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Verwaltungsgemeinschaft Kirchenthumbach: Verbandsumlage steigt um 22 Prozent

Kirchenthumbach. Der Haushalt der Verwaltungsgemeinschaft Kirchenthumbach steigt 2024 auf 1,57 Millionen Euro an, eine Erhöhung um 22% bedingt durch steigende Personalkosten und Inflation.

Verwaltungsgemeinschaft Kirchenthumbach: Verbandsumlage steigt um 22 Prozent

Die digitalisierte Kirchenthumbacher VG-Zentrale belastet den VG-Haushalt jährlich mit 115.000 Euro. Hintergrund sind steigende Kosten für die EDV und höhere Kosten für Lizenzen und Programmpflege. Weitere Kosten entstehen durch die geplanten Büromodernisierungen und Versicherungsbeiträge gegen Schäden durch Cyberattacken. Foto: Robert Dotzauer

Der Etat der Verwaltungsgemeinschaft Kirchenthumbach steigt aufgrund von deutlich steigenden Personalkosten, einer neuen Planstelle und inflationärer Kostensteigerungen um 22 Prozent. Die VG-Mitgliedsgemeinden Kirchenthumbach, Schlammersdorf und Vorbach müssen ihre Haushalte entsprechend anpassen. Der Gesamthaushalt steigt von 1,36 Millionen Euro auf 1,57 Millionen Euro. Die drei Gemeinden haben somit Umlageverpflichtungen in Höhe von 1,18 Millionen Euro – im Vorjahr waren es noch 215.000 Euro weniger.

Entwicklung der Kosten

Der wesentliche Ausgabenfaktor sind die Personalkosten, die fast 78 Prozent des Gesamthaushalts ausmachen. Aufgrund der Einwohnerzahlen ermittelte Kämmerer Michael Eisner eine Pro-Kopf-Umlage von 229,31 Euro. Im Jahr 2023 betrug sie noch 187,35 Euro. Die Umlage verteilt sich auf die Gemeinden Kirchenthumbach (742.279 Euro), Schlammersdorf (195.143 Euro) und Vorbach (243.528 Euro) unter den insgesamt 5.150 Einwohnern im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft.

Eine ernüchternde Kostenentwicklung, wie auch die Verbandsräte Dominik Brütting und Josef Geyer feststellten. Allerdings wird investiert, weit in die Zukunft wirken, wie Verbandsvorsitzender Bürgermeister Alexander Goller anmerkte. Insbesondere wird in die Umstrukturierung der Datenverarbeitung investiert, die wegen zunehmender Digitalisierungs-Auflagen auf 115.000 Euro jährlich steigt. Zudem wird eine neue Homepage erstellt und Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen im Rathaus Kirchenthumbach werden durchgeführt.

Maßnahmen gegen Cyberangriffe und Finanzbedarf

Eine Kassenversicherung in Höhe von zirka 10.000 Euro jährlich soll künftig Vermögensschäden bis zu einer Million Euro durch Cyberangriffe auf das IT-Rechnersystem der VG abdecken. Zur Deckung dieses Finanzbedarfs sieht der Haushaltsentwurf eine Entnahme aus der Allgemeinen Rücklage in Höhe von 95.000 Euro vor, woraus sich eine Reduzierung der Rücklage zum Jahresende 2024 auf 30.000 Euro ergibt. Ein Kassenkredit in Höhe von 246.000 Euro soll möglichen kurzfristigen Liquiditäts-Schwankungen begegnen. Die Verwaltungsgemeinschaft ist dabei schuldenfrei.

Der Stellenplan zeigt eine Erhöhung der Arbeitnehmer-Vollzeit-Planstellen von 10,10 auf 11,6 Mitarbeiter. In Zukunft wird eine technische Kraft das Bauamt besetzen. Neu ist die Stelle eines TCMS-Beauftragten, die künftig VG-Mitarbeiter Simon Götz besetzt. Seine Stellvertreterin wird Beate Eschenweck sein. Diese Aufgabe beinhaltet sogenannte “Tax Compliance-Regelungen” in der Finanzverwaltung zur Überwachung steuerlicher Vorgaben.

Haushaltsjahre 2024 und 2022 im Vergleich

Ein Blick auf die Eckdaten des VG-Haushalts zeigt: Die gesamte Summe für 2024 beträgt 1.570.950 Euro (im Vorjahr 1.361.700 Euro). Der Verwaltungshaushalt liegt bei 1.475.950 Euro (2023: 1.261.700 Euro) und der Vermögenshaushalt bei 95.000 Euro (2023: 100.000 Euro). Die Verbandsumlagen betragen 1.180.950 Euro (2023: 965.600 Euro) und die Pro-Kopf-Umlage 229,31 Euro (Vorjahr: 187,35 Euro). Haushaltsplan und Satzung, Finanz- und Stellenplan und das Investitionsprogramm wurden von der VG-Versammlung einstimmig beschlossen.

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