Stadtwerke Weiden investieren in Dächer und Photovoltaik: Arbeiten an Hans-Schröpf-Arena und Weidener Thermenwelt laufen
Stadtwerke Weiden investieren in Dächer und Photovoltaik: Arbeiten an Hans-Schröpf-Arena und Weidener Thermenwelt laufen
Mit der Dachsanierung der Thermenwelt und der Hans-Schröpf-Arena bereiten die Stadtwerke Weiden den Bau der größten Aufdach-PV-Anlage der Stadt vor. Damit schaffen sie die Basis für mehr Energieeffizienz und eine nachhaltige Energieversorgung des Freizeitzentrums.
Wer derzeit Kräne etwas auf die Hans-Schröpf-Arena oder die Weidener Thermenwelt hieven sieht, beobachtet eines der größten Projekte der Stadtwerke Weiden in diesem Jahr. Das Kommunalunternehmen investiert in eine nachhaltige Zukunft und saniert sämtliches Dachwerk des Freizeitzentrums.
Gründe für die Modernisierung
Doch warum wird eigentlich modernisiert? Das wollte Weidens Oberbürgermeister Benjamin Zeitler genauer wissen und informierte sich deshalb bei einem Vor-Ort-Termin über die laufenden Bauarbeiten. Dabei erklärte ihm Stadtwerke-Vorstand Michael Kreis: „Die auf den Flachdächern der Thermenwelt und des Eisstadions verbauten PVC-Dachabdichtungen haben ihre maximale Lebensdauer erreicht und müssen erneuert werden.“
„Das Dach der Hans-Schröpf-Arena wurde 1986 fertiggestellt, das Dach der Weidener Thermenwelt im Jahr 1992“, ergänzte Gerhard Kreutzer, Leiter des Freizeitzentrums. Die durchschnittliche Lebensdauer von Foliendächern von rund 25 bis 30 Jahren sei damit ausgeschöpft.
Fünfjahresplan für das Freizeitzentrum
„Mit der Sanierung der Dachflächen setzen wir aktuell den ersten Bauabschnitt einer großen Modernisierung unseres Freizeitzentrums um“, so Kreis. Das Projekt sei Teil eines Fünfjahresplans des Kommunalunternehmens, der künftig noch weitere Weiterentwicklungen vorsieht, unter anderem den barrierefreien Aus- und Umbau des Thermenwelt-Eingangsbereichs.
„Unser Ziel ist es, die Gebäude für die Zukunft fit zu machen und deren Energieeffizienz merklich zu verbessern“, ergänzte Gerhard Kreutzer. Mit der Sanierung werden die bestehenden Dachabdichtungen durch moderne Dachbahnen aus Polyisobutylen (PIB) ersetzt. „Dieses Material ist besonders langlebig, witterungsbeständig und gilt als dauerhaft betriebssicher“, erklärte Kreis. Zugleich werde die Wärmedämmung der Dachflächen nach den aktuellen energetischen Anforderungen erneuert. „Dadurch verbessert sich die Energieeffizienz der Gebäude nachhaltig und langfristig.“
Investitionen, Förderung und Baufortschritt
Die Stadtwerke Weiden investieren rund 1,5 Millionen Euro in die Dachsanierung. Das Projekt wird mit einer hohen Förderquote aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen unterstützt. Die Dachflächen umfassen insgesamt rund 7.800 Quadratmeter. Bei den Arbeiten ist Schwindelfreiheit von Vorteil, denn sie laufen in Höhen zwischen etwa acht und 15 Metern.
Benjamin Zeitler ist bei seinem Termin vor Ort gleich auf das höchste aller Freizeitzentrum-Dächer hinaufgestiegen, das Dach der Hans-Schröpf-Arena. „Das ist ein großartiges Projekt, das die Stadtwerke hier umsetzen“, sagte er bei der Besichtigung der Eisstadion-Dachflächen. „Und die Ziele sind noch besser: Energie sparen und zugleich etwas für die Umwelt tun.“ Zudem lobte Zeitler die Modernisierung eines der größten Freizeitzentren der Gegend.
Bedeutung für Besucherinnen und Besucher
Denn Freizeitzentrum-Leiter Kreutzer wusste: „Die Hans-Schröpf-Arena hat pro Jahr knapp 50.000 Eislaufgäste und obendrauf kommen noch die Fans der Blue Devils bei ihren Heimspielen. Und die Thermenwelt besuchen jedes Jahr rund 250.000 Menschen.“
Wenn die Arbeiten an der Dachhaut der Hans-Schröpf-Arena Ende August abgeschlossen sind, geht es dort nahtlos mit der Installation der Photovoltaikmodule weiter. Die Fertigstellung der Dachsanierung der Weidener Thermenwelt ist für Ende Oktober vorgesehen. Danach geht es auch dort mit der Montage der PV-Module los.
Photovoltaik-Ausbau mit 1,2 Megawattpeak
Auch auf dem Dach des sogenannten „Frei-Eis“, der Freiluft-Eislauffläche der Hans-Schröpf-Arena, werden Photovoltaikmodule installiert. Insgesamt investieren die Stadtwerke rund 900.000 Euro, um das Freizeitzentrum mit PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1,2 Megawattpeak auszustatten. Rein rechnerisch könnten damit mehrere Hundert Haushalte mit Sonnenstrom versorgt werden.
„Hier läuft bald die größte Aufdach-PV-Anlage der Stadt“, kündigte Kreis an. Das PV-Projekt laufe in Zusammenarbeit mit einem regionalen Betrieb und die Anlage soll Mitte 2027 in Betrieb gehen. „Wir werden dann rund 1,2 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr, vorrangig für den Direktverbrauch des Freizeitzentrums, produzieren.“
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