Kabarettist Ludwig W. Müller im Kulturbahnhof
Kabarettist Ludwig W. Müller im Kulturbahnhof
Ludwig W. Müller machte im “Kulturbahnhof Parapluie” Station und stellte die Worte auf den Kopf. Der gebürtige Innsbrucker mit Münchner Wahlheimat servierte Schüttelreime, Wiener Schmäh und feine Seitenhiebe auf den Zeitgeist wie ein Ober im Kaffeehaus: mit Haltung und einem Hauch Grant. Schon war das Publikum mittendrin im Sprachkarussell. Müller balancierte zwischen Genderdebatte, Ehealltag und Thermomix-Philosophie, ohne je ins Platte abzurutschen.
Parapluie als Resonanzraum
Das Parapluie erwies sich als idealer Resonanzraum. Die Kleinkunstbühne war nah dran, das Publikum aufmerksam, herzlich lachend. Immer wieder blitzte Selbstironie auf, etwa in den Geschichten aus der Tiroler Provinz und dem Kanzleialltag. Am Ende stand langer Applaus für einen Abend, der zeigte: Geistreiches Kabarett braucht keine große Bühne, nur große Worte.


