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Mundart-Rapper BBou rappt den Schafferhof

Neuhaus. Der Dialekt-Rapper und HipHoper „BBou“ nimmt beim Konzert auf dem Schafferhof kein Blatt vor den Mund und rappt auf Oberpfälzisch, auch häufig unter der Gürtellinie. Genau dafür kam er bei seinen Fans bestens an.

Mundart-Rapper BBou rappt den Schafferhof

Der Oberpfälzer Mundart-Rapper „BBou“ (im Vordergrund) lieferte am Schafferhof ein Konzert, das vor allem seine jüngeren Fans begeisterte. Begleitet wurde er von Rapper „Kiste“ (links) und DJ Sticki (rechts). Foto: Hans Prem

Es war ein etwas anderes Konzert, das aus der Reihe der Schafferhof-Konzerte ausscherte. Bewusst wollte Schafferhofwirt Reinhard Fütterer ein jüngeres Publikum ansprechen. Mit dem Engagement des Oberpfälzer Dialekt-Rappers „BBou“ ist ihm das auch bestens gelungen. Fast zwei Stunden lang begeisterte der Oberpfälzer Freigeist seine Fans.

Bairische Tradition mit aktueller Musik vereint

„A Bou mou dou, wos a Bou dou mou“. Diesen Spruch, aus dem er auch einen Rap kreierte, liebt der Oberpfälzer Dialekt-Rapper Michael Honig. Unter seinem Pseudonym „BBou“, der Abkürzung für „Boarischer Bou“ (sein Künstlername in Langversion) vereint er als Mundart-Rapper bairische Tradition mit aktueller Musik. Nicht hoch genug kann man ihm anrechnen, dass er seit vielen Jahren den Oberpfälzer Dialekt in seinem Hippie-Rap populär macht, auch über die Grenzen des Regierungsbezirks und Bayerns hinaus. Dafür wurde er 2018 mit dem Bayerischen Dialektpreis ausgezeichnet. Die Inspiration für seine Tracks holt er sich oft aus seinem Umfeld und aus persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen. Nach dem Motto „Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt man auch ganz ungeniert“, verpackt er seine Ideen in teilweise rabiate Sprache und kombiniert diese mit gesalzenen Zweifeln an Gesellschaft und Politik.

Unterstützung von langjährigen musikalischen Weggefährten

Unterstützt wurde er von seinem Rapper-Kollegen und langjährigen Weggefährten „Kiste“ und dem österreichischen DJ Stiki, der die satten Bässe und Beats einspielte und ganz allgemein für die Musikeinspielung zu den gerappten oder gesprochenen Texten sorgte. Honig rappte munter drauf los: Authentisch und meistens ein bisschen vulgär. Seine Themen reichten von der Teillegalisierung von Cannabis, dem dörflichen Leben („Ochsensepp“), bis zur Umwelt, Natur und Tieren („A Hos, a Katz“), oder Lagerfeuerromantik („Feia lou niad nou“). „Grod schey is“ (am Schafferhof), stellte er immer wieder fest. „Mei Mal is mei Kanona, die Lyrics die Patrona, ich dou a koin vaschona“, rappte er in „Kanona. Gerade seine älteren Klassiker wie „Heastas“ sangen die meisten seiner Fans textsicher mit.

Rabiate Töne angeschlagen

BBou rappte sich kritisch durch gesellschaftliche Themen der Zeit und schlug dabei mitunter rabiate Töne an. Bei seinen Fans kam er dafür bestens an und bekam auch viel Beifall.

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