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Kunst hinterfragt Wirklichkeit im Kloster Speinshart

Speinshart. Im Kloster Speinshart eröffnet am Sonntag, 19. April 2026, 11 Uhr, die Ausstellung „Der Traum des Schmetterlings“ mit Arbeiten von Erika Wakayama und Johann Sturcz. Sie ist bis 25. Mai 2026 zu sehen.

Speinshart. Im Kloster Speinshart eröffnet am Sonntag, 19. April 2026, 11 Uhr, die Ausstellung „Der Traum des Schmetterlings“ mit Arbeiten von Erika Wakayama und Johann Sturcz. Sie ist bis 25. Mai 2026 zu sehen.
Foto: Sturcz und Wakayama

Kunst hinterfragt Wirklichkeit im Kloster Speinshart

Im Kloster Speinshart ist vom 19. April bis 25. Mai 2026 die Ausstellung „Die mögliche Betrachtung möglicher Phänomene oder der Traum des Schmetterlings“ zu sehen. Gezeigt werden Arbeiten des in Amberg lebenden Künstlerehepaars Erika Wakayama und Johann Sturcz, die beide zur Vernissage anwesend sind und zum Austausch zur Verfügung stehen werden.

Wahrnehmung, Erinnerung und Wirklichkeit im Fokus

Die Ausstellung beschäftigt sich mit Fragen von Wahrnehmung, Erinnerung und Wirklichkeit. Der Titel verweist auf den berühmten „Traum des Schmetterlings“ aus dem Taoismus – eine Parabel, in der die Grenzen zwischen Traum und Realität, Sein und Schein verschwimmen. Gleichzeitig lassen sich diese Gedanken mit dem ontologischen Wandel des 20. Jahrhunderts und mit heutigen Denkmodellen verbinden, etwa mit den Grundlagen von KI-Technologien, die ebenfalls mit Wahrscheinlichkeiten, Mustern und Deutungen operieren.

Unter diesem konzeptuellen Rahmen entwickeln beide Künstler Arbeiten, die eigene Betrachtungen und Wahrnehmungen bewusst infrage stellen. Gezeigt werden unter anderem Arbeiten auf Papier, Ton und Druckarbeiten sowie textbasierte Werke, die den offenen Denk- und Erfahrungsraum der Ausstellung weiter vertiefen.

Künstlerische Positionen von Erika Wakayama und Johann Sturcz

Erika Wakayama hinterfragt mit ihren Arbeiten die Zuverlässigkeit von Erinnerung und Wahrnehmung. Ausgehend von persönlichen Irritationen und Brüchen – Momenten, in denen sich vermeintlich sichere Wahrheiten als fehlerhaft erweisen – entwickelt sie eine Haltung des unablässigen Fragens. In einer Gegenwart multipler und oft widersprüchlicher Wahrheiten gewinnt diese künstlerische Position besondere Aktualität.

Die Formensprache von Johann Sturcz entsteht im Dialog zwischen virtuellen Werkzeugen und wirklichen Handgriffen. Ihn interessiert, wie digitale Denkweisen unser Verständnis von Bedeutung prägen: In der digitalen Welt werden Dinge häufig über Muster, Ordnungen und Bewertungen erklärbar gemacht. Gleichzeitig zeigen seine Arbeiten, dass das, was uns emotional berührt, nicht eindeutig festgelegt ist. Bedeutung bleibt veränderlich und offen.

Ausstellungsraum im Kreuzgang

Im oberen Kreuzgang des Klosters Speinshart entsteht so ein Ausstellungsraum, der zur Verlangsamung einlädt und die Besucherinnen und Besucher dazu ermutigt, eigene Wahrnehmungen und Sichtweisen zu hinterfragen.

Spedition Wagner
Spedition Wagner

Herzliche Einladung zur Vernissage im Kloster Speinshart: Sonntag, 19. April 2026, 11 Uhr. Die Künstlerinnen und Künstler sind anwesend und stehen zum Austausch zur Verfügung.

Vernissage und Öffnungszeiten

Ausstellungsdauer: 19. April – 25. Mai 2026. Öffnungszeiten: sonn- und feiertags von 13.30–17 Uhr, mittwochs von 9–15 Uhr, auf Anfrage unter 09645/60193-801.