VdK Neustadt besucht Major-Radloff-Kaserne in Weiden

VdK Neustadt besucht Major-Radloff-Kaserne in Weiden
Der VdK-Ortsverein Neustadt besuchte kürzlich die Major-Radloff-Kaserne in Weiden. Den Besuch und die Kasernenführung hatte der VdK-Vorsitzende Gierisch im Vorfeld mit Oberstleutnant Hekja Marlen Werner von der Bundeswehr abgestimmt. Insgesamt nahmen 30 Mitglieder des Ortsvereins an der rund zweistündigen Besichtigung teil.
Geschichte, Auftrag und aktueller Zustand der Kaserne
Organisationsleiter und Hauptfeldwebel der Reserve Hartmut Schütze vom Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V. führte die Gruppe über das Gelände und vermittelte umfassende Einblicke in Geschichte und Gegenwart des Standorts. Seit einigen Jahren trägt die Kaserne den Namen des 2010 in Afghanistan gefallenen Majors Jörn Radloff, der zuvor in Weiden gedient hatte.
Schütze erläuterte die Entwicklung der Kaserne und ging dabei auch auf die Zeit nach der Aussetzung der Wehrpflicht ein. Die daraus resultierenden Sparmaßnahmen sowie die veränderten Aufgaben der Bundeswehr im Rahmen internationaler Einsätze wurden beim Rundgang durch mehrere Unterkünfte aus den 1960er- und 1970er-Jahren deutlich.
Modernisierung und aktuelle Entwicklungen
„Hier konnte man gut erkennen, welche Auswirkungen jahrelange Einsparungen auf Infrastruktur und Ausstattung hatten“, erklärte Schütze während der Führung. Zugleich machte er deutlich, dass sich inzwischen vieles verändert habe und man spüre, dass die Zeitenwende auch bei der Truppe ankomme. In den vergangenen Monaten konnten bereits einige Bauvorhaben realisiert werden; weitere Maßnahmen sind für die Zukunft geplant. Insgesamt, so Schütze, sei die Truppe in Weiden gut aufgestellt.
Zudem stellte er verschiedene Waffensysteme und deren militärische Verwendung vor, darunter den Schützenpanzer „Marder“, das Aufklärungsfahrzeug „Fennek“ und die „Panzerhaubitze 2000“. Dabei brachte er seine langjährige Erfahrung bei der Bundeswehr ein und stieß bei den VdK-Mitgliedern auf großes Interesse.
Austausch beim Mittagessen und Fazit
Im Mannschaftsheim tauschten sich die Teilnehmer bei einem gemeinsamen Mittagessen über die angesprochenen Themen und die aktuellen Entwicklungen innerhalb der Bundeswehr aus. Ein Teilnehmer zeigte sich beeindruckt: „Die Führung war sehr informativ und hat viele Hintergründe verständlich gemacht, die man sonst kaum erfährt“, sagte ein Gast des Ortsvereins.
Die Besucher nahmen zahlreiche neue Eindrücke sowie ein vertieftes Verständnis für die Aufgaben und Herausforderungen der Bundeswehr mit. Die Besichtigung hinterließ bei allen Beteiligten einen nachhaltigen Eindruck.




