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Traditioneller Sternritt auf den Barbaraberg – Passion und Lebensgefühl

Speinshart. Rösser und Kutschen, Reiter, Pferdenarren und viele Gläubige: Es ist eine Mischung aus Pferdesport-Begeisterung und Wallfahrt, aus Glauben und lebendigem Brauchtum. Schon lange hat der Sternritt zum Barbaraberg im Veranstaltungskalender der Region einen festen Platz.

Traditioneller Sternritt auf den Barbaraberg – Passion und Lebensgefühl

Foto: Robert Dotzauer

An Christi Himmelfahrt, war die Freude der „Rosserer“ und mit ihnen die Begeisterung einer riesigen Fangemeinde groß, nach einigen düsteren Jahren wieder an die lange Tradition anknüpfen zu können. Eine Passion, die der Reitclub am Kulm fast schon ein halbes Jahrhundert erfolgreich pflegt.

Lange Ritte aus allen Himmelsrichtungen bis aus dem Frankenland nahmen die Pferdefreunde in Kauf, um auf dem “heiligen Berg der Speinsharter” den Segen für sich und ihre Tiere zu erbitten, um fachzusimpeln und um es sich schließlich am Vatertag bei diversen Schmankerln gut gehen zu lassen. Die Atmosphäre hoch oben auf 532 Metern Höhe fesselt stets aufs neue, Reiter und Zaungäste. Der Blick reicht weit ins Land und lässt die Schönheit der Nordoberpfälzer Kulturlandschaft um das Kloster Speinshart und rund um den Rauhen Kulm als Kraftberg der Nordoberpfälzer so richtig erstrahlen.

Weniger Rösser, aber Rekordbesuch

Großer Andrang herrschte auf dem Festgelände. Foto: Robert Dotzauer
Foto: Robert Dotzauer
Foto: Robert Dotzauer

Es auch das weiß-blaue Firmament, das der Wettergott den Pferdefreunden und den geschätzt 1.000 Besuchern bei allerdings frischen 14 Grad schenkte. Nicht wenige Pferdenarren waren bis zu drei Stunden im Sattel, um bei dieser Kultveranstaltung dabei sein zu können. So zum Beispiel Reitergruppen aus Guttenthau, dem Stammsitz des Reitclubs am Kulm und einer Kutsche aus Eschenbach. Werner Schreml ist beim Reitertreffen als einer der wenigen Kutscher Stammgast.

Unter den Besuchern auch Heike König mit ihrem Pferd Luna und Maria Meyer mit dem Vierbeiner Monaco, beiden aus Neuhaidhof. Schon seit über 20 Jahren ist für die Amazonen der Sternritt eine tolle Abwechslung. „Einfach schön ist es hier oben, die Atmosphäre ist einmalig“, schwärmte Maria Meyer, die schon als Kind mit dem Pony den alljährlichen 20-Kilometer-Ritt wagte. Auch Natalie Jott mit Madonna und Simona Neumüller auf ihrem geliebten „Rudy“ zeigten sich begeistert.

Tradition, Pferdesegnung und das Treffen mit Gleichgesinnten, ein harmonischer Gleichklang, wie Natalie Jott befand. Für die Pferdesportlerinnen aus Immenreuth ist es ein jährliches Highlight, das auf dem Barbaraberg stets mit einem Bekenntnis zum christlichen Glauben beginnt. Dieses Gefühl von Vertrautheit genießt auch Emily. Mit ihrer „Mary“, einem Pferd der Rasse Tinker, ist die junge Dame aus Lämmershof stets dabei, wenn es in Richtung Barbaraberg geht.

Messe für Pferd und Mensch

Die Festmesse vor der Barbaraberg-Kapelle zelebrierte der Prämonstratenser-Pater Benedikt Schuster. “Wir wollen den Glauben mit der Verkündigung von Gottes Wort leben”, dazu luden der Seelsorger und die Veranstalter ein. „Nicht jammern, sondern dort hinschauen, wo wir helfen können“, so lautete die zentrale Botschaft des Paters. Der Gottesdienst endete mit der Pferdesegnung und dem Wettersegen.

WITRON – Schnuppertage
WITRON – Schnuppertage

Auch die Teilnahme von Jagdhorn- und Parvorcehornbläsern hat Tradition. Die Kaibitzer Schlossbläser unter Leitung von Hornmeister Ely Eibisch begleiteten den Gottesdienst musikalisch. Der Reitertag entwickelte sich danach zum zünftigen Feiertag. Nach der Dankadresse an viele helfende Hände lud Club-Vorsitzende Renate Schupfner mit Blick auf das reiche Schmankerl-Angebot zum fröhlichen Feiern in luftiger Höhe ein.