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Wo Lernen, Spielen und Gemeinschaft zuhause sind

Kirchenthumbach. Ein neues Kapitel für die Betreuung der Schulkinder ist aufgeschlagen: Mit der Einweihung der Offenen Ganztagsschule (OGTS) hat der Markt Kirchenthumbach ein zukunftsweisendes Bauprojekt abgeschlossen.

Wo Lernen, Spielen und Gemeinschaft zuhause sind

Beim Tag der offenen Türe kamen viele Interessierte. Neben der Möglichkeit die Räumlichkeiten zu besichtigen, gab es ein buntes Rahmenprogramm und beste Verpflegung. Foto: Herbert Ziegler
Neben Buttons, Freundschaftsbändchen oder Schlüsselanhänger gestalten, konnte man sich auch schminken lassen. Foto: Herbert Ziegler
Der musikalische Beitrag „Unsere Schule feiert heute“ wurde von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 3, 4 und 5 vorgetragen. Er lockerte die Einweihungsfeier auf. Foto: Herbert Ziegler
Die Kinder werden in der OGTS mit kleinen Tätigkeiten eingebunden. Hier wird gerade das Essen gefasst. Außerdem gibt es einen Abräum- und Tischdienst. Foto: Petra Lettnr
Der Bewegungsraum ist sehr gefragt. Neben Hula-Hoop, Seilhüpfen sind natürlich die Großbausteine sehr gefragt. Foto: Petra Lettner
Der Essensplan ist abwechslungsreich. Beim Essen in der Mensa haben die Kinder die Möglichkeit gemeinsam zu Mittag zu essen und Abstand vom Schulunterricht zu nehmen. Danach beginnt die Hausaufgabe. Foto: Petra Lettner

Nach dem offiziellen Festakt am Vormittag öffneten sich am Nachmittag die Türen für die Bevölkerung. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, die modernen Räumlichkeiten kennenzulernen.

Großes Interesse beim Tag der offenen Türe

Pünktlich um 14 Uhr verzog sich der Nebel, und die Herbstsonne blinzelte hervor. Das lockte viele Interessierte auf das Gelände. Während die Kinder spielten, bastelten oder sich schminken ließen, genossen Eltern und Großeltern auf den bereitgestellten Bänken Kaffee und Kuchen, Kaltgetränke sowie herzhafte Speisen. Großen Anklang fand die Tombola des Förderkreises: Die Lose waren rasch vergriffen, schließlich gewann jedes Los. Neben tollen Preisen gab es damit auch einen guten Zweck zu unterstützen. Der Erlös kommt der Aktion „Hilfe für Anja“ und den Kindern der Grund- und Mittelschule zugute.

Feierlicher Auftakt mit Musik und Segen

Den offiziellen Teil am Vormittag gestalteten Ansprachen, musikalische Beiträge der Schulkinder und die Segnung der neuen Räumlichkeiten. Im Mittelpunkt stand die Bedeutung einer zeitgemäßen Ganztagsbetreuung, die Kindern einen geeigneten Ort zum Lernen, Spielen, Essen und Erholen bietet und Familien im Alltag unterstützt.

Räume, Strukturen und ein solides Fundament

Schulleiterin Andrea Wolfram brachte die Bedeutung der baulichen Voraussetzungen auf den Punkt. Häufig werde über Hausaufgabenbetreuung, geeignetes Personal oder pädagogische Konzepte gesprochen. All dies sei das Herzstück der Ganztagsbetreuung. Damit dieses Herz schlagen könne, brauche es jedoch auch einen passenden Körper: Räume, Strukturen, Logistik und ein solides Fundament. Der Neubau schaffe dafür die notwendigen Voraussetzungen.

Von der Übergangslösung zum Neubau

Die Geschichte der OGTS reicht bis ins Jahr 2019 zurück. Damals wurde die Mittagsbetreuung nicht mehr vom Kinderhaus St. Elisabeth angeboten und zog ins Schulgebäude um. Begonnen wurde mit einer Lang- und zwei Kurzgruppen. Mit der steigenden Nachfrage wuchs auch der Platzbedarf. Dank einer Ausnahmegenehmigung konnten die Kinder schließlich über mehrere Stockwerke hinweg betreut werden, dass sich nicht immer einfach gestaltete. Mit Blick auf den kommenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung musste der Markt eine dauerhafte Lösung schaffen.

Zwischen Planung und Einzug vergingen drei Jahre

Im Sommer 2023 sammelten Schule, OGTS und Kommune gemeinsam Ideen. Die Planung übernahm das Architekturbüro b+architekten. Im März 2025 erfolgte der Spatenstich, im August wurde Richtfest gefeiert. Seit Beginn des Schuljahres 2026/27 wird das fertige Gebäude nun genutzt.

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2,8 Millionen Euro Investition in die Zukunft

Rund 2,8 Millionen Euro investierte der Markt Kirchenthumbach in das Projekt. Bei einer Förderquote von 80 Prozent ist der Neubau eine bedeutende Investition in die Zukunft der Kinder und Familien. Auf rund 640 Quadratmetern überbauter Fläche entstand ein moderner Bau in Holzständerbauweise, der auf die Anforderungen der Ganztagsbetreuung zugeschnitten ist.

Raum für Bewegung und Rückzug

Das Gebäude umfasst fünf Gruppenräume, eine Mensa, eine Küche, Personal- und Sanitärräume sowie drei Kellerräume. Die durchdachte Aufteilung ermöglicht eine flexible Nutzung und orientiert sich an den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder. Aktivbereiche bieten Platz für Bewegung, Spiel und gemeinschaftliche Beschäftigung, Ruhezonen laden zum Zurückziehen ein. Funktionsbereiche unterstützen die Verpflegung und die organisatorischen Abläufe.

Cook and Hold

Die Küche ist als Ausgabeküche konzipiert: Das Essen wird angeliefert und bereitgestellt, gekocht wird vor Ort derzeit nicht. Das Verpflegungskonzept folgt dem Prinzip „Cook and Hold“. Für eine mögliche spätere Erweiterung der Küchennutzung wurden jedoch entsprechende Möglichkeiten berücksichtigt. Die Mensa schafft Raum für gemeinsame Mahlzeiten und Begegnungen.

Auch technische und energetische Aspekte wurden bei der Planung berücksichtigt. Ein zeitgemäßes Energiekonzept und ein angenehmes Raumklima sollen zu einer funktionalen und nachhaltigen Nutzung beitragen.

Für die Zukunft gerüstet

Für die Grund- und Mittelschule werden dauerhaft rund 130 Schüler erwartet. Voraussichtlich 104 Kinder sollen die OGTS besuchen. Das Angebot steht von Montag bis Freitag zur Verfügung und umfasst drei Kurzgruppen sowie zwei Langgruppen. Damit können unterschiedliche zeitliche Bedürfnisse der Familien berücksichtigt werden.

Der Neubau schafft Raum für die erwartete Nachfrage der kommenden Jahre. Statt die Betreuung auf mehrere Stockwerke im Schulgebäude zu verteilen, steht nun ein eigener Ort für den Ganztagsalltag zur Verfügung.

Ein neues Kapitel beginnt

Mit der Einweihung und dem Tag der offenen Tür wurde deutlich, dass das Gebäude weit mehr ist als eine bauliche Erweiterung des Schulstandorts. Hier sollen Kinder lernen, spielen, essen, lachen und Gemeinschaft erleben. Ein neues Gebäude sei wie ein leeres Buch: Das Fundament stehe, die Seiten seien gebunden. Gefüllt werde es erst durch die Geschichten, das Lachen, das Lernen und das Leben der Schulkinder. In Kirchenthumbach ist dieses Buch nun aufgeschlagen.