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Gitarrenklasse der Musikschule Weiden begeistert mit Pop und Rock

Weiden. Ein Vorspiel der Gitarrenklasse von Melanie Häckel begeisterte im Auditorium der Musikschule mit Pop, Rock und klug gewählten Lehrstücken. Junge Talente zeigten Spielfreude, Vielfalt und hörbare Fortschritte.

Weiden. Ein Vorspiel der Gitarrenklasse von Melanie Häckel begeisterte im Auditorium der Musikschule mit Pop, Rock und klug gewählten Lehrstücken. Junge Talente zeigten Spielfreude, Vielfalt und hörbare Fortschritte.
Beim Vorspiel glänzt die Gitarrengruppe mit Lehrerin Melanie Häckel im Auditorium der Musikschule mit: Vordere Reihe von links: Melissa Lochner, Afina Verigorova, Meryem Mammadov, Ludwig Loos. Hintere Reihe von links: Yara Mattausch, Alexandria Schultz, Robin Schneider, Jakob Weigl, Taylor Mathi. Foto: Reinhard Kreuzer

Gitarrenklasse der Musikschule Weiden begeistert mit Pop und Rock

Gitarrenklasse begeisterte mit Pop, Rock und feinen Lehrstücken – Vorspiel der Gitarrenklasse Melanie Häckel im Auditorium der Musikschule

Vorspiel der Gitarrenklasse begeistert in Weiden

Weiden – Mit einem eingängigen Popsong eröffnete Melissa Lochner das Vorspiel der Gitarrenklasse von Melanie Häckel im Auditorium der Musikschule. „Cover Me in Sunshine“ von P!nk setzte einen freundlichen, beschwingten Auftakt und stimmte das Publikum auf einen Abend ein, der stilistisch weite Bögen spannte. Von Pop über Rock bis zu zeitgenössischen Unterrichtsstücken reichte das Programm – lebendig vorgetragen von jungen Musikerinnen und Musikern, die hörbar gewachsen sind.

Afina Vernigorova griff „Bella Donna“ von Pietro Lombardi auf und formte die Ballade mit Gefühl und klarem Ton. Meryem Mammadov stellte anschließend eine Mini-Suite aus vier kürzeren Stücken von St. Hesse vor. Mit „Die Ente Eduard“, „Verpennt im Orient“, „Drei flotte Bienen“ und „Superstar“ wechselte sie Tempo und Charakter, setzte Akzente und bewies rhythmische Sicherheit. Die Abfolge wirkte durchdacht, pädagogisch klug gebaut und zugleich unterhaltsam.

Pop, Klassik und moderne Klangwelten

Luna Arndt zeigte Mut zur Farbe. Sie interpretierte „Flödidö“ in zwei Varianten und wechselte danach souverän zu „Watermelon Sugar“ von Harry Styles. Begleitet von der E-Gitarre schuf sie einen reizvollen Kontrast zwischen akustischem Klang und verstärkter Präsenz. Jakob Weigl brachte mit „Súbeme la Radio“ von Enrique Iglesias sommerliches Flair ins Auditorium und ließ lateinamerikanische Rhythmen pulsieren.

Taylor Marc Mathi widmete sich „Just Before“ von J. M. Borner und spielte das Stück konzentriert und pointiert. Zudem griff er ein Mozart-Thema in einem Arrangement von Tilman Hoppstock auf und schlug damit eine Brücke zur Klassik. Alexandria Schultz setzte mit „Royalty“ von Egzod & Maestro Chives sowie „No Roots“ von Alice Merton auf moderne Pop-Klangwelten. Präzise Rhythmik und klare Artikulation verliehen ihren Beiträgen Profil.

Starkes Finale und positive Bilanz

Den kraftvollen Schlusspunkt setzten Ludwig Loos am E-Bass und Robin Schneider an der E-Gitarre mit „Numb“ von Linkin Park. Zwei Verstärker sorgten für Druck, das Zusammenspiel wirkte abgestimmt und energisch. Hier zeigte sich, wie gut klassenübergreifende Zusammenarbeit funktioniert.

Zoigltermine
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Die stilistische Vielfalt prägte den gesamten Abend. Kurze, prägnante Beiträge gaben Raum für Bühnenerfahrung und dokumentierten Lernfortschritte. „Es ist schön zu sehen, wie sich Technik und Persönlichkeit gemeinsam entwickeln“, sagte Melanie Häckel nach dem Konzert. Man spürte: Hier reifte nicht nur Fingerfertigkeit, sondern musikalischer Ausdruck.

So bot das Vorspiel einen lebendigen Querschnitt durch das Repertoire junger Gitarristinnen und Gitarristen. Es machte deutlich, wie engagiert und vielseitig an der Musikschule gearbeitet wird – und wie viel Spielfreude auf der Bühne entstehen kann.