Frauenbund Speinshart fördert mit interreligiöser Aufklärung Toleranz und Weltoffenheit
Frauenbund Speinshart fördert mit interreligiöser Aufklärung Toleranz und Weltoffenheit
Tolerant und weltoffen ließ sich die Versammlung von Anna Salsabil Khedr (18), Oberschülerin am Eschenbacher Gymnasium und Tochter von Maher Khedr, Imam des „Deutschsprachigen Muslimkreises Weiden“ und zweiten Vorsitzenden des Bayerischen Landesverbandes des Zentralrats der Muslime informieren. Der Kurzvortrag glich bei gleichen religiösen Wurzeln und vielen gemeinsamen Propheten einer harmonischen interreligiösen Aufklärung über muslimische Besonderheiten.
Da fiel es der charmanten Hoffnungsträgerin leicht, den Islam als Institution des friedlichen Zusammenlebens darzustellen – ein spannungsgeladenes Plädoyer für den Glauben und das friedliche Zusammenleben im Allgemeinen und eine Wahrheitssuche zur Frage nach der Stellung von Frauen im Islam. Sich an der wichtigsten Quelle des Islams, dem Koran orientierend, zeichnete Anna Khedr in ihrem Kurzvortrag, einschließlich erläuternder Diagramme ein Bild der Werte muslimischer Frauen auf der Basis der fünf Säulen des Islam. Damit bezog sich die angehende Abiturientin auf die Kapitel Glaubensbekenntnis, Gebet, Fasten, Armensteuer und die große Wallfahrt nach Mekka.
Gleichberechtigung muslimischer Frauen
Im Rahmen dieser fundamentalen fünf Themenkomplexe beleuchtete sie die wichtigsten religiösen Bräuche und Fragen zur Gleichberechtigung muslimischer Frauen. Schon zu Zeiten Mohammeds seien die Frauen als gleichberechtigte Partnerinnen auf Augenhöhe mit den Männern anerkannt worden.
Auf große Neugier stießen in der Versammlung zudem Erläuterungen über das Verschleierungs-Gebot. Die Ausführungen reichten von der einfachen Möglichkeit des Schal-Tragens bis zum „Tschador“, dem Körperschleier, jeweils eingebettet in Traditionen, Regeln, Lebensentwürfe und in die Herrschaftsstrukturen ihrer Heimatländer. Muslimin zu sein heiße nicht, in ein starres patriarchales Korsett an Vorschriften und Diktaten gedrängt zu werden, so die abschließenden Anmerkungen der jungen Referentin. Der Islam sei nicht nur eine Religionsgemeinschaft, sondern bedeute Lebensphilosophie.


