrierten sie in die laufende Übung. Gegen Mittag startete die bis Sonntag dauernde freilaufende Ausbildung. „Die Verbindung der Rekrutenbesichtigung mit der Ostmark-Patrouille hat sich hervorragend bewährt“, sagte Oberstleutnant d. R. Thomas Baldauf. Die Rekruten hätten dabei nicht nur ihre Ausbildung unter Beweis stellen müssen, sondern auch unmittelbar von den Erfahrungen der langjährigen Reservisten profitiert.
Die Nacht forderte Konzentration
Die Ausbildung stellte grundlegende militärische Fertigkeiten in den Mittelpunkt. Dazu gehörten die Orientierung im Gelände, der Einsatz als Alarmposten, Streifentätigkeiten und das richtige Verhalten innerhalb der Gruppe. Auch das sichere Zusammenwirken bei Wach- und Sicherungsaufgaben gehörte zum Programm. Die Teilnehmer übernachteten in einem selbst errichteten Biwak auf dem Standortübungsplatz der Major-Radloff-Kaserne. Das dortige Übungsgelände mit seinem ausgebauten Stellungssystem bot zahlreiche Möglichkeiten für realitätsnahe Aufgaben.
Wenig Schlaf, wechselnde Aufträge und Wachschichten während der Nacht verlangten den Teilnehmern einiges ab. Immer wieder mussten sie mit neuen Übungseinlagen rechnen und ihre Aufgaben auch unter zunehmender Belastung zuverlässig erfüllen. Für die Rekruten kamen weitere Prüfungsinhalte hinzu. Die Prüfer kontrollierten unter anderem die sichere Handhabung und Bedienung der vorgesehenen Waffen. Damit mussten die Teilnehmer zeigen, dass sie die wesentlichen Ausbildungsinhalte beherrschten und die Voraussetzungen für den Ausbildungsnachweis als „Soldat Streitkräfte“ erfüllten.
Alle Rekruten bestanden
Nach dem Ende der Übung am Sonntag wartete zunächst Arbeit auf die Teilnehmer. Sie reinigten Material und Ausrüstung und erledigten die notwendigen organisatorischen Aufgaben. Anschließend folgte mit Spannung die Manöverkritik. Die extern angereisten Prüfer des Streitkräfteamtes bescheinigten den Verantwortlichen einen professionellen Ablauf. Vor allem das Ergebnis der Rekrutenbesichtigung sorgte für Freude: Alle angetretenen Rekruten bestanden die Abschlussüberprüfung.
Damit schlossen sämtliche Teilnehmer ihre Ausbildung erfolgreich ab. Sie stehen künftig als ausgebildete Reservisten für weitere militärische Ausbildung und entsprechende Verwendungen zur Verfügung. Auch der Standort Weiden erhielt Anerkennung. Die vorhandene Infrastruktur und das Engagement der beteiligten Reservisten und Organisatoren überzeugten die Prüfer. Damit besitzt Weiden gute Voraussetzungen, auch bei einem weiteren Ausbildungsdurchgang als Standort für eine Rekrutenbesichtigung zu dienen.
Rosner verabschiedete sich nach neuneinhalb Jahren
Zum Abschluss des Ausbildungswochenendes rückten neben dem erfolgreichen Ergebnis noch persönliche Worte in den Mittelpunkt. Die Verantwortlichen verabschiedeten Stabsfeldwebel Hubert Rosner, der rund neuneinhalb Jahre als Feldwebel für Reservistenangelegenheiten am Standort Weiden tätig war. Zum 1. Oktober übergab Rosner seine Aufgabe an seinen Nachfolger, Hauptfeldwebel Balk. Rosner hatte die Reservistenarbeit am Standort über viele Jahre begleitet und zahlreiche Ausbildungen und Veranstaltungen unterstützt. Sein weiterer dienstlicher Weg führte ihn nach Wien. Dort übernahm er im Umfeld der OSZE seinen letzten Dienstposten vor dem Eintritt in den Ruhestand.
Fazit: Erfolgreiche Rekrutenbesichtigung in Weiden
Die erste Verbindung von Ostmark-Patrouille und Rekrutenbesichtigung zeigte am Standort Weiden, wie erfahrene Reservisten und neu ausgebildete Kräfte gemeinsam üben konnten. Drei intensive Tage verlangten Einsatzbereitschaft, Teamgeist, Disziplin und Durchhaltevermögen. Das Ergebnis gab den Organisatoren recht: Die Rekruten bestanden ihre Prüfung, während die erfahrenen Reservisten ihre Kenntnisse und Erfahrungen weitergaben. Für die Kreisgruppe Oberpfalz NORD im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr bedeutete das Wochenende damit einen weiteren wichtigen Ausbildungsschritt und zugleich einen Beleg für das Engagement der Reserve in der Region.
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