Selfie mit Söder: Ministerpräsident beim Altstadtfest in Vohenstrauß
Selfie mit Söder: Ministerpräsident beim Altstadtfest in Vohenstrauß
Kurz vor 19 Uhr kam Ministerpräsident Markus Söder am Vohenstraußer
Marktplatz an. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer, die Abgeordneten Albert Rupprecht und Stephan Oetzinger sowie SpVgg-Vorsitzender Uli Münchmeier begrüßten den Gast nach Verlassen seines Autos.
Dann begann für den Ministerpräsidenten das oftmals zitierte „Bad in der Menge“. Selfies waren gefragt und wenn’s mal nicht richtig klappen wollte, übernahm Söder selbst das Handy, um passende Erinnerungsbilder zu schießen. Der Jubel der Gäste beim Durchschreiten des Weges zwischen den Biertischreihen war groß.
Nach Goppel, Strauß und Stoiber
Münchmeier, Vorsitzender der SpVgg Vohenstrauß, begrüßte nach einem kräftigen Tusch der Blaskapelle Weiding den Ehrengast. “Wir hatten schon viele Persönlichkeiten hier, einen Ministerpräsidenten hatten wir noch nicht.” Er dankte für die Wertschätzung.
Bürgermeister Wutzlhofer listete die bayerischen Ministerpräsidenten auf, die die Stadt Vohenstrauß bisher besucht haben: Alfons Goppel, Franz Josef Strauß und Edmund Stoiber. “Für mich ist es das erste Mal, dass ich einen Ministerpräsidenten begrüßen darf.” Söder trug sich ins Goldene Buch der Stadt Vohenstrauß ein.
Beim Frankenfasching immer gern beleidigt
Söder meinte in seiner Ansprache, dass ihn Landtagsabgeordneter Oetzinger monatelang bekniet habe, das Fest der SpVgg Vohenstrauß – “das schönste weit und breit” – zu besuchen. Der Ministerpräsident gab ein Bekenntnis zur Oberpfalz ab und verband dies mit einem Verweis auf den Frankenfasching in Veitshöchheim, wo die Franken von den Oberpfälzern “immer beleidigt” würden – und sich darüber alle Jahre freuen.
Nicht alles Geld dürfe bei der Verteilung von Mitteln in die Ballungsräume gehen. Der Freistaat unterstütze auch die ländlichen Räume. Er dankte der SpVgg Vohenstrauß stellvertretend für Sportvereine, weil dort die Kinder gut aufgehoben seien. Es sei sinnvoll, ehrenamtlich und im sportlichen Bereich tätig zu sein.
Weniger Bürokratie für Vereine
“Wie traurig wäre es, wenn Neuregelungen des Deutschen Fußballbundes kommen würden, dass im Jugendbereich keine Tore und Punkte mehr gezählt werden.” Der Sport biete den jungen Menschen Gelegenheit, zusammenzukommen. “Ohne Ehrenamt ist Bayern nur die Hälfte wert.” Söder erkannte aber auch, dass die Bürokratie Vereine “erschlage”. Feste, die wiederholt werden, bräuchten nicht die bürokratische Behandlung wie ein neues Fest.
“Ich stehe zum Ehrenamt, ich stehe zum ländlichen Raum, ich stehe zur Oberpfalz, da kommt niemand an mir vorbei.” Es sei notwendig, gerade in schweren Zeiten, zusammenzukommen. “90 Prozent der Menschen wären froh, wenn sie in Bayern leben könnten”, meinte der Ministerpräsident.” Ein Seitenhieb noch in die Hauptstadt: “Jede bayerische Stadt hat mehr Vernunft als manche Berliner Regierungszentrale.”
Zum Abschluss dirigierte Markus Söder einen Marsch der Blaskapelle Weiding, um anschließend nochmals eine kleine “Selfietour” zu machen.




















