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Exklusiver Lansing-Besuch mit Stars aus Regensburg und Nabburg

Lansing. Ein Oberpfalz-Treffen am Set von Dahoam is Dahoam öffnet Fans und Medien die Türen und zeigt den Drehalltag aus nächster Nähe. Vor dem 20-jährigen Bestehen am 8. Oktober 2027 gibt das Team exklusive Einblicke.

Lansing. Ein Oberpfalz-Treffen am Set von Dahoam is Dahoam öffnet Fans und Medien die Türen und zeigt den Drehalltag aus nächster Nähe. Vor dem 20-jährigen Bestehen am 8. Oktober 2027 gibt das Team exklusive Einblicke.
Holger Matthias Wilhelm Ingrid und Peter. Foto: Peter Gattaut

Exklusiver Lansing-Besuch mit Stars aus Regensburg und Nabburg

Kürzlich fand am Set der beliebten BR-Heimatserie „Dahoam is Dahoam“ ein Oberpfalz-Treffen der ganz besonderen Art statt. Fan-Star-Reporter Peter Gattaut aus Rieden reiste gemeinsam mit seiner Begleitung Ingrid Käsbauer aus Schwarzenfeld an, um den Serienstars im Filmdorf Lansing einmal ganz genau über die Schulter zu schauen. Im Mittelpunkt des journalistischen Interesses standen dabei die Interviews mit zwei waschechten Oberpfälzer Schauspielgesichtern: zum einen mit Anita Eichhorn, der in Nabburg geborenen und in Pfreimd aufgewachsenen Darstellerin des Serien-Paradiesvogels Tina Brenner, sowie dem Regensburger Holger Matthias Wilhelm, bekannt in seiner Rolle als Brunnerwirt Gregor Brunner. Bereits der Empfang durch Redaktionsassistentin Julia Wittmann und Alexandra Miebach von der zuständigen Pressebetreuung war sehr herzlich. Die beiden hatten ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt, das den Medienvertretern tiefe Einblicke in den Serien-Drehalltag gewährte.

Set-Besuch in Lansing: Dahoam is Dahoam hautnah erleben

Zuerst durften die Gäste hautnah als „Mäuschen“ beim Außendreh dabei sein. Sie beobachteten das präzise Zusammenspiel der Schauspieler bei einer Szene mit Bürgermeisterin Rosi Kirchleitner (Brigitte Walbrun), Mike Preissinger (Harry Blank) und Charly Bauer (Nils Kreutinger). Im Anschluss übernahm Anita Eichhorn persönlich die Führung für einen exklusiven Studiorundgang.

Studioführung und Team hinter den Kulissen

Der Weg führte das Oberpfälzer Gespann danach durch die Garderobe, die Maske und bis zum Büro der Aufnahmeleitung. Die Pressedelegation nutzte die Chance, die Mitarbeiter vor Ort mit Fragen zu löchern. Set-Aufnahmeleiter Dave Grede kümmerte sich glänzend um die Gäste, und auch das Team der Aufnahmeleitung, bestehend aus Hannah Schmid und Benjamin Lad, ließ keine Frage unbeantwortet. Am Set herrschte eine bemerkenswert familiäre Atmosphäre mit viel Spaß, aber auch der nötigen Ernsthaftigkeit, um die perfekten Szenen „in den Kasten“ zu bekommen.

Zahlen, Daten und Fakten zur BR-Serie

Am 8. Oktober 2027 feiert „Dahoam is Dahoam“ sein 20-jähriges Bestehen. Bis dahin werden weit mehr als 4.000 Folgen abgedreht sein. Aktuell gibt es 18 Hauptrollen, unzählige Nebenrollen, über ein Dutzend Autoren und Regisseure sowie rund 120 Mitarbeiter insgesamt. In der Garderobe warten mehr als 10.000 Kostüme auf ihren Einsatz.

Drehplan und Familientag in Lansing

Der Alltag in Lansing ist straff durchorganisiert. Gedreht wird immer von Dienstag bis Freitag, jeweils von 9 Uhr bis 19.15 Uhr. Der Montag dient der intensiven Vorbereitung. An diesem Tag werden die verschiedenen Außendrehbereiche abgefahren und im Detail besprochen. Die Oberpfälzer Besucher erlebten einen unvergesslichen Tag hinter den Kulissen einer der erfolgreichsten Familienserien Deutschlands. Am 13. September findet wieder der beliebte Familientag in Lansing statt. Ein Event, bei dem alle „Dahoam is Dahoam“-Begeisterten ihre Lieblinge vor Ort treffen und sich ebenfalls auf die Spurensuche der verschiedenen Drehorte begeben können.

Lebenslauf von Holger Matthias Wilhelm

Der in Regensburg geborene und aufgewachsene Holger Matthias Wilhelm startete seine berufliche Karriere mit einem ganz normalen kaufmännischen Beruf. Danach absolvierte er von 2002 bis 2005 eine Ausbildung an der Schauspielschule Regensburg. Im März 2005 legte er dort die Prüfung als Bühnendarsteller ab. Bereits während seiner Ausbildung konnte er wertvolle Bühnenerfahrung sammeln – und das in Rollen, wie sie gegensätzlicher gar nicht sein könnten. So spielte er in der Inszenierung „Compagnia“ Regensburg die Rolle des Nationalsozialisten Ernst Ludwig in dem Musical „Cabaret“, und beim Jungen Schauspielensemble München übernahm er die Rolle von Willi Graf in einem Theaterstück über die Widerstandsgruppe „Die Weiße Rose“.

Witron Bewerbertag 18.07.
Witron Bewerbertag 18.07.

Noch vor Abschluss seiner Schauspielausbildung wurde er von dem Schauspieler und Luisenburg-Intendanten Michael Lerchenberg entdeckt, der Wilhelm daraufhin als Darsteller für die Luisenburg-Festspiele engagierte. Ab 2005 gehörte Wilhelm zum Ensemble der Luisenburg-Festspiele, das er 2011 final mit der Hauptrolle des „Anderl“ im „Holledauer Schimmel“ beendete, um sich voll und ganz auf seine neue Herausforderung als „Brunnerwirt“ in der bayerischen Kult-Serie „Dahoam is Dahoam“ zu konzentrieren. Wilhelm war bis September 2021 in der beliebten Serie zu sehen, danach musste er krankheitsbedingt mehr als zwei Jahre lang eine Pause von dieser Rolle einlegen. In der Zwischenzeit wurde von September 2021 bis November 2023 der Part des Gregor Brunner von dem Schauspieler Markus Baumeister übernommen. Im Dezember 2023 kehrte er als Darsteller vom „Brunnerwirt“ wieder zurück und machte seine überstandene Krankheit dann auch öffentlich. Als Sänger und Gitarrist besitzt der sympathische Domstädter bereits mehr als ein zweites Standbein. Zuerst als „Holger Matthias Wilhelm und Band“ unterwegs sowie jetzt mit der Formation „Tresenmann and Friends“, trat der talentierte Musiker schon vor mehr als 4.000 Leuten auf, zum Beispiel auch schon mal im Oberpfalz-Festival in Tännesberg 2017.

Anita zur Tina in der Maske Spiegelbild. Foto: Peter Gattaut
Ingrid und Christine Reimer- Vogel Moni- Foto: Peter Gattaut
Aussendreh Lansing. Foto: Peter Gattaut
Anita vor der Verwandlung zu Tina. Foto: Peter Gattaut
Brigitte Walbrun mit Ingrid. Foto: Peter Gattaut
Florian Stadler und Ingrid. Foto: Peter Gattaut
Silke Popp und Ingrid. Foto: Peter Gattaut
Anita zur Tina in der Maske. Foto: Peter Gattaut
Mischpult im Studio. Foto: Peter Gattaut
Ingrid, Anita Eichhorn und Peter. Foto: Peter Gattaut
Anita bei der Studioführung. Foto: Peter Gattaut

Interview mit Holger Matthias Wilhelm

Gattaut: Lieber Holger, wir kennen uns jetzt seit einer sehr langen Zeit und haben schon einige Presse-Events miteinander gestemmt. Ab September 2021 hast du alle Schotten dichtgemacht und auch ich wusste lange Zeit nicht, wie es um dich gesundheitlich steht. Wie wichtig war es dir damals, alle Kontakte abzubrechen, um die Ruhe zu haben, wieder richtig gesund zu werden?

Holger Matthias Wilhelm: Die Kontakte abzubrechen war mir gar nicht wichtig, sondern endlich wieder auf die Füße zu kommen. Ich lag damals wegen meiner Leukämie-Erkrankung und einer Legionellen-Infektion vier Wochen lang im Koma, konnte danach nicht mehr richtig laufen und sprechen. Gott sei Dank habe ich eine fantastische Familie, die mich in dieser schweren Zeit wieder aufgebaut hat. Ich hatte zudem das Glück, zum zweiten Mal Vater zu werden, und Kinder sind bekanntlich die beste Rehabilitationsmaßnahme, die es überhaupt gibt.

Gattaut: Wie hast du damals in deiner schweren Zeit Markus Baumeister in deiner vertrauten Rolle als Gregor Brunner wahrgenommen? Hast du es verfolgt oder mit Absicht aus Gesundheitsgründen ignoriert und wie froh warst du dann wieder, in deine Serienfigur schlüpfen zu können?

Holger Matthias Wilhelm: Natürlich war ich megahappy, als Gregor wieder bei „Dahoam is Dahoam“ zurückkehren zu dürfen. In der Zeit, als es mir sehr schlecht ging, habe ich damit gehadert, vielleicht nie mehr meinem Job nachgehen zu können. Angeschaut habe ich mir das mit Markus Baumeister nur am Anfang. Er hat das wirklich toll gemacht, aber natürlich ganz anders gespielt, als ich das gemacht hätte. Er ist spontan eingesprungen und hat natürlich seine eigene Farbe mit eingebracht, was völlig normal ist. Ich hatte die Rolle des Gregors 15 Jahre inne, und diese plötzliche Veränderung meiner Serienfigur konnte ich einfach nicht mehr ertragen, sonst hätte ich mich nur aufregen müssen. Darum habe ich dann darauf verzichtet, weitere Folgen anzusehen.

Gattaut: Was wurde oder wird aus deinem Traum, in Regensburg ein eigenes Café zu eröffnen?

Holger Matthias Wilhelm: Aha, Insiderwissen ist noch da, lacht. Der Traum lebt nach wie vor, aber momentan zieht mir da klar der Faktor Zeit einen Strich durch die Rechnung. Um ein Café ordentlich zum Laufen zu bringen, muss man sich mindestens zwei Jahre intensiv darum kümmern. Diese Zeit habe ich momentan natürlich ganz und gar nicht und ich kenne auch keine Geschäftsführer-Besetzung, der ich dieses Herzblut-Objekt anvertrauen würde. Momentan komme ich nicht mal mit meinem 24-Stunden-Tag aus, vielleicht klappt es ja doch noch mal irgendwann.

Gattaut: Du bist nicht nur ein sehr guter Schauspieler, sondern auch ein gottbegnadeter Musiker. Wie viel Zeit bleibt dir neben den Dreharbeiten, mit deiner jetzigen Band „Tresenmann and Friends“ auf Tour zu gehen?

Holger Matthias Wilhelm: Wie schon erwähnt, ist meine Zeit sehr beschränkt. Aber nicht nur die von mir. Meine Band „Tresenmann and Friends“ ist gespickt mit exzellenten Musikern, die selbst viel unterwegs sind und andere Arrangements erfolgreich gestalten. Aber am 30. Juli 2026 ab 20 Uhr wird es ein Debütkonzert mit dem dann hoffentlich schon neu erschienenen Album „Und weiter geht’s“ in Wunsiedel im Museumshof geben. Ganz aufgeregt bin ich schon auf einen ganz besonderen Gig 2027, der am 6. März im Aurelium in Kareth Lappersdorf stattfinden wird. Wir sind monströs aufgeregt, ob wir die wunderschöne Location mit ca. 600 Plätzen gefüllt bekommen.

Gattaut: Schick doch mal eine Botschaft in deine Heimat. Was willst du deinen Oberpfälzer Fans gerne mitteilen?

Holger Matthias Wilhelm: Fleißig weiterschauen, bleibt uns wohlgesonnen, das sichert meinen Arbeitsplatz (lacht). Ich finde es unheimlich toll, was wir für freundliche und positive Fans haben. Ich habe in den zurückliegenden 17 Jahren kein einziges böses Feedback bekommen. Das schwappt auch auf uns über, da wir immer wieder aufs Neue bestärkt werden, dass unsere Arbeit bei den Zuschauern gut ankommt.

Lebenslauf von Anita Eichhorn

Anita Eichhorn zählt zu den aufstrebenden Gesichtern der deutschen Fernsehlandschaft. Die 34-jährige Schauspielerin wurde am 24. Juli 1991 in Nabburg in der Oberpfalz geboren und wuchs in Pfreimd und Weiden auf. Sie wurde einer breiten Öffentlichkeit durch ihre Hauptrolle als Apothekerin Tina Brenner in der beliebten BR-Serie „Dahoam is Dahoam“ bekannt. Seit Dezember 2021 spielt sie diese charismatische Rolle und begeistert als Paradiesvogel mit ihrer mutigen und direkten Art. Zunächst hatte sie sich für den Part der in der Serie nur für kurze Zeit auftretenden Aushilfsköchin Julia beworben. Nach dem Vorsprechen wurde entschieden, Eichhorn die Apothekerin Tina Brenner spielen zu lassen, deren Auftreten dann in die Drehbücher aufgenommen wurde. Bevor die jetzt in Dachau lebende engagierte Tierschützerin zur Schauspielerei kam, absolvierte sie eine Tanzausbildung. Ihre schauspielerische Ausbildung erhielt sie von 2014 bis 2017 an der renommierten Neuen Münchner Schauspielschule. Nach Rollen in Ausbildungsproduktionen und Kurzspielfilmen hatte Eichhorn 2020 in einer Episode der ZDF-Fernsehserie „Aktenzeichen XY – ungelöst“ einen größeren Auftritt. Es folgten Rollen in der BR-Serie „Hubert ohne Staller“, in Saralisa Volms Spielfilm „Schweigend steht der Wald“ und in der ARD-Serie „Watzmann ermittelt“.

Interview mit Anita Eichhorn

Gattaut: Anita, du bist nun seit fast fünf Jahren ein fester Bestandteil des „DiD“-Ensembles. Wie blickst du heute auf deine Anfangszeit als Tina Brenner zurück und inwiefern hat diese intensive Phase deine berufliche und persönliche Entwicklung geprägt?

Anita Eichhorn: Wenn ich so zurückblicke, überwiegen Freude, Herzblut und Dankbarkeit genauso wie am allerersten Tag. Natürlich hat diese Besetzung mein Leben verändert. Man wird auf der Straße erkannt und die Community nimmt auch privat Einfluss auf mich. Grundsätzlich empfinde ich vieles nach wie vor sehr positiv, aber ich bin jetzt auch an dem Punkt angekommen, wo ich bewusst mehr Pausen in Anspruch nehme, öfter privat auch mal Nein sage und mit meiner Energie besser haushalte, als es zu Beginn der Fall war.

Gattaut: Wie weit passt der Serien-Charakter von Paradiesvogel Tina mit gehörigem Styling und auffälligen Klamotten zur privaten Anita? Was habt ihr gemeinsam und wovon unterscheidet ihr euch extrem?

Anita Eichhorn: Privat bin ich, wie man sieht, dezenter gekleidet. Tatsächlich genieße ich es in unseren Drehpausen, die Nägel nicht lackieren zu müssen, die Haare nur zu waschen und zu kämmen, ohne Styling. Vom Charakter her sind wir beide sehr fröhlich und quirlig. Was ich mir von der Tina noch mehr abschauen kann, ist ihr Mut und ihre Unbekümmertheit, aber letztendlich würde ich sagen, wir haben beide das Herz am rechten Fleck und das ist das Wichtigste.

Gattaut: Wirst du auch ohne Tina-Look auf der Straße von deinen Fans erkannt?

Anita Eichhorn: Ja, jetzt immer mehr, am Anfang so gut wie nie. Manchmal reden dann die Leute über mich, wenn ich direkt neben ihnen stehe. „Nein, das ist sie nicht. Die hat ja ein ganz anderes Gesicht. Die im Fernsehen ist nicht so schlank oder ganz anders geschminkt.“ Ich denke mir immer: „Hallo, ich kann euch hören.“ Aber im Zweifelsfall immer gerne ansprechen, ich freue mich über jedes Gespräch und mache auch gerne Selfies, außer in der Sauna (lacht).

Gattaut: Du lebst jetzt in München. Was vermisst du an deiner und unserer schönen Oberpfälzer Heimat am meisten?

Anita Eichhorn: Ganz klar den Oberpfälzer Dialekt. Jedes Mal, wenn ich wieder in Weiden und Umgebung bin und höre „göll“, „gei zou“, „eitza“, „is des schei“, „ach gei“, ist das für mich ein Ohrenschmaus. Meine Oma hat auch starken Dialekt gesprochen. Wenn ich diesen Slang höre, bin ich bei Familie und Heimat endgültig angekommen. Leider ist sie schon verstorben, und zwar an meinem dritten Drehtag. Du willst einen positiven Eindruck hinterlassen, fröhlich und gut gelaunt sein, gleichzeitig stirbt eine deiner wichtigsten Personen in deinem Leben. Du bist oft in einem Performer-Modus, Kameras sind auf dich gerichtet und du musst abliefern, darum ist es so wichtig, Pausen zu nehmen, um auch Privates zu verdauen. Ich trage ihren Ring. Ich baue immer, wenn es das Drehbuch erlaubt, ein paar Aussagen oder Sprüche von ihr mit ein. Sie war ein großer Fan der Serie. Ich hoffe, sie schaut von oben aus zu und ist ein bisschen stolz auf mich.

Gattaut: Welche Lebensphilosophie oder Botschaft willst du deinen Fans und unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Anita Eichhorn: Bleibt euch selber immer treu und vertraut auf euer Bauchgefühl. Jeder Mensch ist anders und das ist auch gut so. Jeder hat das Recht, sein Leben so zu leben, wie er es gerne möchte, solange er keinem anderen damit schadet. Steht immer für euch ein!

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