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Neujahrsempfang im Keramik-Museum Weiden

Weiden. Der Neujahrsempfang im Keramik-Museum Weiden brachte Kulturschaffende, Vereine und Politik zusammen. Die Verantwortlichen zeigen sich erfreut über den großen Erfolg nach dem Neustart im vergangenen Jahr.

Neujahrsempfang im Keramik-Museum Weiden

Neujahrsempfang im Keramik-Museum
Gemeinsam stark für den Fortbestand des Internationalen Keramik-Museums in Weiden: Johannes Listewnik (Leitung des Museums), OB Jens Meyer, Konstantin Thomas (Vorsitzender „Die Keramischen“), CSU Landtagsabgeordneter Dr. Stephan Oetzinger (v. l.) beim Neujahrsempfang. (Foto: Martin Stangl)

Der Neujahrsempfang im Keramik-Museum Weiden markierte den Auftakt in das Kulturjahr 2026 und setzte zugleich ein inhaltliches Zeichen. Vertreter zahlreicher Kulturvereine, Institutionen und Initiativen kamen im Internationalen Keramik-Museum zusammen, um gemeinsam Bilanz zu ziehen und nach vorne zu blicken. Der Empfang machte deutlich, dass das Museum inzwischen weit mehr ist als ein Ausstellungsort.

Rückblick von Museumsleiter Johannes Listewnik

Johannes Listewnik eröffnete den Neujahrsempfang mit einem ausführlichen Rückblick auf das vergangene Jahr. 2025 sei für das Internationale Keramik-Museum ein sehr gutes Jahr gewesen. Über 5.000 Besucherinnen und Besucher wurden gezählt, die Einnahmen hätten sich im Vergleich zum Vorjahr sehr erfreulich entwickelt. Besonders hob Listewnik die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr hervor, in der fast 400 Menschen das Museum besuchten. Eintrittsfreie Tage hätten dabei neue Zielgruppen angesprochen.

Listewnik dankte ausdrücklich den Sponsoren dieser Tage, darunter dem Freundeskreis „Die Keramischen“ sowie regionalen Unternehmen. Auch die Ergebnisse einer Besucherbefragung nannte er. 97 Prozent bewerteten ihren Besuch positiv, 72 Prozent sogar mit „sehr gut“. Für ihn sei das weniger Anlass zur Selbstzufriedenheit als vielmehr ein Auftrag, diesen Weg konsequent weiterzugehen.

Keramikmuseum und die Rolle der Kommune

Museumsleiter Listewnik verglich die Rolle der Kommune bei der Kultur mit einer Familie: „In einer Familie geht es nicht nur um Leistung, sondern auch um Fürsorge, Zusammenhalt und Ausgleich.“ Kulturangebote wie Ausstellungen, Konzerte oder gemeinsame Veranstaltungen stärkten genau diesen Zusammenhalt. Auch in finanziell schwierigen Zeiten dürfe man daran nicht sparen, sondern müsse aktiv gestalten. „Diese Verantwortung hat die Stadt Weiden bei der Neugestaltung sehr intensiv wahrgenommen. Dafür mein herzliches Dankeschön!“
Einen besonderen Gruß richtete Listewnik an die „Museumsmutter“ in München: „Die Neue Sammlung begleitet uns immer sehr wohlwollend und zeigt sich allen unseren Bemühungen sehr aufgeschlossen, wofür wir sehr dankbar sind.“ Der aus München angereiste stellvertretende Leiter der Institution Dr. Josef Straßer wurde mit einem großen Applaus des Publikums bedacht.

Große Zufriedenheit bei den „Keramischen“

Konstantin Thomas vom Förderverein „Die Keramischen“ knüpfte daran an und richtete den Blick stärker auf die Bedeutung des Museums für die Stadt und die Region. Das Internationale Keramik-Museum präsentiere sich nach dem ‚Refreshment‘ so frisch wie lange nicht. Gemeinsam mit dem Waldsassener Kasten und dem Scheibenviertel strahle das Haus auf ganz Weiden aus. Die Investitionen von Stadt und Freistaat wertete Thomas als klares Bekenntnis zur Kultur.

Besonders hob er das Ausstellungskonzept hervor. Der Bogen von historischer Keramik bis zur zeitgenössischen Position mache die Essenz von Kunst und menschlicher Kreativität erfahrbar. Aktuelle Ausstellungen zeigten, dass Keramik heute einen neuen Aufwind erlebe. Damit gebe das Museum Weiden ein eigenständiges Profil und mache die Stadt auch international als Keramikstadt sichtbar.

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OB Jens Meyer gibt klares Bekenntnis zum Keramik-Museum

Die kommunalpolitische Dimension des Abends wurde beim Neujahrsempfang im Keramik-Museum sehr deutlich hervorgehoben. Oberbürgermeister Jens Meyer betonte in seinem Grußwort die besondere Verantwortung der Stadt für kulturelle Infrastruktur. Kultur sei kein freiwilliger Zusatz, sondern Teil der kommunalen Daseinsvorsorge. Gerade in herausfordernden Zeiten zeige sich, wie wichtig verlässliche Orte des Austauschs und der Identifikation seien.

Meyer verwies darauf, dass Entscheidungen auf kommunaler Ebene den Alltag der Menschen unmittelbar prägen. Ob Wege in die Innenstadt, Aufenthaltsqualität oder kulturelle Angebote – all das werde vor Ort gestaltet. Das Internationale Keramik-Museum sei dafür ein gutes Beispiel. Die Investitionen in das Haus seien bewusst erfolgt, um Weiden langfristig als Kulturstandort zu stärken und Lebensqualität zu sichern.

Klares Bekenntnis der bayerischen Landesregierung

Auch Landtagsabgeordneter und Kulturpolitiker Dr. Stefan Oetzinger ergriff das Wort. Er zeigte sich zufrieden, dass mit der Unterstützung der bayerischen Staatsregierung die Neugestaltung des Keramik-Museums gut über die Bühne gebracht werden konnte. „Das Geld aus München ist hier sehr gut angelegt!“, so das Statement des Landtagsabgeordneten. Durch die gemeinsame Entscheidung der Kommune und des Freistaates Bayern konnte der Fortbestand des Museums gesichert werden. Oetzinger versprach, sich auch in den nächsten Jahren für eine großzügige Förderung einzusetzen, um das Keramik-Museum langfristig zu sichern.

Wolfgang Herzer als Stimme des „Kunstverein Weiden e. V.“

Auch der Mitbegründer des „Kunstverein Weiden e. V.“ Wolfgang Herzer unterstrich beim Neujahrsempfang im Keramik-Museum die Bedeutung des erneuerten Hauses als Kraft- und Energieort. Er betonte, dass es nun an den Bürgerinnen und Bürgern liege, die neuen Möglichkeiten zu nutzen. Veranstaltungen, Kooperationen und Sonderausstellungen seien zentrale Bausteine, um das Museum dauerhaft lebendig zu halten.

Der Blick nach vorne wurde konkret. Gemeinsam mit der Regionalbibliothek, dem Sündikat und weiteren Partnern ist ein Kulturprogramm im Innenhof des historischen Waldsassener Kasten geplant. Von Mai bis September soll dort regelmäßig Programm stattfinden. Mindestens einmal pro Woche sollen Veranstaltungen stattfinden, offen, niedrigschwellig und mitten in der Stadt. Ziel ist es, neue Begegnungsräume zu schaffen.

Kultur ist das verbindende Element der Stadtgesellschaft

Der Neujahrsempfang im Keramik-Museum machte deutlich, wie eng Kultur, Kommune und Bürgerschaft miteinander verbunden sind. Dank galt der Stadt, dem Stadtrat, der Verwaltung sowie der Landesebene und der Neuen Sammlung, die das Haus mittragen. Ebenso wurden die vielen Kulturakteurinnen und Kulturakteure gewürdigt, die das kulturelle Leben Weidens prägen.

Zum Schluss des offiziellen Teils bedankte sich der Vereinsvorsitzende „Der Keramischen“ bei allen Beteiligten und erhob sein Glas auf ein inspirierendes Kunstjahr 2026.
Der Museumsleiter ließ es sich im Anschluss nicht nehmen, das Publikum durch die neugestalteten Räume zu führen.