Jetzt Tickets für die kommenden Jahn-Spiele sichern!
okticket – Kultur
okticket – Kultur

Lachsturm bei zweiter Comedy-Nacht in Weiden

Weiden. Die zweite Comedy-Nacht im vollen Café-Center ließ kein Auge trocken: Stephan „Rosi“ Rosner führte durch ein starkes Trio mit Bumillo, Marco Vogl und Julz Giuliani. Die nächste Ausgabe steigt am 5. März.

Lachsturm bei zweiter Comedy-Nacht in Weiden

Foto: Peter Gattaut
Foto: Peter Gattaut

Bei der zweiten Auflage der Comedy-Nacht im ausverkauften Café-Center in Weiden blieb am Freitagabend kein Auge trocken. Moderator und Initiator Stephan „Rosi“ Rosner präsentierte dem gut gelaunten Publikum ein erstklassiges, dreiköpfiges Line-up und bewies einmal mehr ein goldenes Händchen bei der Künstlerauswahl. Trotz des Status „ausverkauft“ blieben am Ende ein paar wenige Plätze frei, vier auch in der ersten Reihe, ein Umstand, der für einen humorvollen roten Faden des Abends sorgen sollte. Den Auftakt des Abends übernahm Christian „Bumillo“ Bumeder, der sofort die Stimmung anheizte.

Foto: Peter Gattaut

Bumillo punktet mit Selbsterkenntnis und Nostalgie

Stoff für schallendes Gelächter bot Bumeder mit seiner Selbsterkenntnis: „Niemand kann sich an mein Gesicht erinnern, da ich ein klassisches ‚Deutsche-Bahn-Gesicht‘ besitze.“ Dies sei ihm im Bordbistro eines Zuges bewiesen worden, als er angesprochen wurde: „Sie sehen aus wie einige, die hier arbeiten.“ Aus seinem aktuellen Programm „Meister Bumeder“ hatte er mit dem Album von Gustl Bayrhamer aus dem Jahr 1971 zudem ein besonderes Fundstück im Gepäck. Dessen bekanntem Song „30 Knödel“ hauchte Bumeder neues Leben ein, indem er kurzerhand eine sozialkritische dritte Strophe anfügte.

Marco Vogl meistert Pannen mit Schlagfertigkeit

Marco Vogl.jpg
Foto: Peter Gattaut

Marco Vogl, der bereits im September 2015 bei Rosis allerersten Mix-Show am Start war, knüpfte nahtlos an die grandiose Stimmung seines Vorgängers an. Schon seine geschilderte Anreise sorgte für Gelächter, als er erzählte, wie er „Weiden“ in sein Navigationsgerät eingab und das System ihn verstört fragte, ob es da denn wirklich mit müsse. Selbst eine technische Störung während seines ersten Auftritts konnte den Profi nicht aus dem Konzept bringen. Vogl überspielte die kleinen Aussetzer der Technik derart elegant und schlagfertig, dass die Gäste die ungeplanten Momente mit zusätzlichen Lachern quittierten. Er beleuchtete seine witzigen Alltagsgeschichten konsequent aus der „Vogl-Perspektive“.

Julz Giuliani über das Älterwerden und Tabuthemen

Foto: Peter Gattaut

Das Finale vor der Pause gehörte Julz Giuliani. Der jung gebliebene 40-Jährige, der nach eigenen Angaben früher eigentlich Gangster-Rapper werden wollte, widmete sich intensiv den Tücken des Älterwerdens. Er zitierte typische Altherren-Sätze und „Trigger-Phrasen“ wie „Schwimmen ist gut für die Gelenke“ oder „Ich war ja auch mal jung“. Brüllendes Gelächter erntete er schließlich für die detailreiche Schilderung seiner ersten Darmspiegelung: „Du wirst mit Drogen betäubt, nur um eine Kamera in dein Hinterteil zu platzieren – als wenn es nicht sowieso schon genug Sch…-Videos von mir geben würde.“

Zweite Runde und mitreißendes Finale

Die Künstler starteten in umgekehrter Reihenfolge in die zweite Runde. Den Anfang machte somit Julz Giuliani. Er präsentierte unter anderem seine Erfahrung bei einem Flug mit eigenem Baby an Bord. Zudem schilderte er humorvoll einen von Kinderfernsehgeräuschen geplagten Versuch der intimen Zweisamkeit mit seiner Frau im Schlafzimmer, während der fünfjährige Sohn im Nebenraum geparkt war. Danach übernahm wieder Marco Vogl, dessen zweiter Auftritt seiner ersten Performance in nichts nachstand. Ob das vor der Tür stehende Halloween-Fest, die Story vom Baumarkt, seine Ausführungen über die gefürchtete MPU („Idiotentest“) oder die köstliche Anekdote über einen 92-jährigen Opa, der es noch einmal wissen wollte und sich einen nagelneuen Mercedes leistete – Vogl erntete seine Lacher in Dauerschleife.

Den krönenden Abschluss übernahm „Bumillo“, der nicht nur auf der Bühne vollen Körpereinsatz lieferte. Beim Sprung während des mitreißenden Biber-Tanzes auf die leeren Plätze in Reihe eins überschätzte er die Standfestigkeit der Stühle und kam so ins Straucheln, ohne sich aber ernsthaft verletzt zu haben. Für einen Hauch von Nostalgie sorgte er mit seinen Werbeeinspielern aus den 60er- und 70er-Jahren, und bei seinem Abschlusssong „Danz umanand“ verwandelte er das Café-Center kurzerhand in ein Tollhaus.

Grammer Solar
Grammer Solar

Moderator Rosner überzeugt – Ausblick und Tickets

Durch das gesamte Programm führte gewohnt charmant der schlagfertige Moderator Stephan „Rosi“ Rosner, der nicht nur zwischen den Acts mit eigenen Anekdoten für fließende Übergänge sorgte, sondern auch selbst tief in seine kreative Trickkiste griff. Der Tausendsassa las Auszüge aus seiner selbst herausgebrachten Lektüre „Das lustige Tagebuch“ vor und strapazierte damit die Lachmuskeln des Publikums weiter. Zudem stellte er sein musikalisches Talent unter Beweis und trug ein urkomisches Lied aus seinem breit gefächerten Repertoire vor.

Zum Abschluss verwies er auf sein mit Spannung erwartetes Solo-Programm „Der Rosi-Kavalier“, das am Freitag, 20. November, beim Bräuwirt in Weiden aufgeführt wird. Eintrittskarten sind aktuell noch über das Onlineportal okticket erhältlich. Am Ende gab es donnernden Applaus für ein rundum gelungenes Event, das endgültig seinen festen Platz im Weidener Kulturkalender gefunden hat.

Die nächste Comedy-Nacht im Café-Center ist für den 5. März terminiert. Tickets hierfür gibt es ebenfalls bereits im Vorverkauf bei okticket.

Tipp: Wenn Du etwas googelst, bekommst Du neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt.
Wenn Du OberpfalzECHO als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Dich auf.
Füge jetzt OberpfalzECHO Deinen Quellen hinzu!