OTH Amberg-Weiden
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Weiherhammer feiert 150 Jahre Feuerwehrjubiläum

Weiherhammer. Weiherhammer feierte das 150-jährige Bestehen seiner Feuerwehr mit einer zweitägigen Festlichkeit, einschließlich einer Fahnenweihe. Der Festakt begann mit einer Partynacht und endete mit einem Festzug zum Gemeindefestplatz, wobei die ökumenische Messe und die Fahnenweihe besondere Höhepunkte darstellten. Das Engagement der Jugend wurde gelobt, und die neue Fahne, finanziert mit unterstützender Hilfe von Sponsoren, wurde feierlich gesegnet.

Weiherhammer feiert 150 Jahre Feuerwehrjubiläum

Foto: Siggi Bock
Foto: Siggi Bock
Foto: Siggi Bock
Foto: Siggi Bock

Auch der Himmel lachte in die Weiherhammerer Festfreude. Die Feuerwehr feierte zwei Tage ihr 150-jähriges Gründungsjubiläum mit Fahnenweihe. Die FFW wollte dies bewusst in kleinem Rahmen begehen, weil 2019 das 145-Jährige drei Tage groß gefeiert wurde. „Jetzt haben wir die Festdamen und in fünf Jahren nicht mehr“, nannte der damalige FW-Chef Rajmund Buchmann als Hauptgrund. Zum Auftakt gab es am Samstag eine Partynacht, bei der die Band „Musik Total“ dem überwiegend jungen Volk einheizte. Erst vor der Morgendämmerung verließen die letzten Gäste die Bar.

Ökumenischer Festgottesdienst

Auch der Festsonntag hatte mit den Feuerwehren aus dem Umkreis und Ortsverein sowie vielen Gästen ein Festkleid angelegt. Vom weißblauen Himmel strahlte bereits zum ökumenischen Festgottesdienst am Feuerwehrhaus die Sonne. Der Freialtar war mit bunten Blumentöpfen und dem Konterfei der Firmlinge schön geschmückt. „Sich für einen so anspruchsvollen Dienst Tag und Nacht auf Abruf ehrenamtlich zu engagieren, das verdient großen Respekt und Anerkennung“, betonte Pfarrer Varghese Puthenchira zu Beginn.

„Sie entfachen auch das Feuer der Menschlichkeit, das unser Zusammenleben erhellt und warm macht.“ Puthenchira nannte die Wehrfrauen und -männer ein großes Vorbild und eine große Inspiration, gerade in einer Zeit, in der Viele nur um das eigene Ich zu kreisen scheinen. „Wir haben viel Grund zum Feiern, froh und dankbar zu sein, denn die FFW hilft seit 150 Jahren vielen Mitmenschen über Konfessionsgrenzen hinweg. Schön, dass auch junge Leute mitmachen“, unterstrich Pfarrer Marcio Trentini. Er erinnerte an das zeitgleiche Kirchweihfest der evangelischen Kirchengemeinde. Weil nicht alles gut und perfekt sei, „ist die gelebte Freundschaft der Brüder und Schwestern im Glauben sehr wichtig“, sagte Trentini.

Feierlichkeiten und Zukunftspläne

Kinder- und Jugendfeuerwehrler trugen die Fürbitten vor. Nach einem Gebet segnete Pfarrer Puthenchira die neue Fahne, die Martin Haller trägt. Der Gottesdienst endete mit der gemeinsam gesungenen Bayernhymne. Die Etzenrichter Blaskapelle unter Ernst Ebnet begleitete den Volksgesang und führte auch den langen Festzug über die Hauptstraße zum Gemeindefestplatz an. Bürgermeister Ludwig Biller beglückwünschte die Jubelwehr im Beisein seiner Amtsvorgänger Georg Härning und Werner Windisch sowie von Ratsmitgliedern.

Biller dankte allen, die bisher in der Verantwortung standen und jetzt diese Wehr führen. Als Bürgermeister trage er die Verantwortung mit ruhigem Gewissen, weil angefangen von den Kommandanten Christoph Wagner, Christian Hierold und Lukas Reger bis hin zu jedem einzelnen Aktiven jeder pflichtbewusst seine Aufgaben erfülle. Der Gemeindechef lobte die Jugendarbeit als wichtiges Standbein, den spürbaren Zusammenhalt und das harmonische Miteinander. Steven Krull von der anwesenden Partnerwehr Lugau/Brandenburg übergab ein handbemaltes Bild mit den Wappen beider Gemeinden sowie eine WC-Türnotöffnung zur Erinnerung an einen spektakulären Vorfall vor 20 Jahren.

„Mit unseren starken Kinder- und Jugendgruppen, die sich auf den Dienst in der Wehr vorbereiten, können wir voll Zuversicht in die Zukunft blicken“, zeigte sich Vorsitzender Johannes Aigner zu Recht stolz. Nach dem Mittagessen in frischer Waldluft und bei Blasmusik ging die Feier mit Kaffee und Kuchen, Grillspezialitäten sowie Kinderbelustigungen und bester musikalischer Unterhaltung durch das Geschwistertrio Baier in den Abendstunden erfolgreich zu Ende.

Zoigltermine
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Hintergrund zur FFW Weiherhammer

FFW Weiherhammer: 358 Mitglieder Aktive: 75, Jugendgruppe: 26, Kinderfeuerwehr „Feuerflitzer“: 22. Die neue Fahne kostete 11.000 Euro. Ein Drittel trug die Wehr. Aigner dankte den Sponsoren BHS Corrugated, NSG Pilkington AG und Gemeinde für die Übernahme des Löwenanteils. Sie sind mit Life-Cycling-Gebäude, zwei Kaminen und Rathaus dargestellt. Auf der anderen Seite der Fahne ist das Feuerwehrhaus mit dem Leitwort „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ abgebildet. Die alte Fahne war seit 1961 im Dienst. Wegen der hohen Kosten für eine Restaurierung hatte man sich für eine Neuanschaffung entschieden.