SPD 60plus kritisiert Rentenpläne und warnt vor Kapitalrente in Schnaittenbach

SPD 60plus kritisiert Rentenpläne und warnt vor Kapitalrente in Schnaittenbach
Nach Ansicht des Bezirksvorstandes der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus Oberpfalz lassen die vorgelegten Empfehlungen der Rentenkommission eine umfassende Reform der Alterssicherung vermissen. Zahlreiche zentrale Fragen blieben unbeantwortet, so zum Beispiel die Einbeziehung aller Erwerbstätigen in ein einheitliches System.
Die Vorschläge, wie die Anhebung der Regelaltersgrenze, so Bezirksvorsitzender Reinhold Strobl bei einer Bezirksvorstandssitzung in Schnaittenbach, seien kritisch zu bewerten. Wer 45 Jahre gearbeitet habe, habe auch einen Anspruch auf seinen verdienten Ruhestand. Diese „Experten“ hätten sich zu sehr auf demografische Faktoren fokussiert und andere entscheidende Einflussgrößen wie Produktivität, Einkommensverteilung, Vermögenskonzentration und die Steuerpolitik ausgeblendet.
Kritik an Empfehlungen der Rentenkommission
Die geplante gesetzliche Kapitalrente berge erhebliche Risiken, zum Beispiel durch die Abhängigkeit von den Kapitalmärkten, durch die Belastung der Binnennachfrage und durch den Abfluss des eingesammelten Geldes in Finanzaktiva der internationalen Märkte, allen voran die USA, während gleichzeitig die Stabilität der umlagefinanzierten gesetzlichen Rente nicht ausreichend gestärkt werde. Harald Zintl sprach sich dafür aus, dass versicherungsfremde Leistungen vom Staat übernommen werden müssten.
Forderung nach Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze
Wenn schon eine große Reform, dann gehöre die Beitragsbemessungsgrenze abgeschafft. Es gebe jetzt zwar eine Diskussionsgrundlage; die AG 60plus teile die Begeisterung der Kommission für ihre Arbeit nicht vollumfänglich.
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