Jiddische Lieder voller Wärme und Tiefe
Jiddische Lieder voller Wärme und Tiefe
Das Karsten-Troyke-Trio aus Berlin verwandelte am Sonntagabend den Gustav-von-Schlör-Saal in einen Ort zwischen Melancholie und musikalischer Nähe. Das Publikum dankte mit lang anhaltendem Applaus.
Großer Saal
Der Gustav-von-Schlör-Saal wirkte zunächst fast zu groß für einen Abend, der von Nähe lebt. „Der Saal reicht fast nicht“, meinte Karsten Troyke trotzdem schmunzelnd beim Betreten der Bühne. Doch schon nach wenigen Minuten war die Distanz verschwunden.
Warme Atmosphäre
Gemeinsam mit dem Geiger Daniel Weltlinger und dem Kontrabassisten Martin Buhl Staunstrup entfaltete Troyke eine dichte, warme Atmosphäre. Die ersten, beinahe meditativen Takte von „Hava Nagila“ ließen das Publikum sofort aufhorchen. Troykes raue, tiefe Stimme ist unverwechselbar. Markant, eindringlich und voller Ausdruck.
Fantastischer Entertainer
Troyke erwies sich an diesem Abend als fantastischer Erzähler, Moderator, Musiker und Sänger. Mit trockenem Humor, feiner Ironie und klugen Geschichten führte er durch das Programm. Es folgten unter anderem „Dance Me to the End of Love“, „Tumbalalaika“ und jiddische Folksongs. Mit „Toda“ verabschiedete sich das Trio unter herzlichem Applaus.


