Jetzt gehts richtig los – Landestheater Oberpfalz startet den Kulturherbst
Jetzt gehts richtig los – Landestheater Oberpfalz startet den Kulturherbst
Zwei Premieren und ein Gastspiel in vier Wochen – das LTO hat sich viel vorgenommen. Bereits am 1. Oktober haben alle Interessierten die Möglichkeit, sich über die erste Premiere zu informieren, um 11 Uhr lädt das Ensemble in das Restaurant friedrich in Vohenstrauß. „Wir hatten das Format der Matinée vor der Pandemie bereits eingeführt“, so Geschäftsführer Wolfgang Meidenbauer, „und möchten es nun wiederaufleben lassen. Die Zuschauerresonanz auf das Angebot war immer sehr positiv.“ Christian A. Schnell, seit Januar künstlerischer Leiter am LTO, ergänzt: „Das Schöne an einer Matinée ist, dass man ganz ungezwungen mit der Regie und den Darstellern ins Gespräch kommen kann. Für „Spatz und Engel“ stehen wir Rede und Antwort und werden auch ein paar musikalische Kostproben geben.“
Das Kammermusical lebe schließlich von den unvergesslichen Liedern der beiden größten Diven des 20. Jahrhunderts. Seit der Uraufführung 2013 in Wien wurde es unter Anderem in Berlin, Hamburg, Zürich, Montreal und Oslo mit überragendem Erfolg aufgeführt. Es widmet sich einer kaum bekannten Tatsache: der langjährigen innigen Freundschaft – mit Sicherheit zumindest zeitweise auch Liebschaft – zwischen Édith Piaf und Marlene Dietrich. Beide waren nicht nur Sängerinnen, sondern auch Vorbilder, Idole und Stilikonen.
Lachanfälle garantiert!
Auch für die zweite Premiere, „Doppelt leben hält besser – Taxi Taxi“ ist eine Matinée geplant, eine Woche vor der Premiere (27. Oktober), dem 22. Oktober, ebenfalls um 11 Uhr im Restaurant friedrich. Die chaotisch-brillante Komödie des britischen Erfolgsautors Ray Cooney verspricht Lachanfälle: Bigamist und Taxifahrer John Smith lebt nach einem minutiös gestalteten Kalender mit zwei Ehefrauen an zwei Orten – bis er eines Tages einen Unfall mit seinem Taxi hat und die beiden Frauen unabhängig voneinander die Polizei verständigen.
Kurz darauf gerät das so perfekt geplante Leben Smiths vollkommen aus dem Ruder. „Eine Besonderheit des Stücks ist, dass beide Wohnzimmer auf einer Bühne stehen. Die Küchentür der einen Wohnung befindet sich hinter dem Sofa der anderen und umgekehrt“, erläutert Alexandra Marinescu, die Regisseurin des Stücks. „Das führt dazu, dass die Protagonisten ständig aneinander vorbeigehen, übereinander reden, sich aber nicht wahrnehmen dürfen. Für den Zuschauer ein Riesenspaß. Wir haben bereits bei der Leseprobe Tränen gelacht!“
Die Hassliebe eines Kontrabassisten zu seinem Instrument
Neben Musical und Komödie hat das LTO noch ein drittes Stück im Programm, das es nicht weniger in sich hat. Schließlich handelt es sich um eines der meistgespielten deutschsprachigen Stücke des international gefeierten Autors Patrick Süskind (Das Parfum): In „Der Kontrabass“ arbeitet sich ein zurückgezogen lebender Orchestermusiker („Jemand“) an seinem Instrument ab: seiner Liebe zur Musik, den unterschätzten Kontrabassisten, der Eintönigkeit des Orchesterbetriebs und der unerfüllten Liebe zur Sopranistin Sarah.
Patrick Süskinds 1981 uraufgeführter Monolog „Der Kontrabass“ über die Hassliebe eines Kontrabassisten zu seinem Instrument ist ein Paradestück für einen Schauspieler. Slapstick und Milieukomik, Theater, das unterhält und dennoch die traurigen Töne nicht meidet – das zeigt Urban Luig in seinem überragenden Gastpiel in der Stadthalle Vohenstrauß.
Tickets, Büfett & Co.
Alle Infos und Karten gibt es hier oder am Kartentelefon unter der Nummer 09659/93100.
Zu allen Vorstellungen bietet der Kooperationspartner, der Vohenstraußer Faschingsverein, ein Büfett an, zu dem man sich hier anmelden kann.
Der Kulturherbst in Vohenstrauß läuft bis zum 5. November. Danach wechselt das LTO in seine Winter-Spielstätte, das ehemalige Ring-Kino in Weiden.




