Tradition und Ehrenamt glänzen beim Tag des Bieres in Eslarn
Tradition und Ehrenamt glänzen beim Tag des Bieres in Eslarn
Der „Tag des Bieres“ erinnert an das im Jahr 1516 erlassene Bayerische Reinheitsgebot und wird in Eslarn bereits seit 1994 gefeiert. Seit der Einweihung des „Biererlebnisses“ im Jahr 2015 hat sich das Fest kontinuierlich weiterentwickelt und etabliert. Mit viel Herzblut, gelebter Tradition und bester Stimmung wurde am Donnerstag, 23. April 2026, in Eslarn wieder der „Tag des Bieres“ gefeiert. Viele Besucher aus nah und fern bereicherten mit ihrer Anwesenheit den am Kommunbrauhaus „Biererlebnis“ gefeierten Jahrestag.
Tag des Bieres in Eslarn: Geselligkeit am Kommunbrauhaus
Das gemeinsame Fest ist längst zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender der Region geworden. Der sonnige Frühlingstag bot im Freien direkt neben dem kleinen Hopfengarten ideale Bedingungen für gesellige Stunden. Die liebevoll gestalteten Sitzgelegenheiten luden zum Verweilen ein und boten den perfekten Rahmen für Begegnungen unter Freunden und Bekannten. Als es am Abend kühler wurde, nahmen die Gäste die temperierte Festhalle dankbar an.
Helfer, Ausschank und Rebhuhn-Zoigl im Fokus
Ein besonderer Dank gilt den vielen engagierten Helferinnen und Helfern, ohne deren Einsatz eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich wäre. Allen voran überzeugten die Mitglieder des Fischereivereins um Vorsitzenden Karl Roth mit großem Einsatz und kulinarischen Schmankerln vom Grill. Hinter der Schenke sorgten Franz Singer, dritter Bürgermeister Bernd Reil, Marktrat Wolfgang Voit sowie einige Festburschen für einen reibungslosen Ausschank. Die fleißigen Bedienungen versorgten die Gäste aufmerksam und freundlich mit dem süffigen Rebhuhn-Zoigl – ein Service, der vielfach gelobt wurde.
Für den musikalischen Höhepunkt des Abends zeichnete die Gruppe „Bockl-Blech“ aus Waidhaus verantwortlich. Bockl-Blech, eine Erinnerung an die legendäre Bockldampflok, wurde im Juni 2019 gegründet, wobei der Name von einem Leser der Tageszeitung stammte. „Die vielen Namensvorschläge für die Musikgruppe kamen nach dem Aufruf im Neuen Tag per Postkarte und Brief und der Gewinner durfte sich über ein Ständchen vor der Haustür freuen“, erinnerte sich Bauriedl. Seither geht es mit Volldampf voraus und die fünf Vollblutmusiker begeisterten mit schwungvoller Blasmusik und Schunkelrunden ihr Publikum. Unter der musikalischen Leitung von Philipp Bauriedl und dem Moderator Ludwig Greß präsentierten die Vollblutmusiker Thomas Bayer, Jonas Schmid und Tobias Fürtsch eindrucksvoll das seit 2019 abwechslungsreiche Repertoire von alpenländischen bis hin zu altbayerischen und böhmischen Klängen. Stücke wie „Griass di Gott Frau Wirtin“ oder „Zwei lustige Brüder“ sorgten für ausgelassene Stimmung und unterstrichen eindrucksvoll das Motto „mit Volldampf voraus“ der Gruppe.
Ehrengäste, Grüße und internationaler Braueraustausch
Auch zahlreiche Ehrengäste ließen es sich nicht nehmen, dem Traditionsfest beizuwohnen. Bürgermeister Reiner Gäbl begrüßte unter anderem Bürgermeister Markus Ludwig aus Störnstein, seinen Stellvertreter und Nachfolger Thomas Kleber, den Eslarner Ehrenbürger Georg Zierer senior, Kommunbraumeister Felix Weinfurter sowie weitere kommunale Vertreter. Ein besonderer Gruß galt dem tschechischen Brauereichef Jiří Plevka mit Partnerin aus Chodová Planá. Der Ehrengast stieß mit einem herzlichen „Na zdravi“ auf die Gesundheit an und demonstrierte mit dem eigenen Trinkspruch „Hopp-Hopp“ internationale Verbundenheit. Für eine persönliche Note sorgte zweiter Bürgermeister Thomas Kleber, der anlässlich des Georgitages allen anwesenden Namensträgern, besonders Kommunbrauer Georg Zierer senior, Marktrat Georg Zierer und Gemeindekämmerer Georg Würfl am Biertisch herzlich gratulierte.
Während der Feier konnten Besucher im Kommunbrauhaus-Museum die beeindruckende Brautradition des Ortes – mit nachweisbaren Wurzeln bis ins Jahr 1573 – mit allen Sinnen erleben. Ins 16. Jahrhundert reichte auch die Geschichte der ältesten Brauerei „Pivovar Chodovar“ in der westböhmischen Region zurück. Beide Orte können damit auf eine rund 450-jährige Braugeschichte zurückblicken. Ganz im Sinne des am Kommunbrauhaus in Stein gemeißelten humorvollen Mottos „Jeder Tag ohne Bier ist ein Risiko“ stand das gesellige Miteinander im Mittelpunkt. Der „Tag des Bieres“ in Eslarn bleibt damit nicht nur ein Fest, sondern ein lebendiges Symbol für Zusammenhalt, Tradition und ehrenamtliches Engagement in der Oberpfalz.










