Riesiger Zuspruch beim Reparaturcafé Alte Glasschleif
Riesiger Zuspruch beim Reparaturcafé Alte Glasschleif
Erinnerungsstücke erfolgreich instand gesetzt – Gegen Wegwerfmentalität
Unter dem Leitgedanken „Reparieren statt Wegwerfen“ stand die Veranstaltung ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. In der urigen Atmosphäre der historischen Glasschleif wurde nicht nur repariert, sondern auch wertvolle Hilfe zur Selbsthilfe geleistet. Ziel war es, ein bewusstes Zeichen gegen die Wegwerfmentalität zu setzen, Ressourcen zu schonen und Erinnerungstücke wieder auf Vordermann zu bringen.
Die Initiative ging vom „Heimatunternehmen“, der in Gründung befindlichen Denk- und Macherei um Peter Gmeiner aus, die mit ihrem ersten Reparaturcafé einen vollen Erfolg verbuchen konnten. „Es war faszinierend zu sehen, wie viele Dinge sich oft mit kleinen Drehs wieder instand setzen lassen“, zeigte sich Gmeiner begeistert. Eine besondere Herausforderung sei für viele Besucher allerdings zunächst gewesen, den etwas abgelegenen, aber reizvollen Veranstaltungsort zu finden.
Emotionale Werte: Von Stereoanlage bis Holzrechen
Vor Ort engagierten sich neben geplanten Fachleuten auch spontan hinzugekommene Helfer. Gemeinsam nahmen sie sich einer Vielzahl unterschiedlicher Reparaturen an. Von alten Stereoanlagen über Akkusägen, Saugroboter und Kehrmaschine bis hin zu Tonbandgeräten, Brotschneidemaschine und kleineren Möbelstücken wie Stühlen reichte die Palette. Viele der Gegenstände hatten für ihre Besitzer einen hohen emotionalen Wert. So konnte etwa ein alter Holzrechen, an dem zahlreiche Erinnerungen hingen, wieder funktionstüchtig gemacht werden. Die Besucher kamen nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern aus der gesamten Region nach Reiserdorf.
Bürgermeister bringt Kuchen
Für zusätzliche Unterstützung sorgten auch kommunale Vertreter. Störnsteins Bürgermeister Markus Ludwig sowie Altbürgermeister Boris Damzog ließen es sich nicht nehmen, persönlich vorbeizuschauen und brachten zur Stärkung der Helfer und Gäste Kuchen mit. Auch Uschi Zollner von Uschi’s Hofcafé aus Bergnetsreuth bei Floß trug mit weiteren süßen Spezialitäten zum gelungenen Ablauf bei. „Anfangs war der Ansturm schon sehr groß und hätte uns beinahe überfordert“, so Gmeiner rückblickend. Doch die engagierten Reparateure fanden meist schnell die Fehlerquellen, sodass viele Besucher ihre instand gesetzten Geräte schon nach kurzer Zeit wieder mit nach Hause nehmen konnten. Die Reparaturen selbst waren kostenfrei. Viele Teilnehmer zeigten sich jedoch dankbar und honorierten die Arbeit der Ehrenamtlichen mit einer freiwilligen Spende.
Nächster Öffnungstermin: 7. Mai 2026
Angesichts des großen Erfolgs soll das Reparaturcafé künftig regelmäßig stattfinden. Bereits am Donnerstag, 7. Mai, von 16 bis 20 Uhr (Verein „Denk- und Macherei“ in Reiserdorf 13, 92721 Störnstein – Mail: p.gmeinerlo@gmail.com) öffnet die „Alte Glasschleif“ erneut ihre Türen. Dann wollen die Organisatoren die Erfahrungen aus der gelungenen Premiere nutzen, um das Angebot weiter zu verbessern und noch effizienter zu gestalten. Auch die Einrichtung eines Tauschmarktes wird bereits in Erwägung gezogen.






