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Sicherheitswochen machen Kinder in Vohenstrauß zu kleinen Helfern

Vohenstrauß. In der Kindertagesstätte Don Bosco drehten sich zwei Projektwochen um Sicherheit: Erste Hilfe mit Notruf 112, Rettungswagen und Feuerwehr zum Anfassen. Ziel: Ängste abbauen und Kinder stark fürs Helfen machen.

Vohenstrauß. In der Kindertagesstätte Don Bosco drehten sich zwei Projektwochen um Sicherheit: Erste Hilfe mit Notruf 112, Rettungswagen und Feuerwehr zum Anfassen. Ziel: Ängste abbauen und Kinder stark fürs Helfen machen.
Feuerwehr Vohenstrauß zu Besuch in der KiTa. Foto: Ramona Beer

Sicherheitswochen machen Kinder in Vohenstrauß zu kleinen Helfern

Gastbeitrag von: Ramona Beer

Früh übt sich: Sicherheitswochen in der Kindertagesstätte Don Bosco. Kleine Helfer, ganz groß – in der Kindertagesstätte Don Bosco drehte sich in zwei Projektwochen alles um das Thema Sicherheit. Ziel der Aktion war es, den Kindern im Kindergarten auf altersgerechte Weise wichtige Kenntnisse rund um Sicherheit, Hilfeleistung und richtiges Verhalten in Notfallsituationen zu vermitteln. Und auch in der Krippe durften der Krankenwagen und das Feuerwehrauto natürlich nicht fehlen.

Erste-Hilfe-Woche in der Kita

In der ersten Woche drehte sich alles um das Thema „Erste Hilfe“. In den einzelnen Gruppen wurde das Thema individuell auf die Bedürfnisse und den Entwicklungsstand der Kinder hin aufgegriffen und mit den Kindern besprochen. Mithilfe von Bilderbüchern, Bildkarten, Geschichten und Legekreisen wurde den Kindern das Thema Erste Hilfe nähergebracht.

Die Kinder lernten, wie man bei einem Unfall Hilfe holen kann, wie man Verletzungen verarzten kann, und erfuhren, wer zu Hilfe kommt, wenn ein Unfall passiert ist. Das eine oder andere Kuscheltier oder auch einmal eine pädagogische Fachkraft mussten dann in den Gruppen fachkundig von den Kindern versorgt werden. Höhepunkte der Woche waren zum einen der Erste-Hilfe-Kurs der Vorschulkinder am Montag und am Mittwoch der Besuch des Roten Kreuzes mit einem Krankenwagen in der Einrichtung.

Vorschulkinder bestehen den Kurs „Kleiner Held“

Im Erste-Hilfe-Kurs „Kleiner Held“ wurden die Vorschulkinder der Kindertagesstätte von Frau Ehmann und der Handpuppe „Willi“ begrüßt. Die Kinder betrachteten zusammen einen Comic, in dem ein Unfall passiert. Zusammen betrachteten sie auf Bildkarten verschiedene Gefahrensituationen, in welche auch sie jederzeit geraten können, und lernten, dass es in Ordnung ist, auch andere Kinder vor solchen Situationen zu warnen und laut „Stopp“ zu sagen.

Außerdem lernten sie die Kurzwahl 112 kennen, die sie in Notfällen anrufen konnten. Am Ende lernten die Kinder, wie Erste Hilfe ganz praktisch funktioniert: Pflaster kleben und Verband wickeln standen auf dem Programm. Und natürlich durfte der Kopfverband nicht fehlen – am Ende besaßen alle Vorschulkinder ihren eigenen Kopfverband mit „Hasenohren“ vorn daran. Auch die stabile Seitenlage durfte nicht fehlen – jedes Kind hatte die Möglichkeit, die „Kitzellage“ einmal auszuprobieren. Am Ende erhielten die Vorschulkinder natürlich auch eine Urkunde und zum Andenken eine Cap mit der Aufschrift „Keiner ist zu klein, um ein Helfer zu sein“, zusammen mit ein paar Einmalhandschuhen.

Rettungssanitäter erklären den Kindern ihr Auto. Foto: Ramona Beer

Rettungswagen-Besuch nimmt die Angst

Am Mittwoch kam dann ein Rettungswagen zu den Kindern in den Kindergarten. Schon aus dem Fenster konnten einige der Kinder den Wagen auf dem Parkplatz der Einrichtung stehen sehen. Die Freude war riesengroß, fast genauso groß wie die Aufregung. Und einigen Kindern war auch unwohl beim Anblick des Wagens und der Sanitäter. Doch genau deswegen waren sie heute gekommen – die Sanitäter wollten den Kindern die Angst vor ihnen und dem Wagen nehmen.

WITRON – Nachmittag der Ausbildung
WITRON – Nachmittag der Ausbildung

Den Kindern wurde zuerst erklärt, wie ein Rettungswagen gerufen werden kann und was die Aufgabe eines Sanitäters ist. Im Anschluss ging es für die Kinder – natürlich freiwillig – ab auf die Liege. Dort konnten die Kinder einmal probeliegen und wurden natürlich auch fachkundig festgeschnallt. Einige Kinder durften dann sogar samt Liege in den Rettungswagen. Anschließend stiegen alle Kinder in den Wagen. Dort wurde ihnen gezeigt, was ein Sanitäter alles benötigt. Und die Kinder staunten nicht schlecht, was alles in einen Rettungswagen passt. Und natürlich musste zum Schluss auch noch das Blaulicht auf dem Wagen getestet werden.

Feuerwehr-Woche mit vielen Eindrücken

In der zweiten Woche drehte sich dann alles um die Feuerwehr. Auch hier wurde das Thema von den Fachkräften mit unterschiedlichen Methoden aufgegriffen und in den jeweiligen Gruppen besprochen. Höhepunkte der Woche waren der Besuch der Feuerwache Vohenstrauß und der Besuch von Herrn Grosser im Kindergarten. Dieser musste dann aber leider doch um eine Woche verschoben werden. Die Kinder lernten, dass anscheinend auch Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen krank werden können.

Erlebnis Feuerwache Vohenstrauß

In der Feuerwache durften die Vorschulkinder sich die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr einmal ganz genau ansehen. Ob Drehleiter, Löschfahrzeug oder Rüstwagen – alle Fahrzeuge wurden den Kindern vorgestellt und alle wurden von den Kindern genau begutachtet. Sie lernten verschiedene Werkzeuge der Feuerwehr kennen und konnten sich auch einmal in der Umkleidekabine der Feuerwehr umsehen.

Spannend wurde es dann auch, als sie selbst einmal auf ein Fahrzeug klettern durften. Eine anständige Brotzeit im Versammlungszimmer der Feuerwehr durfte natürlich nicht fehlen. Und dann wurde es für die Vorschulkinder noch einmal richtig spannend: Im Übungsraum der Feuerwehr durften sie den Hindernisparcours ausprobieren. Einmal durch enge Gänge quetschen, durch Falltüren hindurch und über Autoreifen darüber – ein Riesenspaß für die Vorschulkinder. Ein Erlebnis, das ihnen bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Feuerwehr zu Besuch in der KiTa. Foto: Ramona Beer
Probeliegen im Rettungswagen. Foto: Ramona Beer
Die Kinder bekommen die Trage des Sankers erklärt. Foto: Ramona Beer

Feuerwehrdrache Grisu und Notruf-Regeln

Und dann war es so weit – Herr Grosser kam mit seinem Helfer, dem Feuerwehrdrachen Grisu, in den Kindergarten. Jede Kindergartengruppe konnte die beiden in der Turnhalle der Einrichtung besuchen. Die Kinder lernten gute und schlechte Feuer kennen, was zu tun ist, wenn ein Feuer ausbricht, und wie sie den Notruf wählen können. Die Kinder sollten vor allem lernen, keine Angst vor der Feuerwehr zu haben und sich im Ernstfall nicht vor den Rettungskräften zu verstecken, sondern auf sie zuzukommen. Und damit ihnen die Angst vor einem Feuerwehrmann genommen wird, schlüpft Herr Grosser auch noch in seine Schutzkleidung. Denn mit dieser sah er nicht nur anders aus, sondern wegen der Atemschutzmaske klang seine Stimme auch ganz anders. Doch die Kinder des Kindergartens zeigten keine Angst – die Neugierde war viel zu groß. Und dann durften die Kinder, wenn sie es wollten, auch noch selbst eine Rettungshaube aufsetzen.

Lernen mit der Polizeipuppenbühne

Neben den spannenden Sicherheitswochen im Kindergarten fand auch noch ein Besuch der Vorschulkinder bei der Polizeipuppenbühne Vohenstrauß in der Stadthalle statt. In dem Stück „Der verwünschte Kasper“ verzauberte die Hexe Wackelzahn den armen Kasper im Straßenverkehr. Der arme Kasper hatte alle Straßenverkehrsregeln vergessen. Zum Glück waren aber die Vorschulkinder zur Stelle und mithilfe des Hundes Wuschel konnten sie den armen Kasper sicher durch den Verkehr bringen.

Dabei lernten die Kinder wichtige Regeln im Straßenverkehr kennen: Wie überquert man sicher eine Straße? Wie verhält man sich an einer Ampel oder an einem Zebrastreifen? Zum Abschluss lernten die Kinder ein Verkehrslied kennen und erhielten ein Ausmalbild mit dem Hund Wuschel.

Fazit: Mehr Sicherheit und soziales Miteinander

Die Sicherheitswochen in der Kindertagesstätte klingen erst einmal nach ganz viel Spaß für die Kinder. Doch diese Wochen sollen vorwiegend dazu dienen, dass Berührungsängste gegenüber Einsatzkräften abgebaut werden und ein Vertrauen in die Arbeit von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei aufgebaut wird. Gleichzeitig wurde ihnen vermittelt, dass Helfen eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe ist und jeder – unabhängig vom Alter – einen Beitrag leisten kann.

Durch das aktive Mitmachen erfuhren die Kinder, dass sie in einfachen Situationen selbst helfen und Verantwortung für sich und andere übernehmen können. Die Sicherheitswochen boten somit nicht nur spannende Erlebnisse, sondern stärkten auch das Sicherheitsbewusstsein und das soziale Verständnis der Kinder. Die gewonnenen Eindrücke und Erfahrungen werden die Mädchen und Jungen sicherlich noch lange begleiten.

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